Aktualisiert 
9. Januar 2017
 
Einzelmeisterschaften Kinder und Jugend Schachbezirk Halle
Qualifikationsturnier für die Landeseinzelmeisterschaft Sachsen-Anhalt

Ergebnisübersicht 2010 bis 2016 >

 

 
 
 
9.1.2017, 6:30 Uhr | von JD: Vom 6. bis 8. Januar 2017 fanden die Jugend-Einzelmeisterschaften des Schachbezirkes Halle mit 66 Starternin der Jugendherberge Heldrungen (Thüringen! Warum nicht im SB Halle?)  statt, die um Qualifikation zur Landesmeisterschaft Sachsen-Anhalt und beste Platzierungen kämpften.
 
Aus unseren Arbeitsgemeinschaften an der Grundschule Neumarkt Halle wurden  Till Baude (U8), Anton Kageler, Janosch Berger (beide U10) und Eugen Kuppe (U12) für unseren Partnerverein SV Roter Turm Halle e.V. berufen, der mit 17 SpielerInnen (~ 26 %), Trainer Rüdiger Schneidewind und zahlreichen Betreuern antrat.
 

Till

Anton

Janosch

Joris

Eugen

Karl-Josef

 
 
 
 
 
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Jugend-EM Schachbezirk Halle 2016
 

8.1.2016 | von JD:   Vom 2. bis 4. Januar 2016 wurde die Einzelmeisterschaft der Vereinsjugend des Schachbezirks Halle in den Altersklassen u8 bis 18, erstmals in der Jugendherberge Festung Heldrungen, ausgetragen. Um Qualifikation für die Landeseinzelmeisterschaft Sachsen-Anhalt (JLM S-A) kämpfen in der Altersklasse U10 aus GS Neumarkt Halle / SV Roter Turm Halle (Spielerfotos SV RTH von Steffen Kageler) Eugen Kuppe, Anton Kageler, Matti Kemper und Janosch Berger und  aus GS Frohe Zukunft Halle / USV Volksbank Halle Gero Schulemann und Joris Wähler.

Eugen Kuppe
Anton Kageler
Matti Kemper
Janosch Berger

Wir gratulieren den BezirksmeisterInnen SB Halle 2016:

Fiedler,Annabelle (U8w, SV Roter Turm Halle), Tran Minh,Hieu (u8m, SF Hettstedt),
Derling,Charlotte (U10w, SV Roter Turm Halle), Prudlik,Finn Olmse (U10m, SV Grün-Weiß Granschütz),
Fritsch,Lea (U12w, USV Volksbank Halle), Pietsch,Julius (U12m, SV Roter Turm Halle),
Adelmeyer,Matty (U14, SV Roter Turm Halle), Rudolf,Henning (U16, USV Volksbank Halle).
 

Bericht von Helmar Liebscher (USV VB Halle) >

 
Tagesberichte von Rüdiger Schneidewind:  

Schlusstag, 4. Januar 2016  Ein traumhafter Schlusstag:    Zur gestrigen „Betreuerbesprechung“, „Tagung der Bezirksschachjugend“ oder wie das auch immer hieß, möchte ich an dieser Stelle nicht viel schreiben. Nur soviel, dass Herr Fritsch ein immer schwächer werdendes Niveau bilanzierte, dass sie wenig an Problemlösungen gebracht hat, wieder Probleme eher unter den Teppich gekehrt wurden und ich eine (fast) schlaflose Nacht hatte, zumal wohl auch noch ein kleiner berühmter Schlafwandler unterwegs war. Aber das nur nebenbei.

Im Turnier war für Spannung gesorgt. Im Blickpunkt aus unsere Sicht standen natürlich unsere drei Jungs in den drei Altersklassen, die im Finale standen. Da ist Eugen in der u10m, Julius in der u12m und Matti in der u14m. Ich hatte gestern in 90 Minuten das Unmögliche versucht, einige vorzubereiten, auch neue Eröffnungen zu versuchen. Auf jedenfall war unglaubliche Spannung angesagt, wer würde zur Landesmeisterschaft fahren?

Zunächst hatte ich Annabelle (Foto li.) beim Frühstück etwas geärgert. „Du kannst doch den großen Pokal gar nicht tragen, dann nehme den ich mit...“ Ihre pfiffige Anwort: „Sie können mir den Pokal ja hinterher tragen!“ Na ja, so geht es auch.

Matti wurde mit einen Sillytitel richtig eingestimmt, es schneite unaufhörlich und um 9.00 Uhr ging es los. Ich war nochmal kurz im Zimmer und als ich zurück war im Analyseraum war, warteten schon Friedrich und Annabelle aus der AK u8 auf mich. „Ich habe gewonnen!“, verkündete Friedrich und so ging es wieder ans Auswerten. Wegen einer übersehenen Mattdrohung nach nur 15 Zügen musste ich mit Annabelle wirklich nur ein ganz kleines bischen „schimpfen“, sie war kurz etwas traurig, tippte mich dann an und sagte: „Ich mag sie, Herr Schneidewind.“ Das Trainerherz wurde ganz weich...

Noch weniger Züge benötigte Georg gegen Niels Hoffmann, der ohne Chance war. Damit hatte Georg seine Medaille sicher. Jaron hatte in seinem Leben zum ersten Mal, im Spitzenspiel gegen Hieu, Skandinavisch versucht, Hieu nahm nicht auf d5 und Jaron spielte das eigentlich recht gut und hatte, nach 15 Zügen, eine Leichtfigur mehr. Ist also ausbaufähig. Dann schlichen sich wieder Fehler ein und Jaron verlor und gegen 9.30 war in der u8 alles klar: es gab einen überlegenen Sieger, nach Hettstedt zugereist, Silber für Jaron und Platz 3 für Georg, leistungsgerecht.

Viel wichtiger war aber 9.30 Uhr ein strahlender Julius Pietsch im Analyseraum: „Ich habe gewonnen! Ich bin Bezirksmeister!“ Sein Erfolg gegen Alexander Graw (SF Hettstedt) nach nur 25 Zügen war souverän.

Zwischendurch mal Analyse mit den schnellen u10nern. In der AK u10m hatte es das lustige Spiel Anton (Kageler) gegen Anton (Palfi, SF Hettstedt) gegeben. Zu Anton hatte ich vor der Partie gesagt: „Hab` Spaß!“ und das hatte er dann auch und gewann seine wohl beste Partie hier total überlegen. Janosch war schon in der Eröffnung (1. g3 e5 2. Lg2) gegen Ole Krüger vom Naumburger SV 1951 furchtbar unter die Räder gekommen, kam nicht zur Rochade und auf den freistehenden König drohte auf der e- Linie soviel, dass er komischerweise erst nach 18 Zügen Matt gesetzt wurde. Und auch Matti Kemper hatte gegen Henrik Reinsch aus Sangerhausen endlich sein zweites Erfolgserlebnis und gewann seine letzte Partie. Nachspielen konnte man sie nicht, aber ich habe sie von Hendriks Trainer bekommen, ätsch. Kann ausgewertet werden.

Viel wichtiger aber war, was nach der Analyse mit Janosch passierte. 9.50 Uhr kam Eugen Kuppe durch die Tür (ja woher soll er denn sonst kommen? Ich schreibe aber manchmal auch einen Quatsch.) und sprach mit „Pokerface“ die magischen Worte: „Ich habe gewonnen!“ Sein Sieg, nach aktivem Spiel, gegen Conner Siebenhüner (SV Sangerhausen) war klar und deutlich. Der Lohn Platz 2 – Vizebezirksmeister, das Ticket für Wernigerode. Puh, durchatmen.

Kurz hintereinander kamen die beiden Mädchen der u10/u12w. In Duellen gegen die beiden u12- Mädchen hatten wir uns entschieden, eröffnungstechnisch etwas zu probieren. Charlotte versuchte Sizilianisch gegen Lea Fritsch (USV VB Halle) und dies gar nicht schlecht. Doch sie vergaß so einiges, so Springer c6 oder die Rochade. Dafür kam das zu frühe 8. Sg4?? In der Analyse teilte Helmar Liebscher meine These. Lea nutzte jeden Fehler und gewann dann deutlich und verdient. Luisa Gaschütz hingegen hatte die schottischen Züge auf ein Stück Papier geschrieben und lief schon zum Frühstück damit herum, um das auswendig zu lernen. Als Trainer muss ich sagen: „Sie hat ihr Schottisch gut gelernt, auch ohne Spiker! In der gemeinsamen Analyse mit Elisa Prudlik gab selbst Elisa zu, dass sie klar auf Verlust stand. Die Schwester von Finn, der gerade Bezirksmeister geworden war, musste partout lang rochieren und irgendwann konnte kam noch eine der gebundenen schwarzen Figuren ziehen. Luisa drohte Matt auf a7. Aber ähnlich wie gegen Anastasia traute sie sich nicht, zum Beispiel ihre Bauern am Dameflügel einzusetzen und ließ Elisa am Königsflügel ins Spiel kommen. Es dauerte nicht lange, da drohte Elisa selbst Matt und Luisa verlor. Schade eigentlich. Frau Gaschütz fragte mich dann: „Lohnt es überhaupt, wegen Wernigerode?“ Ja, es lohnt sich, denn sie hat hier ja etwas gelernt!

Dann verbesserte Calvin meine Laune weiter. Nach 66 Zügen war er gegen Duc Tran Minh (SF Hettstedt) erfolgreich. Moment, hieß der Sieger in der AK u8m nicht auch Tran Minh? Hilfe, die ausländischen Dynastien und Kinder kommen! Calvin ist damit der Einzige mit 3,5 Punkten und tatsächlich noch Dritter! Mehr geht nicht in der AK u12m. Nun gab es nur noch die AK u14, es ging dem Höhepunkt dieser BEM entgegen.

Ich ahnte nichts Schönes. An drei Brettern in der AK u14m hatte sich ein größere Menschentraube versammelt, die einem unglaublich spannendem Geschehen folgten. In geringer Entfernung saß ein leidender und verzweifelter Jugendverantwortlicher des Reideburger SV 1990, der mir irgendwas von einem „möglichen rabenschwarzen Tag für uns“ antwortete, und dann ich, der tigerähnlich (im Haifischbecken, so ein Plötzsinn!) herumlief. Aber auch auf den Brettern tat sich Unglaubliches. Während sich Arne-Christian Seidel gegen Oliver Krüger (SF Hettstedt) in einem rasend schnellem Endspiel befanden, standen Lars gegen Justin Schlosser und besonders Matti gegen Florian Dietz riesig! Arne konnte zwar einen Turm auf a1 gewinnen, übersah aber das Matt mit Springer und Dame. Ein kleiner Fehler und ein weißer Superspringer kosteten Lars wahrscheinlich eine sichere Medaille. Matti, Justin oder Florian war die Frage. Und Matti spielte sehr stark gegen Florian, völlig unbelastet, mit Spielfreude und Kreativität fand er mindestens drei „Knallerzüge“, räumte dann den weißen Dameflügel ab und stürmte mit drei eigenen Bauern nach vorn. Florian versuchte Gegenspiel zu „organisieren“, stellte gut ein Dutzend gefährlicher Drohungen auf. Doch Matti sah alles, auch Dauerschach, wehrte, mit zwei Bauern mehr, alles ab und blieb äußerlich ganz ruhig. Doch irgendwann muss er gewusst haben: Heute gewinnt nur einer! Matti oder keiner! Genau um 12.25, nach über drei Stunden, ging der Ruf (von Lars) über den Flur: „Matti hat gewonnen“!!! Nach fast dreieinhalb Stunden und 61 Zügen musste Florian, nach erzwungenem Dametausch und zwei schwarzen Bauern mit Turm auf der 7. Reihe, aufgeben und die absolute Sensation war perfekt. Matti war Bezirksmeister in der u14m, bekommt den einzigen Platz für die Landesmeisterschaft aus unserem Bezirk in dieser AK und Nelly darf mit ihrem Bruder zur LEM fahren. Ich ließ mir diese Partie, als zweites Dessert (das erste war ein roter Wackelpudding) nach dem Essen von Matti zeigen. Ich würde sie zur Partie der BEM küren, für mich das absolute Sahnehäubchen auf eine unglaublich erfolgreich BEM bei der der SV Rote Turm Halle mit deutlichem Abstand bester Verein wurde.

Die u8- Mädchen (Magdalena Foto re.) kreierten inzwischen die vielleicht bald weltbekannte Eisschokolade mit Schokolade und Schnee und luden mich zum Kosten ein. Ich bat Rücksicht auf meine Zähne zu nehmen, aber vielleicht hätte man wirklich mal kosten sollen? Naja, ich schweife schon wieder ab.

Es folgte noch die Siegerehrung. Da musste ich als Mädchenschachreferent schon wieder „arbeiten“ und durfte meinen eigenen Mädchen noch die Urkunden (Medaillen gab es wieder keine!) überreichen. Macht Spaß! Vier Titel sind es geworden, dreimal Silber und dreimal Bronze.

Wernigerode – wir kommen!!

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2. Tag, 3. Januar 2016   Eine tolle FrührundeSchaute man heute morgen aus dem Fenster wunderte man sich. Eine dünne Schneedecke hatte sich über das Land gelegt, schachlich eben Weiß und Schwarz.

Und wie immer am zweiten Tag standen wichtige Entscheidungen an und was den Start in den Tag betrifft, war alles Super! Julius Pietsch gewann die Partie der beiden Top-Gesetzten in der u12m gegen Vasil Paskalev. Ich habe von der Partie aus unterschiedlichen Gründen leider keinen einzigen Zug gesehen. Interessanter war da aber auch das Verfolgerduell zwischen Calvin Meurer und Stefan Neuber (SG 2011 Sennewitz). Calvin spielte stark und ideenreich, gewann eine Leichtfigur und am Ende auch die Partie, nach 61 Zügen durch Aufgabe, mit rund zweieinhalb Stunden die längste Partie der Runde, was für Calvin etwas heißen will. Dafür gab es in der vorletzten Runde doch noch das ungeliebte Vereinsduell zwischen Julius und Calvin (½ : ½ ), wohl es ausgekämpftes Remis, dass Julius im 27. Zug anbot. Doch die Spannung bleibt, wobei Julius es nun selbst in der Hand hat, Titel und Qualifikation zu schaffen.

Weiter mit den Jüngsten in der AK u8, um die ich mich, wie fast zu erwarten war, am meisten kümmern muss. Da wurde man heute morgen sehr gut unterhalten, zum Beispiel in der Partie Magdalena Zimmermann gegen Niels Hoffmann (GW Granschütz). Magdalena bekam ein Läufer- Springer Endspiel mit jene Menge Bauern, was sie so bisher weder trainiert noch gesehen hat. Sie spielte gut und langsam, ihr Gegner nur schnell, stellte den Springer ein und Magdalena musste mit dem Läufer gegen die Bauern kämpfen. Das war gar nicht so ohne, doch sie spielte stark, unterhaltsam eben und gewann, nach 62 Zügen und 80 Minuten! mit Matt. Jaron und Friedrich spielten eine gute Partie im Vereinsduell, das Jaron dominierte und mit 28. Sg6 auch ein sehr schönes Matt fand. Annabelle unterlag leider Hans Seidel und auch Georg in der wichtigen Partie gegen Hieu Tran Minh, nach gutem Beginn und wieder mit zu vielen Fehlern gab er im 31. Zug auf. In einer hochdramatischen Partie traf dann Annabelle auf Hieu und ich übertreibe nicht, denn zwischendurch waren mal vier Damen auf dem Brett! Im Mittelspiel reklamierte Annabelle cool die nicht mögliche Rochade ihres Gegners. Sie rief den Schiedsrichter: „Hier steht mein Läufer...“, sagte sie, „der (schwarze) König kann nicht über das Feld!“ Aber das war es noch nicht. Hieu stellte zurück und wollte den Turm ziehen. Wieder rief Annabelle den Schiedsrichter: „Er hat zuerst den König berührt!“ Und Hieu musste den König setzen. Ein Traum jedes Trainers! Annabelle dominierte klar, fand aber dieses Mal das Matt in 1 bzw. später in 2 nicht, ließ eine Freibauern entwischen und stellte im nächsten Zug ihre 2. Dame auch noch ein. Wer bedauert mich? Keiner! Was ich wieder gelitten habe! Doch trotz dieser Niederlage, in Runde 6 nach 15 Zügen auch noch gegen Georg, hatten wir faktisch kurz nach 14.00 Uhr unsere erste Kreismeisterin! Georg ließ den gesamten Frust des bisherigen Turniers ausgerechnet an Magdalena aus, die zwar erneut fehlerfrei aufschrieb, aber nach 31 Zügen Matt gesetzt wurde. Spielerisch ist es trotzdem toll, was die beiden Mädchen hier bieten! Nachdem Friedrich das einzügige Matt zu Beginn zweimal übersehen hatte, gewann er souverän gegen Hans Seidel (mit fehlerfreier !!! Notation). Auch Jaron hatte heute einen Superstart und einen ungeschlagenen Supertag, der ihn auf Platz 2 der Gesamtwertung führte. Und trotzdem gab es (verständliche Tränen) – das Matt setzen eben! Total überlegen gegen Niels Hoffmann und gegen Magdalena, die sich zwar pfiffig verteidigte, gab es zwei Patts hintereinander, Matt im nächsten, aber vorher Patt, man kennt das ja. Jaron war untröstlich und ich hoffe, dass es mir gelungen ist, ihn zum Spitzenduell gegen Hieu morgen wieder aufzurichten. Doch die Bezirksmeister in der u8 stehen schon vor der letzten Runde fest. Sie lauten Hieu Tran Minh (SF Hettstedt) bei den Jungen und Annabelle Fiedler (SV Roter Turm Halle) bei den Mädchen!

In der AK u10m gewann Eugen das Spitzenspiel, nach nur 19 Zügen, gegen Joris Wähler (USV VB Halle) mit einer Springergabel sehr sicher, entthronte dann im nächsten Spitzenspiel den bisherigen Spitzenreiter Pascal Neuber (SG 2011 Sennewitz) und führte nach der 5. Runde das Feld an. Nur im dritten Spiel des heutigen Tages gab es leider zu viele Ungenauigkeiten gegen Finn Prudlik (GW Granschütz) und eine Niederlage nach 30 Zügen. Damit muss er nun als Dritter nach 6 Runden selbst noch einmal bangen, wobei die morgige Aufgabe lösbar sein sollte.

Bei den anderen drei gibt es weiterhin ein Auf und Ab, mit wechselnden (meist nicht so guten) Ergebnissen. Sehr „bunt“ ging es im Vereinsduell, die scheinbar kein Ende nehmen und gar keinen Sinn mehr machen, zwischen Janosch und Matti. Janosch war der Bessere, griff mit Schwarz an, aber es standen auch weiße Figuren in der schwarzen Stellung, kompliziert. Bunt eben und viel zu schnell. Aber man kann ja reden, wie man will. Janosch gewann. Matti Kemper bedauere ich auch etwas. Er hätte getrost einen Tag später anreisen können und die drei Vereinspaarungen in der Neumartschule vorspielen können. Anton kam mit Weiß, gegen Robin Buttlar, zum ersten Erfolg unterlag dann aber in Runde 5 gegen Joris Wähler. Matti verlor gegen Oskar Müller und Janosch gegen Aaron Riemer. Spielerische Ansätze sind gut, die Umsetzung bei unseren drei Sorgenkindern schlecht. In diese Richtung geht auch das unbefriedigende Remis nach nur 21 Zügen zwischen Matti Kemper und Anton Kageler und die Niederlage von Janosch gegen den bisher punktlosen Robin Buttlar (SK Roland Weißenfels) in der 6. Runde.

Ähnliche Situation bei den Mädchen im gemeinsamen Turnier u10/u12w. Charlotte hat immer noch den „Platz an der Sonne“ und führt im Gesamtturnier. Sie gewann heute beide Partien. Zunächst das ausgekämpfte und gar nicht so schlechte Vereinsduell gegen Luisa und gegen Finnja Meyer mit Matt.

Luisa verlor leider beide Partien, auch gegen Anastasia Voigt (USV VB Halle) und muss nun wieder etwas zittern. Dabei war die Niederlage, nach starken ersten 25 Zügen absolut unnötig, ja ich behaupte sogar Luisa hatte sich eine Gewinnstellung am Königsflügel erarbeitet. Aber wenn man sich nichts traut und Anastasia auch noch spielen lässt, verliert man eben diese umkämpfte Partie nach 65 Zügen. Charlotte ist Bezirksmeisterin Nummer 2 für den SV Roter Turm, alles andere entscheidet sich hier erst morgen.

Zuletzt nun einiges zu den „großen Jungs“ in der AK u14m, die mir heute auch sehr viel Freunde gemacht haben. Bei beiden stimmt die Einstellung total und so waren die Analysen heute mit beiden eher eine Megashow der Sieger! Das schwerste Programm hatte heute ohne Zweifel Matti Adelmeyer. Doch relativ lässig besiegte er zunächst Oliver Krüger (SF Hettstedt) und traf dann auf Justin Schlosser (Reideburger SV 1990). Etwas erstaunt war ich zunächst über die Zwischeninfo von Andreas Fritsch: „Matti hat jetzt einen Turm mehr!“ Nun ist zu vermuten, dass Justin Schlosser Matti den Turm nicht einfach mal eben geschenkt hat. Nein, Matti bot eine starke Partie und der Turmgewinn passiert auf einer starken Kombi mit 22. Lxf7! Und da kann man nun fachsimpeln ob 22. ...Kxf7 oder 22. ...Kh8. Es war einfach stark gespielt, Matti gewann, nach 31 Zügen durch Aufgabe und darf nun morgen im „Schulduell“ gegen Florian Dietz spielen. Er ist in jedemfall wieder guter Dinge und wird sich die Ehre geben!

Lars Jungklaus bestimmt vom ersten Zug an die Partie gegen Tobias Kister und bot hier seine wohl beste Partie und gewann, nach 60 Zügen ebenso sicher wie gegen Florian Manteufel (SF Hettstedt). In der Analyse kommentierte ich die letzte Partie mit dem aktuellen Werbeslogan: „Hauptsache, ihr habt Spaß!“ und das trifft wohl den Kern.

Alles in allem dann doch wieder ein wechselvoller Tag, mit tollem Beginn. Morgen fallen die restlichen Entscheidungen. In allen Altersklassen gibt es nur noch eine einzige Runde.

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1. Tag, 2. Januar 2016  Durchwachsener Turnierauftakt: Traditionell war nicht mehr viel zum Jahresauftakt im Schach. Sicher, es traf sich noch immer die Schachjugend unseres Bezirkes zu ihrer Bezirksmeisterschaft, aber nicht mehr im Bezirk, sondern in Thüringen. Heldrungen hieß das Fahrziel für 61 Teilnehmer und 34 Betreuer, auch etwas früher als sonst. Das sind rund 25% weniger als bisher. U18m, Mädchenopen – Fehlanzeigen, ein Viertel der Kinder kommt von unserem Verein, in der AK u8 sind es 5 von 8.

Zu Beginn gab es ein paar Probleme mit den Uhren, Vereinspaarungen und Zimmer, jedoch wurde alles schnell gelöst und das Turnier, in einem Nebengebäude der Wasserburg, begann relativ pünktlich.

Es war ein Auftakt mit einigen Enttäuschungen, Überraschungen, teils sogar tragischen und chaotischen Momenten und viel Arbeit für den Trainer. Im Einzelnen:

Eine ganz junge Dame, im Weihnachtsturnier noch im Häschenteam mit Tina aktiv, störte allerdings weder die ungewohnte Umgebung, Heimweh oder starke Gegner – Annabelle Fiedler spielte von Anfang an sehr starkes Angriffsschach und zeigte deutliche Verbesserungen beim Mattsetzen. Nach ihrem Auftaktsieg gegen Niels Hoffmann(GW Granschütz) nach Damegewinn, kam es in Runde 2 zum direkten Aufeinandertreffen unserer beiden Mädchen in der AK u8. Hier war Annabelle die deutlich bessere, nutzte jeden Fehler von Magdalena aus und gewann mit Treppenmatt nach genau 50 Zügen. Auch in Runde 3 gewann sie, gegen Jaron Rumpold früh die Dame. Gegen den aktuellen Kreismeister von Halle hatte Annabelle zur KEM noch klar verloren. Jaron kämpfte zwar, bekam im 26. Zug die Chance durch ein Abzugsschach die Dame zurück zu gewinnen, doch Annabelle griff mit Turm und Dame weiter an und setzte nach 52. Zügen auch unser neues Vereinsmitglied Matt. Sie führt sogar nach dem ersten Tag mit 3 Punkten!

Nicht ganz so gut lief es für die Jungs. Friedrich Dießel musste zu Beginn in zwei Vereinsduellen ran, gewann schnell zum Auftakt gegen Magdalena Zimmermann, die eine Mattdrohung übersah, unterlag deutlich Georg Spinka und besiegte mit schönem Mattplan Niels Hoffmann im 13. Zug. Sehr ordentlich verlief der Turnierauftakt auch für Jaron Rumpold. Zum Auftakt gab es eine Wiederholung des Finales der KEM mit dem gleichen Sieger. Jaron dominierte klar, weil es bei Georg erneut zu viele leichte Figurenverluste gab. Auch gegen Hans Seidel (SF Hettstedt) gab es einen Erfolg, bevor ihn Annabelle zunächst stoppte. Georg Spinka, als leichter Favorit gestartet, unterlag heute zweimal. Die 2. Niederlage war allerdings mehr als tragisch. Gegen Hans Seidel hatte er das gesamte Spiel dominiert und nicht nur klaren materiellen Vorteil. Sein Mattangriff war erfolgreich und seine Dame konnte auf b7, gedeckt vom Turm, Matt setzen. Doch beim Ziehen ließ er die Dame auf a7 los und es folgte 35. Kxa7. Wenig später stellte er noch einen Turm ein und so gab es noch einmal bitterliche Tränen. Ärgerlich aber auch. Ohne Punkt, aber spielerisch ganz gut, beendete Magdalena den ersten Tag. Sie unterlag in der 3. Runde Tran Minh Hieu (SF Hettstedt) nach 23. Zügen. Doch da ist morgen noch vieles möglich.

Das gilt natürlich auch für die AK u10m. Dort ist unser Verein mit vier Jungs vertreten und es gab natürlich jede Menge Vereinspaarungen. In Runde 1 traf Eugen Kuppe auf Matti Kemper und es war eine gute Partie von beiden. Eugen hatte sehr passiv begonnen und der eigentliche Angriff brachte lediglich einen Mehrbauern. Matti spielte gut mit und stand vielleicht sogar etwas besser, als ein Abzugsschach mit Turmgewinn die Partie für Eugen entschied. Ohne Chance war Anton gegen Simon Donath (SV Merseburg), während Janosch Berger gegen Joris Wähler (USV VB Halle) erneut nicht chancenlos war. Beide opferten chaotisch auf h3 bzw. h6, Janosch wollte kein Dauerschach und geriet in eine Mattfalle und verteidigte die offene Königsstellung schlecht.

In der 2. Runde gab es schon ein wichtiges Spiel an Brett 1. Eugen traf auf Gero Schulemann vom USV. Durch die Auswertung mit der u8 habe ich leider nichts von dieser Partie gesehen, die am Ende Remis endete. Erneute Niederlagen hingegen gab es für Anton gegen Aaron Riemer (SK Roland Weißenfels), für Matti (überlegen) gegen Anton Palfi (SF Hettstedt) und Janosch gegen Oskar Müller (SV Sangerhausen). In der Nachmittagsrunde hätte es allerdings die volle Punktzahl für unseren Verein geben müssen. Eugen, weiter recht souverän, gewann gegen Aaron Riemer, Matti Kemper drehte eine unglaublich chaotische Partie, in der er selbst mehrfach davor stand, Matt gesetzt zu werden, gegen Robin Buttlar (SK Roland Weißenfels) und auch im Vereinsduell Janosch gegen Anton wechselte das Geschehen ständig. Herr Kagler war schon am Verzweifeln, als Anton plötzlich klar auf der Siegerstraße war. Und als sich beide dann mit der Behauptung, „es wäre Patt“ ins Remis mogelten, möchte ich nicht der Vati von Anton gewesen sein. War nämlich kein Patt, ein Bauer...

Morgen erwartet uns mit Matti gegen Janosch wieder eine Vereinspaarung, Joris Wähler trifft auf Eugen.

Gut verlief der Auftakt auch für Julius Pietsch in der AK u12m. Hier gab es heute nur zwei Spiele und Julius gewann beide, zuerst gegen Paul Stedter (Klostermansfelder SC), dann gegen Taylor Lehmann (SF Hettstedt), ohne größere Mühe. Calvin Meurer hingegen verlor seine Auftaktpartie gegen Taylor Lehmann durch Aufgabe im 31. Zug. Julius und Calvin tauschten quasi die Gegner und so kam Calvin gegen Paul Stedter zum ersten Erfolg. In der u12m kommt es morgen früh zum „Gipfeltreffen“: Vasil Paskalew (USV) gegen Julius Pietsch, um das ich sicherheitshalber einen großen Bogen machen werde.

Blieben noch unsere beiden in der AK u14m, eine schwere AK und dies nicht nur, weil sich nur der Sieger für die LEM qualifiziert. Unter diesem Gesichtspunkt gab es eine Überraschung zum Auftakt! Im Reideburger Vereinsduell besiegte Justin Schlosser mit Schwarz den Favoriten Florian Dietz.

Aber auch für Matti Adelmeyer und Lars Jungklaus verliefen die ersten beiden Spiele nicht ohne Probleme. Matti hatte gegen Tobias Kister (SK Roland Weißenfels) gut begonnen, stellte dann aber eine Leichtfigur ein und das ist in dieser AK eben zuviel. Auch Lars geriet, nach gutem Beginn, mit Schwarz in eine bedrohliche Lage gegen Oliver Krüger (SF Hettstedt) und rettete sich geradeso ins Remis, wobei Oliver Krüger selbst angeboten hatte. Dafür bekam er in der 2. Runde Florian Dietz zum Gegner. Wenn man (in der Partie) kein Glück hat, kommt auch noch Pech (in der Auslosung) dazu. Lars unterlag, nach 28 Zügen, und war mit seiner Leistung nicht zufrieden. Matti hingegen siegte relativ schnell, nach nur 20 Zügen, gegen Werner Schubert (USV VB Halle) und ist eigentlich guter Dinge für morgen.

Last but not least zu unseren „größeren“ Mädchen aus der u10/u12w. Sie dürfen leider mit der u12w (sind nur zwei) zusammen spielen. Charlotte erhielt, gleich zu Beginn, mit Elisa Prudlik (GW Granschütz) ein u12- Mädchen zugelost und spielte, nach 56 Zügen Remis. Gut!? Aber glücklich, denn Elisa übersah im 51. Zug ein einzügiges (schönes Matt: 51. g3#). In der 2. Runde gewann sie das wichtige Spiel gegen Anastasia Voigt (USV VB Halle). Einen guten Auftakt hatte auch Luisa gegen Finnja Meyer (SF Hettstedt). Sie gewann diese Partie um Platz 3, unterlag dann aber, wohl auch nicht voll konzentriert, ohne große Gegenwehr und zahlreichen Figureneinstellern, der Favoritin Lea Fritsch (USV VB Halle).

Viel Arbeit danach im Großraumbüro Heldrungen und Hoffen auf morgen.


 
Bezirkseinzelmeisterschaft Halle 2015
 
5.1.2015 | 3. Bericht von Rüdiger Schneidewind:  Ich wurde in den letzten zwei Tagen oft gefragt: Wie halten Sie das nervlich aus mit sooo vielen Kindern? Naja geht so. In der gestrigen Partie Kristin gegen Charlotte war ich vielleicht etwas zu euphorisch, obwohl ein wenig journalistische Freiheit doch erlaubt sein dürfte. Ich muss meine Kinder auch nicht „promoten“, das machen sie schon selbst, trotzdem bin ich über fachdienliche Hinweise immer dankbar. Und es ist immer wieder interessant, wer die Berichte so liest. Aber das nur nebenbei!

Der Schlusstag, immer so eine Sache. Doch „die Sache“ begann erstmal kurios: Nach 12 Minuten kam ein fröhlicher Johann: „Ich habe gewonnen …ersticktes Matt in zehn Zügen…“ hat man ja auch nicht alle Tage, zehn Minuten später kam Matti, den ich gestern noch auf Caro-Kann vorbereitet hatte. Alles kam wie geplant, Mattdrohung und Matt von Matti nach 12 Zügen gegen Fabian Sell (Klostermannsfelder SV)! Was für ein Niveau in der u12m!

Dann klärte sich langsam vieles in den jüngsten Altersklassen. In der u10m setzte sich die Niederlagenserie von Karl-Josef Mielewsky leider gegen Leonard Schütt (SV Merseburg) weiter fort und er fiel letztlich, noch hinter Eugen Kuppe zurück. Calvin Meurer spielte stark gegen Richard Rothe, hatte zwei Figuren mehr und alles unter Kontrolle, ähnliches galt für Pascal Neuber. Julius Pietsch musste zunächst kämpfen gegen Alexander Graw, doch plötzlich war da der Springer mehr und um 9.42 Uhr hatten wir unseren ersten Bezirksmeister. Nur die „Sache“ um die Plätze wurde nochmal spannend. Calvin gewann sicher gegen Richard und Pascal gab eine sicher gewonnene Partie gegen Hannes Bernecker (GW Granschütz) noch aus der Hand. Wer würden nun die fünf „Glücklichen“ sein, würde es sogar einen erneuten Doppelerfolg für uns geben? Kurz nach 10.30 Uhr stand auch das fest. Calvin fehlten 1,5 Buchholtzpunkte hinter Richard Rothe für Platz 2 und Nino Faust (SK Roland Weißenfels) war der Nutznießer dieses Durcheinanders auf Platz 4. Also schon mal zwei Medaillen (die es wieder nicht gab, dafür wieder Plüschtiere und Hexen) in der u10m. Die Mädchen u10 in Form von Charlotte, spielten wieder am längsten. Während Luisa auch die letzte Runde, etwas mutlos, mit Dameneinsteller, verlor, wehrte sich Melissa Gundermann (Reideburger SV 1990) nach Kräften. Wolfram Richard behauptete sogar, Charlotte würden bald die Kräfte verlassen und Melissa würde dann gewinnen. Doch ich kenne „meine“ Charlotte eben etwas besser als er „seine Melissa“ und ich sehe, wann sie kämpft und etwas mehr hat. Und wenn dann Melissa dann den Figurengewinn noch ausschlägt, braucht er sich nicht zu wundern, wenn Charlotte die Partie sicher zu Ende bringt. Auf das Ende dieser Partie mussten die Kinder der u8 warten, die heute zwei Runden spielen mussten. Und der Zweikampf Johann gegen Nelly war spannend und auch der Kampf um die Medaillen. In der vorletzten Runde spielten beide das Spiel: wer benötigt die wenigsten Züge zum Partiegewinn. Johanns Matt in 10 war nicht zu toppen, 

Nelly (Foto re.) brauchte nur 5 Züge mehr und verlor dieses „Rennen“. Doch in der letzten Runde nicht den Sieg in der Gesamtwertung! Trotz des Sieges von Johann gegen Finn Olmse Prudlik (GW Granschütz), Nelly löste, in der letzten u8- Partie des Turniers, ihre Aufgabe souverän unter dem Motto: „Ich bin von Anfang an auf Angriff eingestellt…“ legte sie los. Auch hier hatte Herr Richard vom Reideburger oder Merseburger SV wieder etliches zu meckern, auch am Trainer, aber jetzt mache ich es mal so, wie die Kinder, wenn sie kritisiert werden: sie hat doch gewonnen!! Und in der Tat, Nelly Adelmeyer besiegte 7 Jungs und so gehen zwei weitere Pokale „in den Turm“! Leider konnte Georg Spinka, mit zwei schwächeren Partien nicht in den Jubelchor mit einstimmen, doch die Farbe rot-weiß dominierte im u8/u10 Bereich.

Eigentlich schien der Zweikampf der beiden Favoriten, Matti Adelmeyer und Arne-Christian Seidel schon entschieden, doch die SG Sennewitz wollte das Blitz! „Nichts verstehen?“ Ich erklären! Stefan Neuber von der SG 2011 Sennewitz stand im Mittelspiel gar nicht so schlecht gegen Arne, doch ich war mir ziemlich sicher, dass Arne den Sack zumachen würde, wie man so sagt. Doch auf einmal verbreitete sich die Kunde, Arne hat nur Remis gespielt! Doch was würde das ändern? Ich stürzte in das Zimmer von Herrn Kaliwoda. Und der präsentierte einen völlig überraschten Trainer die Urkunde für den 1. Platz für ….MATTI Adelmeyer! Gegen 12.10 Uhr hatten wir einen 4. Bezirksmeister! Ich gratulierte Matti, doch unmittelbar nach dem Essen hatten wir nur noch einen "halben Bezirksmeister“. Gibt es nicht, doch gibt es. Herr Kalliwoda hatte meine aufkommenden Zweifel bestätigt. Matti und Arne waren in der 3. Wertung mit 17,25 genau gleich. Drei Blitzpartien waren angesagt. Und beide sind keine „Blitzer“ um dieser negativ belastete Wort mal zu erwähnen. 13.00 Uhr war die „Stunde der Hinrichtung“, ich versuchte Matti Mut zu machen und es ging los. Beide Spieler wurden von etwa 10 Zuschauern durch die Glasscheibe beobachtet. Matti hatte zuerst Schwarz, griff an, doch die Zeitprobleme wurden immer größer, weil sich Arne gut verteidigte. Dann musste Matti die Damen tauschen und wurde im Gegenangriff, 10 Sekunden vor seinem Blättchenfall, mit Läufer und Turm, noch Matt gesetzt. Matti in der 2. Partie mit Weiß. Wieder griff er an, hatte am Ende einen Turm mehr, aber zwanzig Sekunden zu wenig Zeit um den Ausgleich erreichen, ein dramatisches, für uns tragisches Ende und mit Arne-Christian Seidel als neuen Bezirksmeister u12m. Doch der faire Umgang der beiden Miteinander (auch der Handschlag zur Siegerehrung) und das offensichtliche Verständnis von Arne für Mattis Tränen war für mich ein erhebender Moment dieser BEM! Und eine Urkunde und keine Silbermedaille gab es trotzdem für Matti, Glückwunsch!

Weniger begeistert bin ich, im Gesamtergebnis von Aveline Hesse in der AK u12w. Gegen Vanessa Hoffmann aus Weißenfels gab es in Runde 5 nichts zu holen und so fährt sie nun ohne Punkt nach Hause. Ja, sie heißt eben Aveline und nicht Malte!

Tränen, welcher Art auch immer, gab es dann auch bei einen „gereifteren Herren“, namens Lars in der u14 und er hatte, wenn man brutal ehrlich ist, auch allen Grund dazu. Wir hatten vorbereitet, das klappte 10 Züge ganz gut, trotz der sehr scharfen Eröffnung gegen Maksym Perekhozhuk. Doch dann spielte er unterirdisch schlecht und gab eher zu spät auf. „Er hat gewonnen, ohne zu rochieren“, stand auf seinem Notationszettel, ja manchmal gewinnt man im Schach auch ohne Rochade (bitte nicht an die Kleinen weitersagen!). Auch Eric verlor zum Schluss gegen Henning Gröbel (SV 1925 Helbra) und trotzdem ging irgendwann nach 13.30 Uhr die Sonne in Sittendorf wieder auf. Herr Kalliwoda meinte auf meine Frage, wer nun Dritter ist „na Lars“ und ließ wieder einen verblüfften Trainer zurück. Dieses Mal wollte ich es aber wissen und ließ es mir zeigen: 17,5 Buchholtz für Lars, 17,0 für Justin Schlosser, keine Ente, alles „sauber“ - dritter Platz für Lars, toll!

Es folgte eine (fast) pünktliche Siegerehrung mit jubelten „Türmchen“ und Türmern oder wie auch immer und einer tollen Gesamtbilanz. Matti, Julius, Calvin, Charlotte schafften zudem den Sprung nach Güntersberge, womit wir dort wohl mit 9 Kindern spielen werden.

Zwei Nachsätze: Wohl kaum zuvor wurden so viele Wettbewerbe der BEM Halle im Blitz entschieden! Blitzentscheide gab es in der erwähnten u12m, in der u14m (Maksym Perekhozhuk gewann 2:1 gegen Lennard Hoffmann) und auch in der u16m wurden die ersten durch Blitzpartien ermittelt.

Bei der Siegerehrung gab es ab u14 wieder Geld. Lars konnte sich seine zehn Euro abholen, während der Sieger Maksym Perekhozhuk sein Siegergeld beim Vati abliefern musste. So gesehen hat Lars doch noch gewonnen. Ja, jeder hat so seine Sorgen heutzutage und ein zufriedener Trainer kehrt vom ersten Jahreshöhepunkt nach Hause zurück.

***
4.1.2015 | 2. Bericht von Rüdiger Schneidewind:  Viele Fragen galt es wichtigen „Mitteltag“ dieser BEM zu beantworten: 
Können Karl-Josef Mielewsky und Julius Pietsch (Foto li.) in der u10m ihren Siegeszug fortsetzen? Kann Charlotte Derling (Foto re vorn) in der u10w die Weichen in Richtung Medaille stellen? Siegen Nelly und Johann weiter? Kommt Georg Spinka zum ersten Sieg? Wer gewinnt die u8? Bleibt Matti Adelmeyer ein Kandidat für Güntersberge? Wie bestehen Lars Jungklaus und Eric Koch die schweren Proben in der u14m und so weiter. Soweit es geht will ich den Tag revuepassieren lassen.
 
 
 
In der u10m begann es mit dem Vereinsduell Julius gegen Karl-Josef, am Anfang sehr ausgeglichen, dann mit zwei Mehrbauern für Julius im Turmendspiel. Doch Karl-Josef kämpfte und am Ende stand ein Endspiel Turm+König gegen Turm+König. Dieses ist normalerweise Remis, doch Julius spielte es, mit fast 90 Zügen, bis zu Sieg gnadenlos zu Ende, was sportlich (innerhalb des Vereins) zwiespältig ist. Und während Julius seinen souveränen Siegeszug auch in Runde 5 gegen Calvin Meurer fortsetzte (zwei Figuren mehr), gegen Nino Faust, in am Ende leicht besserer Stellung, zum Remis kam und weiter auf Bezirksmeistertitelkurs ist, gab es bei den total enttäuschten Karl-Josef heute zwei weitere, auch deutliche Niederlagen gegen einen stark spielenden Pascal Neuber (SG 2011 Sennewitz) und im erneuten Vereinsduell gegen Calvin Meurer, trotz langer Partie. Da gab es enttäuschte Tränen, doch hat er morgen noch eine Minichance. Stark heute auch Eugen Kuppe. Nach dem „Einpunktetag“ von gestern gab es heute zwei stark herausgespielte Siege mit gewohnt klaren Plänen. Leider verlor er am Morgen, nach einer guten Partie Alexander Graw (SF Hettstedt). Zudem ist er morgen leider spielfrei und mit dann vier Punkten, bekommt aber keine Buchholtzpunkte und so kann er, im Kampf um die ersten fünf Plätze, wohl nicht mehr mit eingreifen.

Weiter qualitätsmäßig gute Partien gibt es bei den u10 Mädchen. Da gab es zuächst am Vormittag eine sehr wichtige: Charlotte Derling gegen Cha my Nguyen (SV Merseburg). Und Charlotte packte es! Am Ende deutlich, mit drei Türmen und einer Dame gewann sie das Spiel um Rang 3 und stand am Nachmittag vor der absoluten Sensation gegen Kristin Dietz. Kristin fiel 30 Züge wenig ein und Charlotte stand toll. „Charlotte steht eindeutig besser,“ meinte auch Lars Stowicek und hatte schon weiter gerechnet, dass ein Sieg von ihr die totale Punktgleichheit des Trios bedeutet hätte und der Ausgang in der u10w wieder völlig offen wäre. „Die Partie wird über Konzentration und Kondition entschieden…“, meinte Lars Stowicek weiter und er sollte Recht behalten. Nur wenige schwache Züge und letztlich ein Turmeinsteller brachten Charlotte um den Lohn einer tollen Partie. Dennoch sollte Platz 3 und der Platz in Güntersberge sicher sein! Spielerisch in Ordnung auch Luisa Gaschütz, doch heute mit drei Niederlagen. Unter anderen gegen Kristin und Yara, die morgen spielfrei hat, und Claudia Nguyen (SV Merseburg).

Ein paar kleine, wenige, verständliche, aber wohl nicht entscheidende Mädchentränen gab es auch in der u8 geht doch der packende Zweikampf unseres (schachlichen) „Traumpaares“ weiter. Johann gewann heute dreimal, konnte zudem früh noch ausschlafen und schloss zu Nelly punktemäßig auf. Ob Robin Buttlar oder Joris Wähler, Johann spielte es stark und souverän und kann mit der Titelverteidigung planen. Ähnlich Nelly, die endlich vor ihrem ersten Titel steht. „Na, wieder einen Jungen plattgemacht?!“ meinte Wolfram Richard aus Merseburg. Nur in einem „Fall“ klappte es heute nicht. Und der hieß Joris Wähler vom USV VB Halle, der sich hier deutlich gesteigert hat. Nelly hatte zwar einen Springer mehr und wollte mit Turm und Springer Matt setzen, unterschätzte dabei aber drei freche schwarze Freibauern, die man vorher einfach hätte schlagen müssen. So gab sie die Partie aus der 4. Runde aus der Hand. Es spricht für sie, dass sie danach zu drei Siegen kam und in der 7. Runde dann alles richtig machte. In einer 90- Minutenpartie besiegte sie Timon Howitz. Dieses Mal wurden gegnerische Freibauern klug bekämpft und der eigene verteidigt und nach 76 Zügen Matt gesetzt.

Nelly liegt immer noch vorn, na ja, es gibt vielleicht sowieso zwei Sieger!

Etwas tragisch das Abschneiden unseres Jüngsten, Georg Spinka. Er kann auf jedenfall mithalten, hat so seine Probleme mit der Notation und nach dem hier heiß diskutierten Remis aus Runde 1 gegen Joris Wähler wohl auch etwas Pech. In der Partie gegen Finn Olmse Prudlik (GW Granschütz) hatte er alles richtig gemacht, mit starkem Angriff Dame, Läufer und Turm gewonnen und stand zwei Züge vor dem Matt mit Dame und Läufer. Er war selbst am Zug und bekam wieder ein (ungültiges und absolut unsportliches) Remisangebot und nahm an??! Mit drei Remis hat er 1,5 Punkte, die eigentlich drei sind.

Etwas tragisch das Abschneiden unseres Jüngsten, Georg Spinka. Er kann auf jedenfall mithalten, hat so seine Probleme mit der Notation und nach dem hier heiß diskutierten Remis aus Runde 1 gegen Joris Wähler wohl auch etwas Pech. In der Partie gegen Finn Olmse Prudlik (GW Granschütz) hatte er alles richtig gemacht, mit starkem Angriff Dame, Läufer und Turm gewonnen und stand zwei Züge vor dem Matt mit Dame und Läufer. Er war selbst am Zug und bekam wieder ein (ungültiges und absolut unsportliches) Remisangebot und nahm an??! Mit drei Remis hat er 1,5 Punkte, die eigentlich drei sind.

Mit drei leichten Siegen untermauerte Matti Adelmeyer die Absicht, Malte in der AK u12m bei der LEM 2015zu begleiten. Nur wenig Widerstand von Damian Stettinger (Reideburger SV 1990), nur 10 !!! Züge mit einfachem Matt gegen Florian Grüger und gegen Stefan Neuber (beide SG 2011 Sennewitz) brachten drei Punkte. Arne-Christian Seidel bleibt vorn.

 

Ohne Punkt ist weiter Aveline Hesse in der AK u12w. In einer ausgeglichenen Partie gegen Elisa Prudlik (GW Granschütz) gab sie leichte Vorteile durch Fehler ihrer Gegnerin aus der Hand und verlor noch.

Viel Freude macht auch weiterhin der Auftritt unserer beiden in der AK u14m. Für Lars gab es heute zwei Punkte gegen die Schachfreunde Hettstedt, so gegen Jannek Worlitschek und Florian Dylakiewicz. Spielerisch stark, kämpferisch noch besser. Es macht Spaß mit Lars! Morgen nicht chancenlos im Kampf gegen Maksym Perekhozhuk (USV VB Halle) und mit Justin Schlosser um die Medaillen. Morgenstunde hat Sieg im Munde hieß es auch für Eric Koch in Runde 3. In der Stadtmeisterschaftsrevance gegen Werner Schubert (USV VB Halle) gewann er früh die Dame und eine gute Partie. Justin Schlosser (Reideburger SV 1990) war dann noch zu stark, doch diese Partie muss noch analysiert werden.

Trotz der wenigen Tränen ist der erste Auftritt des SV Roter Turm Halle schon jetzt ein Erfolg.

Hoffen wir, dass aus den heutigen Tränen morgen Freudentränen werden.

***

3.1.2015 | 1. Bericht von Rüdiger Schneidewind:   

Traditionell beginnt das neue Jahr in Sittendorf, wo sich die Besten Schachkinder des Bezirkes treffen. 80 Kinder waren gemeldet, nicht alle reisten an. Das führte zunächst zu einem 90- minütigen Durcheinander.

Das galt nicht für die nun 13 Kinder des SV Roter Turm Halle, die, meist sogar in den auffälligen weißen T-Shirts, pünktlich an ihren Brettern saßen. Ich wies Turnierleiter, Dirk Michael, auf Vereinspaarungen hin und promt waren sie da. Nelly traf in der u8 auf Johann und hier gab es in der AK u8 gleich die erste Sensation. Nelly besiegte Johann, nach einem Dameeinsteller im 17. Zug. Überraschend auch das Kurzremis zwischen Georg Spinka und Joris Wähler nach nur 20 Zügen. Doch hierzu muss im Nachhinein noch einiges gesagt werden. Georg hatte im 19. Zug, nach toller Angriffskombination auf c6 Matt gesetzt. In dieser Situation bot Joris Wähler remis an, was Joachim Donath im Nachhinein als „unsportlich“ bezeichnete. Georg nahm an?! Leider habe ich die Partie erst sehr spät bekommen und zu dieser Zeit hatte sich die Mutti von Joris schon dreimal entschuldigt. Doch der halbe Punkt war trotzdem weg und dieser verhalf Joris dann zur Medaille!

Danach war Nelly spielfrei und Johann traf, leicht erholt, in Runde 2 auf Georg und gewann dieses Mal sicher den ersten Punkt ebenso in Runde 3, weil Timon Horwitz (SF Hettstedt) dieses Mal die Dame einstellte.

Tolles tat sich auch in der AK u10m. Calvin war der erste Sieger nach nur 12 Minuten, nur Eugen Kuppe unterlag in Runde 1. Zur gleichen Zeit starteten Julius Pietsch und Karl-Josef Mielewsky einen unglaublichen Siegeszug. Julius spielte fast schon souverän, löste dieses Mal auch in Runde 2, die Aufgabe gegen Richard Rothe (Reideburger SV 1990) nach 47 Zügen sicher und gewann in Runde 3 gegen Pascal Neuber (SG 2011 Sennewitz). Ein toll aufspielender Karl-Josef besiegte, mit starkem Angriff und tollen Ideen, Nino Faust (SK Roland Weißenfels) und hat jetzt, wie Julius, 3 Punkte. Beide treffen morgen aufeinander. Nicht so gut läuft es für den Zweiten der halleschen Stadtmeisterschaft, Eugen Kuppe. Er unterlag dieses Mal Richard Rothe und auch der Titelverteidiger, Calvin Meurer, tut sich, trotz zweier Siege, etwas schwer. Er unterlag in der 2. Runde dem Nachfolgekandidaten Conner Siebenhüner (SV Sangerhausen).

Erfreuliches gibt es auch von den Mädchen in der AK u10w. Sie spielten meist länger und das Niveau war recht beachtlich. So bei dem Sieg von Charlotte Derling gegen Claudia Nguyen (SV Merseburg), dem Sieg von Kristin Dietz (Reideburger SV 1990) gegen Yara Stowicek (USV VB Halle) oder dem tollen Finale von Luisa Gaschütz in der 2. Runde gegen Melissa Gundermann (Reideburger SV 1990). Leider traf Charlotte dann bereits in Runde 2 auf Yara Stowicek, tauschte aber im Mittelspiel fehlerhaft ab und unterlag in dieser Spitzenpaarung schnell. Dann trafen unsere Beiden direkt aufeinander. Leider konnte ich die Partie nicht analysieren, doch Charlotte gewann ihre zweite Partie und hat jetzt zwei Punkte.

Leider ohne Punkte blieb in der AK u12w Aveline Hesse. Die Gegnerinnen waren Lea Fritsch und Carlotta Schulte (beide USV VB Halle). Patricia hat mit ihr analysiert.

Auch der Auftakt von Matti Adelmeyer in der AK u12m war nicht ohne Probleme. Gegen Oliver Krüger (SF Hettstedt) kam er, im Kampf gegen gefährliche Drohungen, nach 25 Zügen nur zum Remis. Dann gelang ein überzeugender Sieg gegen Martin Gärtner (USV VB Halle) und in der ersten Abendrunde kam es auch hier zum vorweggenommenen Finale zwischen Matti und Arne-Christian Seidel. Beide schenkten sich nichts, Arne war vielleicht etwas aktiver, doch im 28. Zug bot der Reideburger Remis an, was Matti sofort annahm. Hier ist noch einiges möglich.

Der Start unserer beiden u14- Vertreter war ebenfalls recht positiv. Eric Koch wehrte gegen Volker Reger aus Hettstedt alles ab und stand, mit Weiß, beim seinem frühen Remisangebot etwas besser. Das neue alte Mitglied, Lars Jungklaus, besiegte in der 1. Runde Alexander Soukal (SG 2011 Sennewitz), dann traf er auf „Angstgegner“ Lennard Hoffmann (SV Merseburg). Er versuchte bis zuletzt alles, doch Lennards Drohungen waren unwiderstehlich und er musste nach 28 Zügen aufgeben.

* * *


 
Bezirkseinzelmeisterschaft Halle 2014 
 
Turnierberichte von Rüdiger Schneidewind:
3. Tag,  5. Januar 2014:  Die Spannung in den einzelnen Altersklassen war greifbar heute Morgen. 
Ich forderte lange Partien, doch wie so oft in solchen Turnieren ging alles sehr schnell. Johann war der erste: „Gewonnen.“ meinte er kurz, dann konnte ich das Spiel von Nelly gegen Carolin Dietz beobachten, wo es dieses mal kein abgesprochenes Geburtstagsremis gab. Skandinavisch hatte wieder alles geklappt! 
Nelly hatte Turm und Läufer einkassiert und strahlte schon, bis sie die Dame einstellte. Doch sie griff weiter an, dann kam eine Springergabel mit Damegewinn und das Lächeln war wieder da. Charlotte gewann zwischendurch gegen Anton. Und so gratulierte ich 9.25 Uhr unserer zweiten Bezirksmeisterin. 
 
In der u10m tat sich entscheidendes am Spitzenbrett. Marten hatte gegen Alexander Graw eine Figur gewonnen und auch Calvin hatte Richard Rothes Angriff früh gestoppt, setzte alle Hinweise um. Doch dann begann die Tragik in der u12m. Ich hatte einen Traum von: Lars Remis gegen Justin Schlosser und Mattis Sieg gegen Til Paulo. Da traf ich Lars. Der jubelte gegen 9.30. Er hatte, in guter Stellung, im 25. Zug, das Remisangebot von Justin Schlosser angenommen. Doch bei Adelmeyers gab es furchtbare Tränen. Matti hatte sich einzügig Matt setzen lassen. Ich verstand jetzt das Remisangebot von Justin Schlosser etwas besser, betrachte es aber als faire Geste, weil es für Lars die Qualifikation bedeutete und beide u12- Starter der SG Döllnitz weiter waren.
 
Ob mit einer zweiten Medaille (die es dann gar nicht gab!) war noch nicht ganz klar. Nelly kam als strahlende Siegerin ins Zimmer, womit zweimal Silber nach Burgliebenau ging. Es ging Schlag auf Schlag. Als nächstes konnte ich Marten gratulieren. Sein Gegner gab nach 36 Zügen auf. War es der Titel? Dann kam Alexandra Sinner. Auch sie hatte das Open-Finale gegen Julia Faust mit ihrem Turm gegen einen müde gewordenen Springer gewonnen. Calvin gewann seine Partie gegen Richard Rothe, der zum Schluss aussichtslos gegen zwei Damen kämpfte. 
 
Die nächste Sensation brachte ein strahlender Julius Pietsch: „Ich habe gewonnen…“ Er hatte tatsächlich Marten und Calvin (und Sennewitz) geholfen und Martin Gärtner besiegt. In der AK u14 erkämpfte Lukas Hundrieser zum Schluss ein Remis gegen Henning Rudolf. Am längsten kämpfte Luisa Gaschütz gegen Pascal Neuber. Hier fehlte zum Schluss wohl die Konzentration, doch die Entscheidungen in der u10 und u8 waren längst gefallen. Arne-Christian Seidel konnte ich zur Bronzemedaille in der u12m gratulieren. Er hatte wenige Buchholzpunkte Vorsprung vor Lars. Doch wie heißt der neue Bezirksmeister u10m? Calvin 5,5 Punkte 28,0 Buchholzpunkte. Marten  5,5 Punkte 28,0 Buchholzpunkte! Erst die 3. Wertung entschied das Vereinsduell um den Hauch von 1,75 Punkte! Calvin hatte seinen Titel verteidigt und fährt mit Marten und Malte nach Güntersberge!
Die abschließende Niederlage von Kiran gegen Maksym Perekhozhuk in der AK u14 änderte gar nichts mehr. Lukas wurde hervorragender 4. Und Kiran belegte Platz 6.
Dann hieß es lange Warten auf die Siegerehrung. Und dann konnte endlich gejubelt werden. Dreifacherfolg bei den u8- Mädchen! Charlotte hob ihren Mädchenpokal in die Höhe und Dirk Michael unseren u8m- Bezirksmeister, „…damit man Johann Pietsch besser sieht!“ Medaillen gab es leider nicht, trotzdem wurden danach zwei Titelverteidiger geehrt. In der u10 gewannen tatsächlich bei den Mädchen und Jungen die u8- Sieger des Vorjahres mit Calvin Meurer und Kristin Dietz, die das Blitzduell gegen Yara gewonnen hatte.
Fazit: Eine unglaubliche, unvergesslichen, letzte BEM für die SG Döllnitz mit vier Titeln und 9 Medaillen und 5 Qualifizierten für Güntersberge (ohne AK u8).
 
2. Tag,  4. Januar 2014: Und dieser erste Tag fand im zweiten Tag dieser unglaublichen BEM noch eine Steigerung! Zuerst kam die Positivmeldung aus „einer Ecke“ wo man sie nie vermutet hätte, von den Mädchen! Julia Klaus stürzte nach 15 Minuten ins Zimmer und hatte, mit bösen Tricks (und gutem Spiel!) eine untröstliche Julia Faust, nach nur 18 Zügen besiegt. Nach dem verdienten Erfolg von Alexandra Sinner gegen Julia ist das Mädchen-Open, was eigentlich keines ist, wieder völlig offen. Alexandra hat morgen ein echtes Finale.
Dann ging die Erfolgsstory unsere u8- Zwerge (der Titel hat noch kein Copyright!) weiter. Nicht das die Leute schon oh und ah rufen, aber Bewunderung für eine zweistündige gutklassige und spanende u8 Partie wird doch erlaubt sein. Johann und Charlotte schenkten sich nichts. Charlotte kam in die Zeitkontrolle und setzte mit klarem Plan nach 59 Zügen, knapp zwei Minuten vor dem Blättchenfall Matt, ein Höhepunkt dieser BEM! Und in dieser Runde gab es weiterer Glanzpunkte. Luisa besiegte zum ersten Mal in einem großen Turnier Uta Gärtner. Uta fand nicht die richtige Gegenwehr und nahm zudem einen geopferten Turm und wurde mit Läufer und Turm Matt gesetzt. Nelly Adelmeyer, zu Beginn mit einigen Problemen gegen Pascal Neuber verteidigte sich zunächst. Doch Pascal hatte eben keine Mattidee (mit Springer und Dame) und mit Dameschachs wurde noch keine Partie gewonnen. Zudem stellte Pascal einfach einen Turm ein. Nelly brauchte für ihren „Gegenschlag“ dann nur 6 Züge bis zum Sieg. Doch in der der darauffolgenden Partie gab es Tränen bei unserer „Burgliebenauer Kämpferin“. Nach dem Sieg in Sebnitz war sie dieses Mal gegen Johann im Bauern-Turmendspiel durch einige Ungenauigkeiten am Ende ohne jede Chance. Johann tauschte im richtigen Moment die Türme und gewann nach 61 Zügen. Und Johann zeigte sich, nach der Niederlage gegen Charlotte, gut erholt und besiegte auch noch Luisa. „Ich war müde…“, behauptete Luisa, die eigentlich eine gute Partie gespielt hatte und sich dann einfach auf g2 Mattsetzen ließ, schade!? Oder nicht schade, weil so stand, kurz nach 16.00 Uhr unser erste Bezirksmeister fest! Johann Pietsch kann in der Jungenkonkurrenz nicht mehr eingeholt werden!
Und auch der zweite (fast sichere) Titel hat mit Luisa zu tun. Charlotte ließ ihr keine Chance und nach Charlottes Sieg in der Nachmittagsrunde mit Springer und Dame gegen eine mutlose Uta Gärtner ist ihr der Mädchentitel wohl nicht mehr zu nehmen. Am Ende dieses Tages lohnt ein Blick auf die u8- Liste: Platz 1-4 SG Döllnitz! „Ihr habt in Zukunft eine starke Truppe“, meinte schon gestern Ingo Braussemann aus Sennewitz. Ja, wenn sie keiner abwirbt! Überhaupt gab es viel viel Lob auch von anderen Trainern und Eltern für das vorbildliche Auftreten unserer Jüngsten, die als einzige alle ihre Partien aufschreiben und meist am längsten spielen.
Dies gilt uneingeschränkt auch für die Altersklasse u10m, die wie immer, dramatische Züge annimmt. Da es nur drei Plätze für die LEM in Güntersberge gibt, scheint der Kampf auf den Brettern in diesem Jahr noch härter zu sein. Dennoch begann auch die u10m erfolgreich, mit kleineren Wermutstropfen. So gab es früh das unumgängliche Vereinsduell Marten gegen Calvin. Marten ließ sich vom zügigen Spiel Calvins leider anstecken und im „Kinderblitz“ ist Calvin eben besser. Marten stellte irgendwann die Leichtfigur ein und ein Springer erledigte alles und machte Calvin zum Turnierfavoriten. Irgendwelche Punkte, eigentlich zwei, gab es auch für die „Enttäuschten“ des Quartetts. Karl-Josef Mielewsky dominierte klar gegen einen viel zu vorsichtigen Emil zur Nieden (ehemals KITA Weinberg, jetzt USV VB Halle) und Julius versuchte mit zwei Türmen und zwei Bauern mehr(!) Nino Faust aus Weißenfels Patt zu setzen, was auch gelang. Es dauerte eine kleine Weile, auch Marten wieder aufzurichten. Er traf in Runde 5 auf Martin Gärtner (USV VB Halle) und zeigte jetzt seine große Stärke der letzten Wochen: sich nach einer bitteren Niederlage wieder zu steigern. Dieses Mal hatte er, mit Weiß, den Springer mehr und gewann sicher. Spannend auch die Partie am Spitzenbrett. Calvin traf auf Stefan Neuber (SG 2011 Sennewitz), hatte eine Figur mehr, aber es auch mit starken Türmen auf seiner vorletzten Reihe zu tun. Calvin spielte das stark, setzte auf Gegenangriff und als der Sennewitzer den Turmverbund auflöste ging es sehr schnell in einer langen Partie. Calvin war plötzlich neuer Spitzenreiter! Und auch Julius Pietsch fuhr gegen Emil zur Nieden mit starkem Mattangriff auf g7 mit Läufer, Dame und Turm den ersten Sieg ein. Nur Karl-Josef verdarb den Totaltriumph in dieser Runde durch eine Niederlage gegen Alexander Graw, dessen Gesamtbilanz gegen Döllnitz nun 2:1 für den Hettstedter steht. Wir können aber morgen noch ausgleichen!
Dramatisch wurde es dann aber in der vorletzten Runde, vor allem in der letzten Partie, die zahlreiche Zuschauer bis zum bitteren Ende anschauten. Martin Gärtner traf auf Calvin Meurer. Calvin wäre mit einem Sieg fast Bezirksmeister gewesen. In der Eröffnung hatte Calvin deutlich ein Übergewicht. Der Merseburger Betreuer, Wolfram Richard, meinte zu mir: „Das war ganz stark von „Deinem“ gespielt!“ Was war geschehen? Calvin hatte durch ein Abzugsschach die Dame gewonnen und eigentlich auch die Partie. Doch warum er nicht ruhig und konzentriert den so wichtigen Erfolg „nach Hause“ brachte konnte ich nicht verstehen. Er erhöhte das Spieltempo, wurde immer schneller (und überheblicher??). Nur wenige Züge später gewann Martin Gärtner, mit fast genau der gleichen Drohung, die Dame zurück und hatte plötzlich zwei Leichtfiguren mehr. Calvin gab zwar nicht auf und kämpfte im Bauernendspiel gegen einen Freibauern und einen mächtigen Springer. Aber Martin spielte das klug zu Ende. In der 19.00- Analyse mit beiden habe ich vielleicht etwas zuviel mit Calvin geschimpft. Aber er sollte lernen, dass man nie zu früh jubeln darf und man ruhig und konzentriert weiter spielen muss.
Kurz vorher hatte Marten Wittig Lennart Isensee, nach starker Leistung, besiegt. Karl-Josef  besiegte in einer starken Partie, vor den Augen seiner AG-Trainers, Joachim Donath, Richard Rothe, der nach der Partie nicht einmal den Notationszettel haben wollte „weil er verloren habe…“ Und auch Julius siegte weiter und besiegte Damian Stettinger (Reideburger SV 1990). Was für ein Tag. Was die Spannung betrifft, dürfte es morgen noch eine Steigerung geben. Im Moment liegt die SG Döllnitz auch hier doppelt vorn! Calvin führt vor Marten unglaublich, wenn das so bliebe!
Und auch in der u12 liegt die SG Döllnitz derzeit ganz mit vorn! Dort gab es heute 4,5 Punkte aus 6 möglichen und keine einzige Niederlage. Und das kam so: Matti Adelmeyer löste die erste Aufgabe des heutigen Tages mit dem und unbekannten Jonas Lenz (SF Hettstedt) am Ende souverän. Nur Lars hatte so seine Probleme mit Liam Klaus (Reideburger SV 1990). Augenzeugen behaupteten sogar, er hätte etwas weniger gehabt. Doch er rettete sich ins Remis. Allerdings ist das ein halber Punkt, der fehlen kann. Zwei Remis gab es dann in Runde 5. Beide wertvoll. Matti schaffte es am Spitzenbrett, mit starkem Spiel gegen Justin Schlosser (ebenfalls Reideburger SV 1990). Und auch Lars steigerte sich weiter gegen Toni Hackl (Naumburger SV 1951). Plötzlich war Matti sogar vorn und Lars, mit Anschluss, Fünfter der Tabelle. Und in der Abendrunde gab es dann sogar zwei Siege! Matti verteidigte sich zunächst geschickt gegen Toni Hackl, lehnte aber ein Remisangebot ab und gewann dann. Lars hatte starken Angriff gegen Jonas Lenz, gewann ebenfalls und ist neuer Dritter. Matti liegt vor der letzten Runde mit hauchdünnem Rückstand in der zweiten Wertung hinter Justin Schlosser auf Rang 2, ist aber bereits für Güntersberge qualifiziert!!
Hoffen, Bangen, Jubel, Rückschläge – das kennzeichnete das Geschehen in der AK u14m. Familie Hundrieser, die zu Gast war, konnte vieles hautnah miterleben. Aber auch hier von Anfang an:
Lukas traf es am härtesten. Wenn man aber die Favoriten ärgern will, muss man aber damit leben! In der Morgenrunde traf Lukas Hundrieser auf Maksym Perekhozhuk (USV VB Halle). Wir hatten uns etwas vorbereitet, indem wir eine Partie von Robert Stein zu Rate gezogen hatten, sehr lehrreich! Und Lukas setzte alles um. „Ich hatte einen Bauern mehr, aber wenig Zeit…“, kommentierte ein stark spielender Lukas sein Remis, das Maksym nach 21 Zügen angeboten hatte, selbst. Dann kam es wieder zu einer Mammutpartie gegen Heinz Embacher (Naumburger SV 1951). Lukas lehnte ein Remisangebot von Heinz ab und rechnete im ungeliebten Bauernendspiel richtig. Sein Sieg nach über dreieinhalb Stunden und 76 Siegen löste Begeisterung nicht nur bei der Familie aus und Lukas rückte auf Platz 3 vor. Doch Lukas hatte kein Glück mit der Auslosung, er bekam den Favoriten Aaron Gröbel zugelost. Es spielte große Erfahrung gegen Neueinsteiger und so hatte Lukas, trotz aller Bemühungen, keine wirkliche Chance gegen einen aggressiv spielenden Helbraer. Er gab nach 28 Zügen auf, fiel auf Platz 4 zurück und darf morgen, mit der zweithöchsten Bucholzwertung (die ihm aber wohl nicht viel nützen wird) gegen Rudolf Henning spielen. Trotzdem, schon jetzt ein toller Auftritt von Lukas!
Auch für unseren zweiten Starter, Kiran Erl, war es, nach der gestrigen Niederlage gegen Lukas, ein guter Tag, weil er sich nicht aufgab und um eine gute Endplatzierung kämpfte. Nach seiner wohl bisher besten Partie gegen Alexander Murzin (SK Roland Weißenfels), die er gewann, traf er sofort auf den Favoriten Aaron Gröbel und spielte auch hier stark: „Ich habe dann falsch abgetauscht…“ berichtete er und musste nach 48 Zügen aufgeben. Doch auch die dritte Partie von Kiran, in der Abendrunde gehört sicher zu den guten. Nach rund 90 Minuten besiegte er Volker Reger und ist nun Sechster.
Wieder geht ein Supertag zu Ende. Doch was wird der morgige bringen. Überall steht noch eine, entscheidende Runde aus.
 
1.Tag, 3. Januar 2014: Jahreswechsel überstanden?! Und schon ruft der erste Schachhöhepunkt. So ist es seit ewiger Zeit und auch 2014 beginnt das Schachjahr traditionell mit dieser BEM Halle. 14 Kinder in 5 Turnieren sind von der SG Döllnitz mit dabei, rund 80 Starter sind es wohl insgesamt.
Da ist es gar nicht so einfach, die Übersicht zu bewahren und niemanden zu vergessen, nach dazu nach drei spannenden Runden.
In der Altersklasse u8 ist ein sehr ausgeglichenes Feld am Start. Mädchen und Jungen spielen ein gemeinsames Turnier. Für die SG Döllnitz begann es mit tapfer unterdrückten Tränchen von Charlotte Derling. Innerhalb von 25 Minuten hatten sie gegen Carolin Dietz (Reideburger SV 1990) zwar zwei (Frei)-Bauern mehr, doch Charlotte wurde einfach Grundlinienmatt gesetzt. Glanzvoll abgeschlossen wurde die Runde jedoch mit drei Siegen. Nelly Adelmeyers weißer Angriff gegen Uta Gärtner (USV VB Halle) war unwiderstehlich. Schon wollte ihr Uta zum Matt die Hand reichen, da erhielt sie vom Nachbarn den Tipp: „Das ist kein Matt, Du kannst noch den Springer dazwischen setzen…“ Doch Nelly ließ sich davon nicht beeindrucken und gewann sicher. Konzentriert und ruhig spielte auch Luisa Geschütz. Sie sah fast alle Drohungen (bis auf eine, da half auch das Glück). Dann spielte sie mit klarem Mattplan zu Ende und gewann. Toll auch die Partie von Johann Pietsch gegen den Kreismeister Pascal Neuber (SG 2011 Sennewitz). Nach starker (neuer) Eröffnung folgte auch noch ein starker Schluss und die Revanche für die Niederlage bei der KEM in Merseburg.
Erfolgreich auch der Auftakt in der AK u10m, weil es gab keine Niederlage! Marten Wittig startete mit einem Sieg über Taylor Lehmann (SF Hettstedt). Ein gerechtes Remis gab es im letzten BEM-u8m Finale zwischen Lennart Isensee (ebenfalls SF Hettstedt) und Calvin Meurer und auch zwischen Julius Pietsch und Karl-Josef Mielewsky. Am Anfang war Julius deutlich stärker, doch Karl-Josef zerstörte die Königsstellung von Julius und so war es ein ausgekämpftes Unentschieden. Auch in der AK u12 hatte es gleich zu Beginn ein Vereinsduell gegeben. Matti Adelmeyer beherrschte Lars mit Weiß ziemlich sicher und gewann, nach 44 Zügen, durch Aufgabe.
In der u14m werden ja erstmals auch 7 Runden gespielt. Kiran Erl startete mit einem Remis, nach nur 13 Zügen gegen Matty Silz. Der Sangerhäuser hatte angeboten und Kiran nahm, nach ca. 90 Minuten an. Da spielte Lukas Hundrieser allerdings noch. Alexander Murzin hatte ihm freundlicherweise im 17. Zug die Dame geschenkt, doch Lukas wollte zuviel, geriet zunehmend in Bedrängnis, stellte im 22. Zug selbst einen Turm ein und unterlag nach 32 Zügen und ärgerte sich nicht zu unrecht über einen leichtfertig verschenkten Punkt. Das darf in der Familie Hundrieser nun aber nicht zur Tradition werden!
„Weihnachtsturnierpartnerin“ (von Lukas) Nelly hingegen siegte weiter. In Runde 2 war ausgerechnet Luisa das „Opfer“. Skandinavisch klappte wieder mal alles und nach 22 Zügen war der 2. Punkt auf dem Konto. Allerdings gab es in der AK u8 etwas Verwirrung wegen Schweitzer- oder Rundensystem. Doch Programme und die Mathematik kann man eben nicht austricksen. Doch unsere Kinder störte das wenig. Johann besiegte Carolin Dietz in nur 14 Zügen, einfach stark, und auch Charlotte Derling gewann mit starkem Mattplan gegen Pascal Neuber in einer von beiden erneut sehr guten Partie. Also erneut 3 Punkte auf unser u8- Konto.
Mit Richard Rothe (Reideburger SV 1990) erhielt Marten einen schwierigen Gegner in Runde 3. Doch obwohl Richard aggressiv und ideenreich angriff, wehrte Marten ruhig alles ab. Beim zu schnellen Spiel des Reideburgers kamen dann die Fehler und Figurenverluste und die letzte übersehene Drohung führte zum Matt. Julius spielt auch weiterhin etwas unglücklich. In Runde 2 unterlag er Alexander Graw (SF Hettstedt), während Calvin gegen Karl-Josef Mielewsky seinen ersten vollen Punkt gewann.
Fast volle Punktzahl in Runde 2 bei der u12m. Lars gewann mühelos gegen Oliver Krüger (SF Hettstedt). Spannender war`s bei Arne-Christian Seidel (Reideburger SV 1990) gegen Matti. Doch eigentlich war es nach 30 Zügen wohl für Matti gewonnen. Er hatte zwei Türme gegen Springer und Turm. Doch Arne konnte sich mit dem starken Springer befreien, kämpfte dagegen und hatte bei seinem zweiten Remisangebot vielleicht sogar die aktivere Stellung.
Spannend auch das Vereinsduell in dieser 2. Runde in der AK u14m. Doch Lukas Hundrieser hatte sich von der unglücklichen Auftaktniederlage erholt und besiegte Kiran Erl, nach 81 Zügen. Kiran gab kurz vor dem Matt, nach zwei Stunden, auf.
Kurz müssen auch die Mädchen erwähnt werden, obwohl beide spielerisch eigentlich lieber anonym bleiben müssten. Bis auf die Tatsache, dass Julia Klaus in dieser 2. Runde in einer schwachen Partie Alexandra Sinner unterlag, gab es gegen Julia Faust (SK Roland Weißenfels) verdiente Niederlagen beider. Angeblich soll es da eine Doppelrunde geben. Also morgen alles noch einmal, für mich völlig sinnlos, aber na ja.
Und weiter geht`s im „Sauseschritt“, wir nehmen die dritte Runde mit. Gibt es denn einen Grund poetisch ins Schwärmen zu kommen? Ja den gibt es und der heißt Johann Pietsch! Was war der 6-jährige heute gut drauf! Er gewann auch Partie Nummer 3 gegen Anton Palfi aus Hettstedt (und damit auch gegen den zweiten Jungen) und führt damit mit drei aus drei! Charlotte siegte im heimlichen Mädchenfinale überzeugend gegen Nelly. „Ich habe wirklich schlecht gespielt…“, kommentierte Nelly ihre bisher schwächste Partie. Oder war Charlotte zu stark? Etwas überraschend hingegen der überlegene Sieg von Luisa Gaschütz gegen Carolin Dietz. Jedenfalls gab es wieder drei Punkte für unser u8- Quartett. Unsere Mädchen haben jetzt alle 2 Punkte, was viel Spannung für morgen verspricht.
Nochmal Tränen dann in der u10m. Richard Rothe fand im unvorbereiteten Julius, trotz Warnung vom Trainer, eine neues „Opfer“ und ließ ihm keine Chance. Calvin gewann gegen Alexander Graw, einen angeblich „leichten Gegner“ wie Calvin meinte, und Marten erkämpfte gegen einen stark spielenden Stefan Neuber (SG 2011 Sennewitz) ein verdientes Remis und liegt mit ihm an der Spitze.
Abendrunden gab es für die u12m und die u14m. Speziell unsere beiden u12- Jungs hatte viel Freude und Spaß. Lars traf mit Schwarz auf den „Nachrücker“ Max Stadermann (SV Sangerhausen) und konnte seine Schachkünste in jeder Hinsicht entfalten („Ich hatte eine Dame mehr…“) Nun waren es zwar nur Turm, Läufer und Bauer, aber im Prinzip hatte er ja recht. Nach 22 Zügen hatte auch Lars Punkt Nummer 2 genau wie Matti Adelmeyer. Justin Glöckner (Naumburger SV 1951) muss derzeit schlecht träumen, wen er gegen unsere Kinder spielen muss, denn Matti gewann nach 33 Zügen überzeugend, nach wenig Gegenwehr. Im 6. Zug hatte Justin mal Remis geboten…
Ganz sicher kam auch Kiran Erl in der AK u14m zum ersten Sieg! Florian Dylakiewicz (SF Hettstedt) gab nach 27 Zügen auf. Über zwei Stunden und wieder als Letzter kämpfte Lukas Hundrieser  gegen  Otto Embacher (Naumburger SV 1951). Mit schönen Ideen, wenn auch erneut nicht ganz fehlerfrei, gewann er (20.34 Uhr) seinen zweiten Punkt. Maximale Ausbeute also auch bei den „Großen“.
Ein starker Tag für die SG Döllnitz in Sittendorf.  Von etwa 50 Partien habe ich rund die Hälfte ausgewertet, das Trainerleben ist eben kein leichtes!
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