Aktualisiert:  22. Mai 2016
 
 
Deutsche Jugend-Einzelmeisterschaften 2016

22.5.2016 | von JD:  Vom 14. bis 22. Mai 2016 wurden die Deutschen Jugend-Einzelmeisterschaften in den Altersklassen U10 bis U18, U25 Open und einem U9 Open-Kinderturnier in Willingen (Sauerland) ausgetragen.  Die Schachjugend Sachsen-Anhalt war mit 32 Aktiven vertreten, die am Ende eine Silbermedaille durch Fiona Sieber  und eine Bronce-Medaille durch Jonas Roseneck (beideAE Magdeburg) erkämpften. 

Foto DSJ/Turnierseite

 

Die Deutschen Jugendmeister 2016

U10
  Bao Anh Le Bui, SV Mattnetz Berlin (BER)
U10w
  Svenja Butenandt, TV Tegernsee (BAY)
U12
  Ruben Köllner, SV Bergneustadt/Derschlag (NRW)
U12w
  Vitalia Khamenya, SK Gräfelfing (BAY)
U14
  Luis Engel, Hamburger SK (HAM)
U14w
  Jana Schneider, Spvgg Stetten (BAY)
U16
  Konstantin Urban, SK Heidenau (SAC)
U16w
  Katrin Leser, SV Weingarten (WÜR)
U18
  Denis Gretz , SK Königsbrunn (BAY)
U18w
  Jana Böhm, SV Hellern (NDS)
 
ODJM A
  
   Xianling Xu , SG Porz (NRW)
ODJM B
   Marvin Müller, Hamburger SK (HAM)

Herzliche Gratulation!

 
 

Deutsche Jugend-Einzelmeisterschaften 2015 
 23. bis 30. Mai 2015 im Sauerland Stern Hotel Willingen    

31.5.2015 | von JD:  Die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften in den AK U10 bis U18 sind Geschichte. 

Ergebnisse  der Schachjugend Sachsen-Anhalt > 

 
Herzliche Gratulation!
 
Sachsen-Anhalt (Foto li.) vertraten 26 Teilnehmer (17m/9w) und konnte mit Josefine Heinemann der Deutschen Meisterin U18w und Nathalie Wächter der Deutschen Vize-Meisterin U16w gratulieren.  
 
GS Neumarkt Halle war mit Kristin Dietz in U10w und Johann Pietsch im Kinderturnier U9 vertreten.  Endtabelle U9 >
 
 
 
Rüdiger Schneidewind (SV Roter Turm) berichtet aktuell von der DJEM 2015 aus Willingen  

30. Mai 2015, der 7. Wettkampftag:   Der letzte offizielle Turniertag mit der letzten Runde. Julius spielte, wie erwähnt gegen Mädchen Nr. 5 und das vierte Mädchen in Folge. Malte bekam mit Weiß Maximilian Glaser (Hagener SV) zum Gegner. 

Malte begann sehr aggressiv mit klaren Zielen. Sein Gegner half dann im 22. Zug mit einem Figureneinsteller kräftig mit und gab im 22. Zug, nach knapp 90 Minuten, auf. 4. Punkt für Malte. Auch Julius hatte sich zu Beginn gut verteidigt, gewann dann eine Figur und die Partie. Zwei Siege also zum Abschluss, toll! Beschlossen wurde die DEM mit einem Familienturnier und der Abschlussfeier. 

Sachsen-Anhalt hat eine Deutsche Meisterin in der u18w, Josefine Heinemann (Anm.JD)der ich kurz nach Partiegewinn gratulieren durfte, eine unglückliche Zweite in der u16w Nathalie Wächter (Anm.JDund einige gute Platzierungen, so Hugo Post mit Platz 10. Einige verspielten tolle Platzierungen in der letzten Runde.

Malte und ich entschlossen sich, nach dem Mittagessen die Zimmer zu räumen und abzureisen. Inzwischen sind wir, nach dreieinhalb Stunden Fahrt, im richtigen Halle zu Hause, nach erlebnisreichen und tollen Tagen in Willingen.

29. Mai 2015, der 6. Wettkampftag:   Zunächst gibt es von gestern einiges nachzutragen, zum Beispiel die Ergebnisse vom Blitz. Das Team Sachsen-Anhalt 01 wurde von 42 Mannschaften immerhin 12. Interessant auch der Blick in einige Einzelpaarungen, so Johann Pietsch gegen Bennett Schnabel (0:1), Malte Hundrieser gegen Sander Breitzmann, derzeit Zehnter im Hauptturnier u12m, (0:1, hier fehlten Malte 6 Sekunden!), Malte Hundrieser gegen Jan Helmer (ein weiterer Spitzenspieler der u12m) ½ : ½ oder Johann Pietsch gegen Bao Anh Le Bui (0:1). Übrigens: die Favoriten hatten einen Wertungsschnitt von 2222! (Wir hatten fast 1000 weniger!). Aber es hat viel Spaß gemacht mit den beiden.

Dann musste Gedeon Hartge und sein Vati gestern krankheitsbedingt leider abreisen. Gute Besserung und alles Gute Gedeon!

Mit der Schachhymne „Schwarz oder Weiß“ ging es dann heute morgen wieder an die Bretter. In der u10 traf Julius auf Mädchen Nummer 3, die Deutsche Vizemeisterin u10w 2014, Antonia Ziegenfuß (SV Breitenworbis). Julius saß übrigens neben seiner Vortagsgegnerin, Kristin Dietz, und auf beiden Brettern ging es von Beginn an interessant zu. Kristin wählte zur Verhinderung des Damengambits die Polnische Verteidigung 1. ...b5 und bei Julius wurde Sizilianisch, die O` Kelly-Variante vorbereitet und gespielt. Und Julius zeigte auch in dieser Partie als klarer Außenseiter, dass er hier mithalten kann. Bis zum 32. Zug stand er sogar im Plus (2,0). Zug Nr. 33. Da5 führt ins Remis. Ein kleiner Fehler kostete dann zwei Züge später diese gute Partie.

Eine starke Partie war heute Vormittag auch von Hugo Post gegen Daniel Sulayev (Schachpinguine Berlin) zu sehen. Hugo gewann mit starkem Angriff und hat sich in der Spitze der u12m festgesetzt. Und auch Robert Stein bot starkes Schach, vor allem Endspiel mit starkem Läufer im Landesduell u14m gegen Jonas Roseneck.

Ich war heute vormittag auch in der fast vier Stundenpartie zwischen Finn Olmse Prudlik gegen Angelina Jacoby im u25B – Open. Hier trafen die Jüngsten des Feldes direkt aufeinander und kämpften erbittert mit Turm und Dame. Die Brandenburgerin hatte allerdings zwei Bauern mehr und bot, in klarer Gewinnstellung, noch Remis an. Finn lehnte cool ab und wurde 10 Minuten später genau so cool Matt gesetzt. Mir schien es so, als wenn bei Angelina Jacoby (SF Groß Schönebeck), 10 Jahre, aus Angst Wut und Mut wurde. Und plötzlich fand sie die Züge zum Matt. Eine unterhaltsame Partie, die mir beim Zuschauen viel Spaß gemacht hat.

Aber zurück zu unseren beiden. Malte traf auf Maik Zesewitz (SF Friedrichshagen/DWZ: 1628). Er hatte mit Schwarz die Initiative und griff an, doch sein Gegner hatte auch einige Drohungen und so einige man sich, wieder fast zeitgleich mit dem tragischen Ende bei Julius auf Remis.

Allerdings hatte Julius am Nachmittag noch eine Runde und wieder war der Gegner eine Gegnerin in Form von Mirjam Peglau (SV Bannewitz). Doch schon das Italienisch von Julius war schlecht und auch die Partie. Die Sächsin spielte im wahrsten Sinne des Wortes mit Julius. Es war die kürzeste und schlechteste Partie hier, aber auch der Rest in u10 und u12 hatte heute Nachmittag nicht den besten Tag.

Dafür gab es für Malte noch einen Höhepunkt: das Simultan gegen GM Niclas Huschenbeth.Insgesamt rund 30 Teilnehmer wollten den Großmeister schlagen und für Sachsen-Anhalt waren Karl Jacob (SF Hettstedt) und unser Malte Hundrieser dabei. Während der Hettstedter als einer von zwei Siegern nach fast genau drei Stunden jubeln konnte, gehörte Malte zu den zwei letzten Brettern. Er hatte gut gespielt, mutig begonnen, zwar einen Bauern weniger, geriet am Ende am Königsflügel aber in Bedrängnis und kämpfte verzweifelt um das Remis. Doch nach über dreieinhalb Stunden musste er aufgeben, ärgerte sich dann aber in der Analyse, gleich zu Beginn, einen Figurengewinn übersehen zu haben.

Ein kleiner Abendspaziergang nach Abendessen und Analyse, ein Besuch bei Familie Pietsch, um Julius wieder etwas aufzurichten (er trifft morgen schon wieder auf ein Mädchen, auf Alicia Orlova, nein kein Mädchen aus Tschechien, sondern von den SF Gerresheim aus Nordrhein-Westfalen).

28. Mai 2015, der 5. Wettkampftag:   Ein wunderschöner Tag in Willingen begann mit einer kurzen Vorbereitung von Julius. Wir tippten auf Spanisch und behielten Recht. Beide hatten sich offensichtlich mit der Theorie beschäftigt und so kam nach 3. ...Sf6 4. 0-0 d6 5.Te1 Lg4. 

In der „kiebitzfreien Zeit“ besuchte ich die Informationsveranstaltung von Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler über die anstehenden internationalen Meisterschaften. Es gab Hinweise zu Nominierungen für Europa- und Weltmeisterschaften und Antworten auf Fragen. Mich interessierte vor allem das scheinbare (DSB)- Problem der u8 Mädchen und so stellte ich die Frage nach den Kriterien, natürlich mit den Hintergedanken Nelly Adelmeyer. Kurz und gut, war mal interessant, sich in dieser Hinsicht zu informieren. Und gleich weiter mit der Info ging es mit der spannenden Live-Kommentierung von GM Artur Jussupow und GM Niclas Huschenbeth. Zwei Partien waren in der Analyse Vincent Keymer gegen Raphael Lagunow und Melissa Fesselier gegen Josefine Heinemann.

Inzwischen war die kurze Landespartie bereits zu Ende und ein Remis stand an der Ergebnistafel, ein wohl gerechtes Ergebnis nach 31 Zügen.

Malte hingegen spielte heute seine bisher längste Partie von fast vier Stunden, wurde aber für sein mutiges Spiel nicht belohnt, weil sich wieder kleinere Fehler und übersehene Gegendrohungen einschlichen. Ein freistehender König, zwei Türme seines Gegners gegen die Dame (ein Motiv, was man hier öfters sieht). Sein Gegner gewann beide Läufer von Malte durch Fesselungen und setzte am Ende noch Matt. So war gegen 13.00 Uhr der offizielle Wettkampfteil beendet und die Vorbereitungen für den Zweiermannschaftsblitzwettbewerb (was für ein Wort mit 32 Buchstaben) begannen. Dieser begann etwas verspätet. Zwei Mannschaften aus Sachsen-Anhalt waren dabei. Malte spielte mit Johann Pietsch und Robert Stein mit Fin Prudlik, zwei Vereinsmannschaften sozusagen. 7 Runden wurden gespielt und unsere beiden machten das eigentlich richtig gut. Gegner waren „Die Berliner Mauer“, „Die Wikinger“, „Ihr Bauern, wir Könige“ oder „Suchtgefahr“. Es gab vier Erfolge des Teams Sachsen-Anhalt 01 und drei Niederlagen, Malte erkämpfte 4,5/7 und Johann tolle 4 aus 7. Robert Stein gewann alle Spiele und auch Fin konnte in Runde 7 einen Punkt erkämpfen. Spannend und gutklassig war es auf jedenfall und es war auch alles dabei: knappe Siege nach Zeit, übersehene Schachs, dreifache Zugwiederholung und vieles mehr. Auch ein Höhepunkt der DEM.

27. Mai 2015, der 4. Wettkampftag:   Nach der Information, dass es Julius gut geht, Maltes späten Zwangsfrühstück und dem Studium der Landesseite unseres Schachverbandes war ich heute morgen eigentlich ganz zufrieden. Julius saß pünktlich 8.45 Uhr am Brett, mit Stift vom Trainer, und bekam das vorbereitete „Französisch“ von Nico Antonie Schauties (SV Mattnetz Berlin), e5 war mit Weiß angesagt, okay, 2. Frühstück mit Malte.

Unter der Überschrift „Erfolgsgeschichte unserer weiblichen Jugend...“ gab es dann auf unserer Landesseite den Glückwunschnachtrag für Nelly, vielen Dank.

Bei Julius muss es ein recht turbulenter französischer Vormittag gewesen sein, auch mit einigen Aussetzern beider, denn am Ende spielten zwei (verbundene) schwarze Türme gegen die Dame von Julius und so entschloss er sich über die dreifachen Stellungswiederholung nach etwas mehr als 90 Minuten klug ins Remis überzuleiten. Ist völlig in Ordnung oder gab es da doch einen Gewinnweg?

Der (kleine) Langschläfer in meinem Zimmer musste heute Vormittag nicht spielen. Und da Tatjana die Vorbereitung der Nachmittagsrunde vorzog, entschloss ich mich, mit ihm zur Mühlenkopfschanze von Willingen zu wandern. Eine schöne Wanderung, eine interessante Anlage zum Skispringen (hier werden auch Weltcups ausgetragen), wir standen sogar am Schanzentisch und 90 Minuten an frischer Luft haben, glaube ich, auch Malte gut getan, hat sich auch beim Wandern wacker gehalten.

Dann ging es aber schon in die nächste Runde. Julius hatte „Farbwechsel“ und damit zum zweiten Mal Weiß heute, gegen Aaron Breß (SAV Torgelow) und Malte musste mit Schwarz gegen Dominik Wieber (SV Schott Mainz/ DWZ: 1778) ran. In beiden Fällen kam Sizilianisch auf das Brett. Und nach fast drei Stunden beendeten beide, fast zeitgleich, ihre Partien. Die Partie von Julius war vor allem von Taktik geprägt. Julius spielte fehlerfrei und versuchte bis zuletzt alles, um zum vollen Punkt zu kommen. Doch nach dem Gewinn von d6 schlug sein Gegner, mit fast 30 Minuten weniger Zeit, am Dameflügel zurück. Und am Ende blieben je ein Turm, ein Springer und zwei Bauern und so gab es ein gerechtes Ergebnis, bei dem sich zum Schluss sogar beide Väter gratulierten! Wieder eine gute Partie, ein ganzer Punkt heute und nicht verloren, weiter sehr sehr erfreulich, bin stolz auf Julius!

Bei Malte (re) hingegen war es komplizierter. Er geriet, nach einem erbitterten Schwerfigurenkampf um den h- Bauern in ein Bauernendspiel mit ungleichfarbigen Läufern. Malte hatte einen Bauern mehr und sein höher eingeschätzter Gegner war froh, ins Remis gekommen zu sein.

Trotzdem waren die Teilnehmer unseres Vereins heute nicht zu bezwingen, erkämpften 2,5 Punkte. Damit die Tagessumme stimmt, sei noch erwähnt, dass Frank Pietsch im Dabei-Cup gegen einen KIKA – Teilnehmer, Valentin Wehrle aus Baden gewann, also drei Remis und ein Sieg!

Habe heute auch mal nach unseren kleineren, also u10 Mädchen, geschaut. Als wenn ich es geahnt habe. Waren beiden recht angriffslustig. Kristin Dietz hatte es vor allem mit Bauernendspielen zu tun, löste das aber sehr gut und erkämpfte 1,5 Punkte heute. Elina Heutling (Schachzwerge Magdeburg) gewann zweimal mit Schwarz und guten Mattideen.

Morgen gibt es dann nur eine Runde und wieder ein Landesduell: Kristin Dietz mit Weiß gegen Julius Pietsch, mal sehen!

26. Mai 2015, der 3. Wettkampftag:   8.30 Uhr war Rundenbeginn für die beiden Jungs unseres Vereins, beide „gut drauf“ wie man so sagt. Julius, allerdings nicht ganz gesund, hatte mit dem früheren EM-Teilnehmer Laurin Haufe von der BSG Grün-Weiß Leipzig nicht nur einen „alten Bekannten“, sondern einen sehr interessanten Gegner erhalten. Ich rüstete ihn noch mit Stift (natürlich) und einer Packung Taschentücher aus (muss ein Trainer für alle Fälle haben) und dann ging es los. Doch auch in seiner zweiten Schwarzpartie hatte er, mit Sizilianisch, erhebliche Probleme mit dem Figurenaufbau. Laurin nutzte diese Nachteile konsequent, gewann zwei Figuren und Julius gab im 35. Zug, nach rund 80 Minuten auf. Bei der Analyse gab es eine „Najdorf-Lektion“ von Michael Zeuner, mit vielen guten Hinweisen. Muss man sich zu Hause nochmal anschauen und unbedingt verbessern (Yuri bitte notieren!)

Niederlage Nr. 2 heute früh kam nur knapp 30 Minuten später. Malte (Foto re.), auch mit Schwarz hatte eigentlich eine gute Stellung, übersah aber eine Drohung mit Figurenverlust gegen Nadja Berger (SC Aschaffenburg/Schweinheim), übrigens 14. der DEM 2014 in Magdeburg u18w, und gab nach 25 Zügen auf. Keine Punkte also heute früh und schnelle Freizeit für beide.

So hatte ich mal Zeit auf die Landesseite unseres Schachverbandes zu schauen. Neben den guten Wünschen und den Grüßen auch an Trainer und Betreuer von Günter Reinemann vom Samstag war da von Delegationschef, Norbert Hartge, zu lesen: „...Das KIKA-Turnier ist heute zu Ende gegangen: Johann Pietsch hat zwar aus Landessicht mit 4 Punkten aus 7 Spielen und Platz 17 die beste Platzierung erreicht. Als 6. der Setzliste war aber sicherlich mehr drin. Das gleiche gilt für Nelly Adelmeyer, die als Neuntgesetzte mit Platz 20 ebenfalls nicht zufrieden sein kann...“

Fand ich nicht schön. Unzufrieden? Warum? Wenn der 20. Platz zum VIZEplatz bei den Mädchen reicht ist es doch okay. Und so hätte unsere Nelly, ähnlich wie die Nathalie Wächter und die souveräne Josefine Heinemann im Tagesbericht eine kleine Würdigung verdient. Denn Norbert schrieb zu Beginn dieses Beitrages: „Auf unsere jungen Damen ist Verlass...“ Sehe ich nicht anders. Denn auch ein 2. Platz im KIKA ist eine Medaille für unser Bundesland bei der DEM 2015! Vielleicht hätte unser Delegationschef öfter beim KIKA reinschauen sollen, um die Leistung unserer beiden besser beurteilen zu können...

Aber ich fange schon wieder an zu polemisieren.

Am Nachmittag hatte Julius frei, doch sein Fieber war gestiegen.

Bei Malte kam gegen Theresa Charlotte Schulz (SV Empor Erfurt) zunächst die gesamte Vorbereitung auf das Brett.

Zwischendurch ein Besuch beim Simultan von Großmeister Jan Gustafsson. Dort spielte für Sachsen-Anhalt Marvin Henning und das gar nicht schlecht, mit starkem schwarzem Angriff und am Ende konnte ich ihm sogar zum Remis gratulieren, als einen von dreien, die nicht verloren haben. Alle Achtung.

Dann war ich auch des öfteren bei Robert Stein (AK u14m) und dem großen Kampf von Nathalie Wächter (AK u16w) dabei. Sehr interessante Partien.

Julius musste inzwischen ins Krankenhaus und ich erlebte die spannende Partie von Malte mit, die über drei Stunden dauerte. Erst als seine Gegnerin öffnete und d6 schwächste, erwachte Malte. Er gewann den Bauern auf d6 und mit der Spielfreude, die Malte kreativ sein lässt, gewann er diese Partie und damit den heutigen Tagespunkt. Lob von Tatjana Melamed gab es auch noch, „Malte wäre gar nicht wieder zu erkennen, er hätte wohl gut gegessen...“ Ich kann Tatjana beruhigen, er ist immer noch der alte!

Ein kleiner Abendspaziergang, das Telefonat nach Haus, hoffnungsvolle Informationen aus dem „Hause“ Pietsch, die gewohnte 25- minütige Abendpartie mit gewohntem Ausgang und ein Rückblick auf Magdeburg 2014, beschlossen diesen kühlen und trüben Tag in Willingen.

25. Mai 2015, der 2. Wettkampftag:  Extrem frohe Kunde gab es den ganzen Tag von der „Ritterburg“ des KIKA. Das Motto des diesjährigen KIKA-Turniers waren Ritter, nur zur Erklärung. Ein erholter Johann kam in den Runden 5 und 6 zu zwei Siegen gegen Peter Grabs und Jannis Laube (beide SV Kinder- und Jugendschach Brandenburg) und war plötzlich wieder Zehnter. Ach ja, Johann hat auch ein neues Maskottchen – einen großen schwarzen Holzbauern. Auf meine Frage, warum er nicht lieber den Läufer genommen habe, meinte er schlau: „Ein Bauer kann sich verwandeln!...“

Mit Nelly gab es ja das Sondertraining und das wirkte offensichtlich nach. In Runde 5 traf sie auf Karl Diederichs (SK Hermannsburg), setzte vieles vom Vorabend um und gewann nach 56 Zügen durch Treppenmatt. Da sie auch weiterhin alle Partien mitschreibt (dafür gab es ein Sonderlob vom Turnierleiter bei der Siegerehrung) konnte man auch die spannende Partie der 6. Runde nachvollziehen. Ihre ersten Versuche mit Sizilianisch war recht gut. Im 15. Zug bekam sie einen Läufer geschenkt und auch hier war sie überlegen, aber am Ende in arger Zeitnot, noch etwas mehr als drei Minuten. „Ich stand schlechter, aber sie hatte nur noch wenig Zeit...“, kommentierte ihr Gegner, Christopher Stork (SV Oberursel), und nahm Nellys Remisangebot, nach cirka 60 Zügen, sichtlich froh, besser an. Erneut eine starke Leistung und Riesenspannung vor Runde 7. Sie wird doch nicht? Doch sie wird! Und dieses Mal kam auch noch etwas Glück dazu. Gegen Valentin Wehrle (SC Brombach) stellte sie, nach drückender Überlegenheit, im 22. Zug einen Turm ein und danach war diese Partie verloren (-3,7). Doch im 26. Zug erkannte sie das Grundreihenmatt! Vier Punkte, Analyse gleich hinterher mit „Privattrainer“ Malte und dann warten. Ich war neugierig. Von den Berlinern hörte ich es dann vor der Reception, dass eine gewisse „Nelly“ Zweite bei den Mädchen ist mit dem netten Kompliment: „Ein tolles Turnier für Nelly“, Danke nach Berlin. Da musste ich gleich die frohe Kunde überbringen. Ihre Mutti hatte nur auf Platz 4 getippt. Kurz und gut, der Höhepunkt war dann eine schöne Siegerehrung mit Silber für Sachsen-Anhalt und den SV Roter Turm bei dieser DEM!

Hier die Tabelle des Tages:

 
KIKA-Turnier 2015, Mädchenwertung:
1. Lepu Coco Zhou  (Schachpinguine Berlin) 4,0  30,5
2. NellyAdelmeyer (SV Roter Turm Halle) 4,0  20,5
3. Frieda von Beckh (SC Eschborn 1974) 3,5  24,5
 
Johann wurde im Gesamtturnier am Ende 17. 

Was war noch, ach ja die anderen...

Die machen eigentlich auch weiter Freude. Julius bot erneut eine gute, wenn auch vielleicht wieder
zu passive Partie gegen Jan Pubantz (SK Richlingen/Niedersachen/DWZ: 1363). Im 15. Zug wollte er eine Leichtfigur nicht gewinnen und geriet dann tatsächlich massiv unter Druck. Sein Gegner kam auch mit permanenter Zeitnot gut zurecht und gewann nach über 60 Zügen und fast drei Stunden. In der Nachmittagsrunde war er dann wieder voll beim Angreifen gegen Max Reuter (SC Agon Neumünster), der eigentlich nie eine echte Chance gegen einen aggressiven Julius hatte und nach 28 Zügen aufgeben musste. 2,5 aus 4, Platz 23 ist SUPER! Übrigens zeigte er mir, rund zwei Stunden später, die 27 Züge lange Partie aus dem Kopf auf dem Brett!!!

Bleibt Malte. Er hatte den Vormittag frei, war aber trotzdem, wegen des schlechten Wetters, immer schachlich aktiv, teils in der Spielhalle bei Julius, teils bei der Vorbereitung mit Nelly. Kann vielleicht bald in Rente gehen, wenn er das weiter macht?!

Am Nachmittag traf er auf Tim Vincent Leimbach (SB Burgtonna). Es war eine dreieinhalb Stundenpartie mit leichten Vorteilen für Malte. Im Endspiel war er dann sehr stark und seine Bauernfront war stärker als ein mausetoter schwarzer Läufer. Erster Punkt also für Junior Malte mit dem ich dann erstmal einen Spaziergang an frischer Luft machen musste. Dann gab es auch schon die neuen Auslosungen

24. Mai 2015, der 1. Wettkampftag:  Kein guter Tag war es wohl auch im KIKA. Und auch da war wieder das (verdammte) Schnellspielen im Wesentlichen an den Niederlagen schuld. Das gilt vor allem für Johann (Bild li.) und für die zweite Tageshälfte. Am Morgen erhielt er mit Lorenzo Warnking (Schachakademie Trier) seinen zweiten Gegner aus Rheinland-Pfalz in Folge und gewann auch Partie Nr.2. Doch dann folgten zwei schmerzliche Niederlagen gegen DWZ- Schwächere, obwohl das hier nicht viel heißen will. So in Runde 3 gegen Max Pick (SK Kerpen 64/ Nordrhein-Westfalen) und in Runde 4 gegen Joachim Morczynski von den Schachpinguinen Berlin. Speziell in dieser Partie war nach 8 Minuten Blitzschach alles entschieden: Johann hatte einen Turm und ein paar Bauern weniger. So blieb es bei nur einem Punkt bei Johann heute. Nur einem halben gab es,  trotz längerem Spiel,
bei Nelly Adelmeyer (Bild re). Hier waren es besonders die groben Fehler. 
In der 2. Runde gab es gegen Lin Englert (TV Großostheim 1900/Bayern) mit einer Figur weniger wenigsten noch einen halben Punkt durch das 2. Remisangebot ihrer Gegnerin. In Runde 3 stellte sie, im 15. Zug gegen Johannes Meusel (ESV Gera) einfach die Dame ein. Dann gab es in Runde 4 auch noch einen prominenten Namen. Gott sei dank musste sie nur gegen die Schwester von Vincent Keymer, Cecilia spielen. Auch hier war es wieder ein unvorteilhafter Abtausch und dann noch ein übersehenes einzügiges Matt und so blieb es bei einem halben Punkt.

Zum Frühstück konnte man heute, in der Zeitung der DEM, die sich dieses Mal den Titel „Gauklerblatt“ gegeben hat, ein interessantes Interview mit Vincent Keymer lesen. Darin sagte er: „Für mich ist jede Schachpartie ein Abenteuer. Das gefällt mir daran...“

Also hinein ins Abenteuer mit unseren beiden, die zu früher Stunde von Marcel Beinroth (Julius) und Malte (Tatjana Melamed) kurz vorbereitet wurden. Beide hatten zu Beginn erwartungsgemäß sehr schwere Aufgaben und Julius saß sogar an einen von 8 Livebrettern. Es ist fast schon zum Ritual geworden, dass Julius sich vom Trainer einen (Glücks)Stift? borgt, dann begann die Meisterschaft für beide, für den einen planmäßig mit e4, für den anderen mit c5. Letzterer (Julius) wurde für mich überraschend zum Spieler des Tages. Zunächst bot er eine unglaublich konzentrierte und starke Partie gegen den an Nummer 4 gesetzten David Musiolik (SK Eisenberg/ DWZ: 1629). Drei Stunden kämpfte Julius, etwas vorsichtig zu Beginn, dann immer stärker und zum Schluss mit dem unbedingten Willen, diese Partie sogar zu gewinnen. Trotz eines gegnerischen Freibauer drohte er Matt und sein Gegner konnte sich nur mit einer dreifachen Zugwiederholung und zunächst nicht ganz korrekter Reklamation ins Remis retten, was wir natürlich wie einen Erfolg feiern konnten. Auf Grund eines Schreibfehlers wurde die Partie sogar unter Aufsicht des Schiedsrichters noch einmal nachgespielt, aber es war klar: Remis wegen dreifacher Zugwiederholung, doch so vollständig zufrieden war unser Julius wohl dann immer noch nicht.

Malte hingegen musste seine erste Partie im u25A- Open nach 40 Zügen aufgeben, mit völlig kaputter Stellung, viel zu schnellem Beginn, in nur knapp 90 Minuten.

Doch zurück zum Spieler des Tages. Der musste am Nachmittag auch noch in ein Landesduell, ausgerechnet gegen Elina Heutling von den Schachzwergen. Vorbereitet werden Landesduelle nicht und so stellten Malte und ich einen ohnehin schon hochmotivierten Julius voll auf Angriff ein. Und er gewann diese Partie, mit Springer mehr mit Matt! Damit 1,5 Punkte aus 2 eine mehr als tolle Bilanz und nun schön auf dem Willinger Teppich bleiben. Auf jedenfall nehme ich sein strahlendes Lachen des heutigen Tages heute Abend mit ins Bett und meinen Kugelschreiber darf er natürlich weiter benutzen.

Weiterhin nicht so recht zum Lachen ist es bei Malte, aber ich denke, seine Schwarzpartie gegen Christian Biel (Heilbronner SV/DWZ: 1766) war schon etwas besser als die heute früh. Nach zweieinhalb Stunden, fast zeitgleich mit Julius, musste er aufgeben. Ich fand es sehr nett, dass sich sein Gegner die Zeit nahm, um mit ihm lange zu analysieren und ihm Mut machte. Mit zwei schwachen Blitzpartien habe ich dann auch einen kleinen Beitrag geleistet, um ihn für morgen Nachmittag wieder etwas aufzubauen. Dann durfte er, mit mir auch noch Sondertraining mit Nelly machen, Auswertung der Partie mit Charlotte und Eröffnungstraining mit Schwarz, obwohl sie morgen Weiß hat.

Mit Adelmeyers gab es dann eine schöne Wanderung mit Seilbahnfahrt.

23. Mai 2015, der Anreisetag:  Diese Anreise (vor allem die mit Malte) wird mit Sicherheit unvergessen bleiben. Lustig war es nicht, im Sauerland (mit etwas Verspätung) angekommen, sind wir trotzdem, waren vorher in einigen Bundesländern.

Rechtzeitig zum Delegationstreffen, mit Hilfe von Jens Adelmeyer tollen Parkplatz erhalten und dazu die Information, dass beide Kinder im KIKA gewonnen haben. Nelly, mit weiblicher List und Achtsamkeit, nach nur 10 Zügen, mit Notation!, Johann brauchte etwas länger. Guter schachlicher Auftakt des SV Roter Turm Halle.

Dann pünktlich zur Eröffnung. Unser Verein saß in einer Reihe und nach vielen Hinweisen, einer Rückblende nach Magdeburg 2014, der Ehrung der Spielerinnen und Spieler des Jahres mit der Überraschung für Sachsen-Anhalt, dem Erfolg von Josefine Heinemann in der Wertung u20w erklärt der 1. Vorsitzende der DSJ Malte Ibs, so twitter, um 20.24 Uhr die DEM15 für eröffnet! 

 
Weitere Berichte:
28.5.2015 | von Norbert Hartge(LSV S-A):  Im Gleichschritt haben unsere beiden Titelanwärterinnen in Runde 6 einen großen Sprung nach vorne gemacht. Josefine hat viel gewagt, war mit dem Glück im Bunde und hat den Punkt dann relativ schnell gewonnen...weiter >
27.5.2015 | von Norbert Hartge(LSV S-A): Josefine Heinemann geht in der u18w mit Riesenschritten ihrer zweiten Deutschen Meisterschaft nach 2013 entgegen...weiterlesen >
26.5.2015 | von Norbert Hartge (LSV S-A):  Auf unsere jungen Damen ist Verlass...weiterlesen >
24.5.2015 | von Norbert Hartge (LSV S-A):  Die sachsen-anhaltinische Schachjugend startet mit 20 Qualifizierten ins Turnier und hat 6 Teilnehmer im Open und im KIKA-Turnier... Bericht von Norbert Hartge >       Fotos >   
22. Mai 2015 | von Raymund Stolze (SchachTicker): Eine Vorschau zur DJEM 2015 in Willingen...Vorschau >      
 

 
Deutsche Jugend-Einzelmeisterschaften 2014 in Magdeburg
21.6.2014 | von admin :  Vom 08. bis 15. Juni 2014 wurden die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften u10 bis u18 und die Offene Deutsche Juniorenmeisterschaft 2014 in Magdeburg ausgetragen.

 Turnierseite DSJ >                         Fotoimpressionen SG Döllnitz > 

 

Deutsche Jugend-Einzelmeisterschaft 18. bis 25. Mai 2013 in Oberhof

25.5.2013, 17:00 Uhr | von admin : Die Wettkämfe zur Deutschen Jugendmeisterschaft 2013 im Schach sind abgeschlossen. Am Ende konnte nur Josefine Heinemann (SG Aufbau Elbe Magdeburg) die Hoffnungen auf Medaillenränge der Schachjugend Sachsen-Anhalt souverän mit der Damenmeisterkrone in der Altersklasse U16w erfüllen.
Unter 94 Teilnehmern in der Altersklasse U10 belegt Florian Dietz (Reideburger SV) Rang 11 und Hugo Post (SG Döllnitz) Rang 36 nach 9 Runden. Auch ohne Daumen drücken können beide Jungs stolz auf ihre Meisterschaft 2013 sein!   Herzliche Gratulation auch von uns!
Foto: Norbert Hartge
 
Die Deutschen Jugendmeister 2013:
aus Rheinland-Pfalz
aus Sachsen
aus Baden-Würtemberg
aus Bayern
aus Rheinland-Pfalz
aus Niedersachsen
aus Hamburg
aus Sachsen-Anhalt
Rheinland-Pfalz
aus Niedersachsen
aus Rheinland-Pfalz
aus Baden-Würtemberg
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Endstand unserer halleschen Spieler:
AK
Name
DWZ
Verein
Punkte
Rang
KiKA
Dietz,Kristin
717
Reideburger SV
3,0
36
KiKA
Dietz, Carolin
-
Reideburger SV
2,5
48
u10m
Dietz,Florian
1445
Reideburger SV
7,5
 11
u10m
Post,Hugo
1341
SG Döllnitz
6,0
36
u12m
Perekhozhuk,Maksym
1630
USV VB Halle
5,5
47
u14m
Pallas, Sebastian
2030
SG Löberitz
5,0
17
u14m
Hartge,Gedeon
1704
USV VB Halle
4,0
27
u16m
Knopf,Felix
1911
SV Merseburg
4,0
20
u18w
Lehmann,Patricia
1655
SG 1Löberitz
4,5
18

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21.5.2013 | von admin :  Gestern beendeten die jüngsten Schachfans ihr 7-rundiges Kika-Turnier mit der Siegerehrung. Bei den Jungen erspielten die ersten 3 Ränge jeweils 6 Punkte, so dass die Feinwertung den Sieger Bao Anh Le Bui (Treptower SV 1949) ermittelte, gefolgt von Hannes Schille (SV Chemie Böhlen) und Daniel Sulayev (Schachpinguine Berlin) siegte. In der Mädchenwertung siegte Anna-Lena Wilhelm vor Natalie Pflugradt (beide SG Blau-Weiß Stadtilm) und Vanessa Wiemann (SV Seubelsdorf). Unter 58 Teilnehmern belegten in der Gesamtwertung Kristin Dietz Rang 36 und Carolin Dietz Rang 48 (beide Reideburger SV 90 Halle) Ergebnisse KiKa >    Impressionen >
 
21.5.2013 | Zwischenbericht von Jan Ducke, Fotos N.Hartge: Gemessen am Anreisetag liegt nun der 4. Tag hinter uns - also scheint die Zeit für einen kleinen Zwischenbericht reif - apropos scheinen - mit den sonnigen Pfingsten und dem urlaubsähnlichen Wetter soll es wohl in diesem Jahr nichts werden. Obwohl am Samstag zur Anreise noch ein wenig Sonnenschein auszumachen war und auch am Sonntag zwischen den Runden 1 und 2 ein Aufenthalt im Freien angenehm war, weht seit dem Sonntagabend ein nahezu eisiger Wind über die Kämme und um die Ohren, stets von üppigen Wolken und meist von Niederschlägen der verschiedensten Art begleitet, zwischen Niesel- und Platzregen war übers Gewitter schon alles dabei und auch Schnee soll zum Samstag noch fallen - wir werden dann den 25.05. schreiben - nur um es erwähnt zu haben.
   Nur gut, dass unsere lieben kleinen einem Indoor- Sport nachgehen, wie man neudeutsch wahrscheinlich sagen würde. Und wie toll sie das tun, ist aller Ehren wert!
 
Begonnen hatte alles mit der traditionellen Eröffnungsfeier am Samstagabend. Über 1.000 Teilnehmer, Trainer, Betreuer und Mitreisende fanden sich pünktlich um 19:30 Uhr im großen Spielsaal ein und sahen eine Kurzvorstellung des Organisationsteams, wurden an die Vorjahressieger erinnert, bejubelten den Einmarsch der Delegationen und waren Augenzeugen der Auswertung der Wahl der Spieler des Jahres 2012. Gewinner sind IM Dennis Wagner in der u20, Hanna Marie Klek in der u20w, Jan-Okke Rockmann in der u14 und Paula Wiesner in der u14w. Auch von uns die herzlichsten Glückwünsche.
Und am Sonntagmorgen ging es dann richtig los - der Augenblick, auf den alle gewartet hatten, war gekommen. Eine bisher perfekte Turnierorganisation wartet auf die Kinder, die wie in den Vorjahren spielen - also die Kika- Kinder (bis Sonntag) im "Haus des Gastes" unten im Ort, die u10 und u12 jeweils mit den Mädchen zusammen im Hotelgebäude und alle ab der AK u12 spielen geschlechtsrein im großen Spielsaal, also der großen Halle am Fuße des Hotels.
Man darf trefflich darüber streiten, welchen Sinn es macht, die u10w und u12w jeweils mit den Jungs gemeinsam spielen zu lassen und sie dann getrennt zu werten - und tut dies auch! - ungerechter kann man den Ausgang des Turniers wahrscheinlich nicht gestalten - aber in diesem Jahr wird sich das nicht mehr ändern lassen. Bleibt der DSJ nur zu wünschen, dass sie diesen Irrtum erkennt und baldmöglichst korrigiert.
  Die vorderen Bretter einer jeden Altersklasse werden auf live- Brettern gespielt und sind folglich leicht zeitverzögert im Internet zu verfolgen - die beste Gelegenheit, sich sämtliche Fingernägel abzukauen - ich hatte bisher zwei Mal die Möglichkeit, Hugo auf diese Art "zuzuschauen"- leider die beiden Partien, die er dann auch verlor. Ansonsten sind die Regeln so,dass alle den Turniersaal nach 15 min zu verlassen haben, woraufhin dann eine 30 min Kibitz- freie Zeit beginnt. Ich habe mir vorgenommen, in diesem Jahr überhaupt nicht zu kiebitzen, zumindest nicht bei Hugo, wirklich entspannend ist das allerdings auch nicht
   Die Mädels und Jungs aus Sachsen- Anhalt schlagen sich bisher hervorragend, auch wenn an dieser Stelle darauf verzichtet werden soll, alle Einzelergebnisse abzuschreiben - diese sind auf der perfekten! homepage der DEM 2013  detailliert nachzulesen.  Es darf an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass dies auch an der intensiven Vor- und Nachbereitung durch die mitgereisten Trainer der Landesschachjugend liegt, in willkürlicher Reihenfolge sind dies Michael Zeuner, Tatjana Melamed, GM Alexander Naumann, Marcel Beinroth und Norman Schütze. Weiterhin ist Frank Dietze vor Ort und betreut Florian Dietz und unterstützt Hugo Post, der überdies von Marcel betreut wird. Allen dafür den herzlichsten Dank.
  Neben den super Zwischenständen der Top- Spieler Sachsen- Anhalts = Alexander Niemand, Robert Stein, Nathalie Wächter, Josephine Heinemann, Alexander Kitze und Sebastian Pallas sind Lewin Louis Lellek, der am ersten Tag gleich zwei DWZ- Titanen bezwang, Florian Dietz, der Kevin Tong ein Remis aufzwang sowie Cecilia Cejda, der gleiches bei Tigran Poghosyan gelang, unbedingt zu erwähnen. Wenn es so weiter geht, kann es die erfolgreichste DEM- Teilnahme Sachsen- Anhalts werden - wir drücken die Daumen.
   Allen Daheimgebliebenen soll anempfohlen werden, unsere Schützlinge über www.dem2013.de zu grüßen - die Freude am Morgen bei der Lektüre der Nachrichten ist immer riesig - allen, die dies bereits genutzt haben, sei dafür gedankt