aktualisiert  12. Februar 2017 | 12:30 Uhr

 

Einzelmeisterschaften Sachsen-Anhalt

Altersklasse U8 bis U25

______________________________________________________________________________

 
LJEM  07.02. - 11.02.2017
 
mit Open für die AK U8, U14w-U18w und U25
 
 
 
 
Nelly Adelmeyer ist Landesmeisterin U10w
 
Anton Kageler gewinnt SILBER u10m
 
Charlotte Derling holt BRONZE u12w
 
11.2.2017, 21:30 Uhr | von JD:   Die  Jugend-Einzelmeisterschaft Sachsen-Anhalt 2017 ist Geschichte.  12 Nachwuchsspieler des erfolgreichen Schachverein Roter Turm Halle e.V. starteten im KIEZ Güntersberge u.a. mit Anton Kageler, Johann Pietsch, Janosch Berger (alle U10m), Eugen Kuppe (U12m) und den beiden Mädels Nelly Adelmeyer (U10w) & Charlotte Derling (U12w).
 

Tagesberichte von Rüdiger Schneidewind (SV Roter Turm Halle):

Der Finaltag:   Hinein in den entscheidenden Tag hier in Güntersberge. Würde sich tatsächlich der Traum eines kleinen Trainers erfüllen, wieder einen unserer Jungs zur Deutschen Meisterschaft u10 zu kriegen? Gestern Abend hatte ich Joris und Anton eingeschworen: Ihr könnt es schaffen, beide zusammen! Alle für einen, oder sogar zwei?!

Aber ich schweife schon wieder ab. Anton war mehr für das kurz Direkte. Er steckte einfach gegen 10.15 Uhr den Kopf in meinen Wettkampfraum und sagte kurz: „Ich habe gewonnen!“ und verschwand wieder, als wenn nichts gewesen wäre. Antons letzte Partie war noch einmal eine starke. Gegen Finn Prudlik behielt er immer die Kontrolle, rochierte lang und startete mit seinen Schwerfiguren einen starken unwiderstehlichen Angriff auf der h- Linie und fand das Matt in 2 im 26. Zug. „Anton ist auf jedenfalls Dritter...“ verkündete dann ein aufgeregter „Vizevati“. Doch dann hieß es abwarten und wieder arbeiten. Janosch hatte verloren und dann erschienen die Spieler des letzten Vereinsduells. Georgs Eröffnung war eine mittlere Katastrophe, Jaron war der deutlich bessere und gewann klar. Auch Johann gewann die letzte Runde gegen Marius Recke. Mit einem Sieg von Joris gegen den führenden Luke Fahtke wäre es noch einmal spannend geworden und die Meisterschaft durch die Buchholzwertung entschieden wurden, doch Joris machte leider einen Fehler und spielte dann wohl mit einem Turm weniger und unterlag. Es lief die letzte Partie zwischen Hieu Tran Minh und Alexander Walter. Und tatsächlich, Hieu kam zunehmend in Schwierigkeiten und Alexander hob Anton noch auf Platz 2!!! Im Bericht des Schiedsrichters klang das dann so: „An den Verfolgerbrettern gewann Alexander Walter gegen Hieu Tran Minh. Mit einem Sieg über Finn Olmse Prudlik konnte Anton Paul Kageler noch den 2. Platz erreichen. Auch er spielte mit 5,5 aus 7 ein sehr gutes Turnier, löste das Ticket für die DEM, und er war der Einzige, gegen den Luke nicht gewinnen konnte...“

Im Nachhinein wollte ich es lange nicht glauben, auch weil mich niemand gekniffen hat: wir haben einen Vizelandesmeister und wieder einen DEM Teilnehmer bei den u10 Jungs, wie einstmals Matthes Schäfer (jetzt Grün-Weiss Leipzig), Robert Stein (jetzt SG 1871 Löberitz) und Malte Hundrieser (jetzt Reideburger SV 1990)!! (Habe ich jetzt einen vergessen? Muss ich recherchieren!

Einer kam tatsächlich durch, nach toller Turnierleistung. Ich laufe seitdem nur noch mit gespreizten Fingern der rechten Hand herum „Victory“ und auch Herr Donath soll vor Aufregung nicht geschlafen haben. Können wir ja jetzt nachholen! Es ist vollbracht! Und auch die Platzierungen der anderen sind super: wir haben vier unter den ersten Sieben und das Vorlesen der Tabelle der u10 zur Siegerehrung (diese schöne Aufgabe fiel mir zu, Entschuldige Dirk, Hieu muss nicht nach Dessau umziehen!) machte richtig Spaß. Die Plätze 5 (Johann), 6 (Jaron) und 7 (Joris) und 11 Georg sind eine unglaubliche Bilanz. Janosch wurde mir 1,5 Punkten 15. Für mich ist Luke Fathke trotzdem erneut ein Überraschungslandesmeister, der ähnlich wie Pascal Neuber im Vorjahr unglaublich konstant starkes Schach spielte.

Und da habe ich die Stichwörter für die Altersklasse u12m: Überraschungslandesmeister und Pascal Neuber! Er trat als u10m Landesmeister (vorberechtigt) an. Im u12m Turnier tobte über die meisten Runden der Zweikampf Till Stockmann (VfL Gräfenhainichen) und Ole Zeuner (Schachzwerge Magdeburg). Doch heimlich still und leise (wie es sich für einen Schachspieler gehört) kam Pascal Neuber aus der Schachhochburg Sennewitz. Er besiegte in Runde 6 zunächst Till Stockmann mit Schwarz, nach Eröffnungsfehler von Till und in der Finalrunde auch Ole. Hilfestellung erhielt er von Tobias Morgenstern (Schachzwerge Magdeburg), der Till in Runde 7 deutlich besiegte. Was für ein Finale auch hier. Familie Neuber kam extra früher aus dem Skiurlaub zurück um die Apresskipartie hier zu feiern.

Und unsere Beiden? Julius gewann mit kurzem T-Shirt schnell gegen Simon Donath (SV Merseburg), es dürfte ihm warm geworden sein. Und auch Eugen spielte zum Schluss noch einmal eine tolle Partie, seine beste hier! Zwar war der Angriff am Königsflügel von Areg Khanbeykan (Schachzwerge Magdeburg) etwas halbherzig, dazu kamen zwei grobe Einsteller. Doch Eugen blieb ruhig und hochkonzentriert, es machte Spaß ihm zuzusehen, ich hatte ja endlich mal Zeit!). Mit drei Stunden spielte er heute am längsten und machte den letzten erfolgreichen Zug für unseren Verein hier in Güntersberge.

Nicht vergessen seien unsere „Großen“, die leider ohne Punkt zurückkehrten. Matti unterlag, nach kleineren Fehlern, Gedeon Hartge vom USV und Lars war gegen Lennard Hoffmann (SG Aufbau/Elbe Magdeburg), nach 36 Zügen, ohne Chance.

Einige unserer Kinder hatten dann immer noch nicht genug, aus meinem Spiellokal wurde die „Blitzhölle von Güntersberge“ mit einer „Blitzteufelin“ Nelly. Aber ich schweife erneut ab.

Der letzte Höhepunkt war die Siegerehrung, in die ich mit viel Stolz, Freude und gespreizte Finger der rechten Hand ging. Die u8- Sieger, Nils Marius und Anna Elisabeth erhielten riesige Pokale fast so groß wie die Kinder selbst, Robert Stein gewann die u16m – er muss sich sehr gut gefühlt haben, welche Genugtuung! Hier wurde unser Lars, der Eisbär, wie meine Frau immer sagt, gemeinsamer Fünfter, Klasse! In der u14m gewann kein Reideburger, sondern Benjamin Wagner (SG Aufbau/Elbe Magdburg) mit sagenhaften 6,5 Punkten aus dem Haifischbecken, Malte Hundrieser wurde mit 3 Punkten Sechster. In der u18m belegte Matti Adelmeyer in der Sonderwertung u14 Platz 1 (hätte man das zur Siegerehrung ja mal erwähnen können!?) und wurde insgesamt Siebenter.

Zum Schluß gab es noch ein wunderschönes Gruppenfoto des Vereins (leider ohne Charlotte) und dann ging es aus dem „Kühlschrank“ wieder nach Hause. Was für eine Meisterschaft!

***

Der vierte Tag:  Eisiger Ostwind...“, keine Hoffnung auf Sonne, hieß es im Wetterbericht des heutigen Tages. Nicht gerade tolle Aussichten, wettermäßig meine ich. Nach einer relativ kurzen Nacht, ich hatte wieder mal zuviel erzählt, ging es also in den zweiten Tag mit zwei bzw. drei Runden. Wichtige Spiele standen an. Von Robert Stein hatte ich zum Frühstück ein Döschen mit „Nervennahrung“ erhalten. Gut, dass Frau Stein daran gedacht hat. Natürlich stand die nahende Entscheidung in der u10w an. Doch zunächst waren die Jungs aus der AK u10m im Mittelpunkt, wie so oft eine Altersklasse mit unglaublich viel Brisanz. In der Frührunde hagelte es zunächst Niederlagen. Janosch überraschend und schnell (11 Züge) gegen Marius Recke (SG Einheit Staßfurt), Joris gegen Alexander Walter, Georg gegen Wen Tao Lin und auch ein glückloser Johann gegen Hieu Tran Minh. Johann hatte zwischenzeitlich einen Springer mehr, doch der weiße Bauernangriff an beiden Seiten auf die schwarze Grundreihe war so massiv, dass Johann aufgeben musste. Einzig Jaron kam, im Schwerfigurenendspiel, mit einem riesigen schwarzfeldrigen Läufer zum Erfolg gegen Joussef Tawilah (Cöthener FC Germania 03). Und Anton? Er spielte gegen den an Nummer 2 gesetzten Spitzenreiter, Luke Fahtke (SK Dessau 93). In einer interessanten Zweistundenpartie versuchte Anton alles, um das schwarze Bollwerk zu „knacken“. Doch dem Abtausch der letzten Leichtfigur war das Bauernendspiel mit je einem Turm wohl Remis.

Das hatte Folgen. Anton traf in der Nachmittagsrunde mit Schwarz auf Johann. Doch die ungewünschte Vereinspaarung währte nur kurz. Nach nur 25 Minuten informierte mich Anton: „Ich habe gewonnen, Johann hat eine Gabel übersehen...“ Und in der Tat: Johann hatte lang rochiert (ohne Kb1), Anton kombinierte geschickt und eine Springergabel auf a2 kostete die Dame, worauf Johann, nach 17 Zügen, aufgeben musste. Einige Trainer sollen hier schon wieder gemunkelt haben, das Ergebnis sei „geschoben“. Ist unlogisch, Quatsch und das haben wir nicht nötig!! Am Nebenbrett bot Joris wieder ein starkes Endspiel mit Dame und Turm gegen Wen Tao Lin (Cöthener FC Germania 03), gewann nach Kombination den Läufer und die Partie. Sieger im einzigen Vereinsduell dieser vorletzten Runde wurde Georg gegen Janosch, der gegen einen stark spielenden Georg völlig ohne Chance war. Interessanter war da ein Bauernendspiel mit ungleichfarbigen Läufern von Jaron gegen Gianluca Currenti (Schachzwerge Magdeburg), am Ende, nach 73 Zügen, Remis. Das Fazit vor dem Knallerfinale: Anton ist dritter, Joris Fünfter mit vielen Chancen. Anton gegen Finn und Joris gegen Luke das sind die morgigen Highlights.

Nun aber zu Nelly in der AK u10w (Foto). Sie gewann natürlich ihre Schlussrundenpartie gegen Tamara Schlange von den Schachzwergen, nach nur 9 Zügen, schnell und sicher. Und Anastasia Voigt machte den 2:0 Erfolg von Halle gegen Magdeburg gegen 11.00 Uhr perfekt. Blitzentscheid, ohne Zuschauer. Die Spannung stieg ins Unermessliche. Alles Mut machen half wenig, beide waren sehr aufgeregt. Kurz und gut, es gab, wie schon im Vorjahr, zwei Schwarzsiege und ein 1:1. Und auch die Landesmeisterschaft 2017 sollte nun durch Würfeln entschieden werden. Zuvor hatte der Schiedsrichter jedoch eine weitere Blitzpartie angeboten, doch Anastasia lehnte ab. Vati Voigt, Eltern Adelmeyer und die beiden Trainer hofften, nichts drang nach draußen. Nur mein heißer Draht zu Michael Zeuner ließen mich nach ca. 25 Minuten aufatmen. Nelly hatte als erstes eine 2, Anastasia ein 6 gewürfelt, dann Nelly eine 4 und Anastasia eine 1. Vor dem letzten Würfeln stand es 7:6 für Anastasia. Dann fiel für Nelly die 5 und bei Anastasia die 2. 11:9 für Nelly in einem „Finale“ was keiner braucht, was nichts mit Schach zu tun hat und ein schlechtes Gefühl hinterlässt, auch wenn Nelly in diesem Jahr die Glücklichere war und beide zur Deutschen Meisterschaft fahren. Beide blieben noch bis 12.50 Uhr im Raum, wo das Grauen stattfand, beide schienen irgendwie erleichtert die Tortur geschafft zu haben.

Also, einen Titel hat der Rote Turm 2017 verteidigt.

Auch Charlotte, in der AK u12w gewann locker und leicht, nach zahlreichen Figurengeschenken von Natalie Pilarczyk (SG Einheit Staßfurt), wurde am Ende Dritte und erhielt ebenfalls eine „Fahrtkarte“ zur LEM in Willigen. Ich konnte leider wieder nicht an der Ehrung unserer Mädchen teilnehmen, weil Schiedsrichter immer im Dienst sind.

Spannung an der Spitze der AK u12m. Unsere beiden haben mit der direkten Spitze nichts zu tun. Im Vereinsduell gab es heute früh ein gerechtes Remis nach langem Kampf. Eugen hatte, nach 39 Zügen, angeboten und ist jetzt voll im Turnier angekommen, wirkt konzentrierter als zu Beginn und gewann so, in der Nachmittagsrunde, mit Springer mehr, gegen Carl Friedrich Dornheim von den Schachzwergen nach fast drei Stunden und 74 Zügen. Noch etwas länger kämpfte Julius gegen Areg Khanbeykan mit leichtem Materialvorteil. Doch der Magdeburger verteidigte sich geschickt und so bot Julius Remis an. Halle gegen Magdeburg in der u12m also 1,5:0,5 gewonnen!

Einen spielerisch guten Tag erwischten auch Lars und Matti. Lars kam in der AK u16m zu 1,5 aus 2. Einem Remis gegen Justin Schlosser (Reideburger SV), nach anfänglicher Überlegenheit am Dameflügel, folgte ein starker Sieg gegen Tobias Wirth (SK Dessau 93), er ist jetzt Vierter. Im Duell der beiden Führenden gab es ein heiß umkämpftes Remis zwischen Robert Stein und Bennet Biastoch.

Auch Matti in der AK u18m verbuchte einen weiteren Achtungserfolg. Nach der Niederlage gegen Felix Schulte gab es ein verdientes Remis, nach starker und interessanter Dreistundenpartie, gegen Rudolf Henning (beide Jugendbundesligaspieler beim USV Halle).

Partieneingabe u8 mit der Landesmeisterin, Analysen mit fast allen und Vorbereitung mit Wenigen bildeten den Schluss des vorletzten Tages der LEM.

***

Der dritte Tag:   Wie würde es in den Altersklassen weitergehen. Vor allem mit der AK u10m? Zwar gab es heute das Spitzenduell zwischen Luke Fathke und Hieu Tran Minh (1:0), doch (noch) im Hintergrund „rocken“ unsere Kinder vom Roten Turm diese Altersklasse! Heute gingen alle vier möglichen Punkte an uns und dabei gab es zwei Vereinsduelle. Anton beherrschte Georg, in 23 Zügen, relativ sicher, Johann steigerte sich gegen Arne Herter aus Magdeburg. Doch für mich der absolute „Hammer“ war heute Joris Wählers Partie gegen Finn Prudlik! Chaotisch, ideenreich, Superzüge, durchdachte Pläne von Joris, das man ins Schwärmen kommen konnte. Joris nahm von Anfang an den Kampf an, beachtete alle Hinweise hatte den klaren roten Faden, reagierte auf alle Drohungen von Finn und gewann. Ein gar nicht so friedliches Remis gab es zwischen Jaron und Janosch. Unsere Kinder liegen derzeit auf den Plätzen 3, 4 und 6. Wird das ein Finale!

Nelly erfüllte souverän ihre Aufgabe gegen Lucie Günther (SV Sangerhausen) und so macht sich bei den Mädchen die Blitz- und Würfelstimmung breit. Bald wissen wir da mehr.

Ergebnis der heutigen Partien in der AK u12m ist das tatsächlich morgen das Vereinsduell! Eugen kommt dabei immer besser in Schwung und besiegte, nach nur knapp 90 Minuten, Simon Donath aus Merseburg. Julius hingegen verlor gegen Gero Schulemann (USV), was wohl das Ende aller Träume bedeutet. Also morgen der interessante Vergleich 1. Brett gegen Zweites. Und Achtung: Eugen wollte früh schlafen gehen... Weiterlesen >

                                                                                                     

***

Der zweite Tag:   Viel erfreuliches aus allen Altersklassen gab es in der Frührunde. Ganz wichtige Siege gab es für Nelly und Anton in der AK u1 0. Wir hatte beide etwas vorbereitet und Anton spielte sein System gegen Alexander Walter, der nicht zum Angriff kam. Am Ende gewann Anton Partie Nummer 2 gegen den an Nummer 1 gesetzten Alexander (DWZ: 1706!!) und schaffte die erste große Überraschung der LEM. „Finale Nr. 1“ in der u10w für Nelly gegen Nare Khanbeykan. Doch Nelly beherrschte die u8 Landesmeisterin 2016 sehr klar. Die „kleine Herausforderin“ war eigentlich ohne jede Chance, stellte kurz vor Schluss noch einen Turm ein und nach etwas mehr aus 90 Minuten hatte auch Nelly den wichtigen Punkt Nr. 2. Da war ich „live“ dabei. Live dabei war ich auch 90 Minuten später in der AK u12m beim tollen Erfolg von Julius Pietsch gegen Tobias Morgenstern. Tobias hatt gut begonnen und Julius zwei Bauern weniger. Doch Julius kämpfte und „knüpfte“ in der Folgezeit ein Mattnetz mit Läufer, Turm und Bauer und das ging auf und Julius gewann diese wichtige Partie. Halbe Punkte gab es kurz vor dem Mittag in den höheren Altersklassen! Jens Adelmeyer freute sich zurecht über einen überaus gelungenen Vormittag. Als krasser Außenseiter rang Matti Adelmeyer Sebastian Pallas (SG 1871 Löberitz), dem an Nummer 1 gesetzten in der AK u18m, ein Remis ab. „Matti stand vielleicht sogar etwas besser...“, meinte Jens und war sichtlich stolz. Schnell machte die nächste kleine Sensation die Runde. Lars schaffte, nach über drei Stunden, ebenfalls ein Remis gegen Robin Delgado (SG Aufbau/Elbe Magdeburg) in einer eher langweiligen Partie. Zurück zur AK u10m. Dort gewann Georg das Vereinsduell gegen Joris, der früh, im 14. Zug und einzügig, die Dame einstellte. Am längsten in Runde 2 in der u10m kämpfte Janosch gegen den Schachzwerg, Gianluca Currenti. Janosch unterlag zwar am Ende der schwarzen Übermacht, spielte aber fast zwei Stunden.

Und noch zweimal u12. Dort spielt Eugen Kuppe (Foto re.) auch weiter ohne Fortune, er unterlag Michael Pikalow, auch eine Partie, die ich nicht nicht analysiert habe. Und dann muss noch der erste Sieg von Charlotte bejubelt werden. Mit starken Angriffsideen und vielen beteiligten Figuren gewann sie, nach nur 16 Zügen, gegen Nele Hanisch (USC Magdeburg).

Bleiben wir gleich bei Charlotte, die am Nachmittag gegen Christin Dietz (USV Halle) ran musste. Nach 20 Zügen setzte sich hier verdient die Favoritin mit aggressivem Spiel durch, doch Charlottes Chancen für ihr großes Ziel sind weiter intakt.

Schatten, aber auch eine Menge Licht gab es dann in der Nachmittagsrunde bei unseren Kindern. In einer gutklassigen Partie unterlag Anton Kageler in der AK u10m, nach allerdings nur 35 Minuten Hieu Tran Minh (SF Hettstedt). Fast noch interessanter war die heiß diskutierte Analyse danach, wo die Erwachsenen aus Köthen, Hettstedt und alle Züge fanden, mein lieber Mann! Ein Vereinsduell gab es auch wieder. Joris ließ fast den gesamten Frust die letzten Runden an Jaron Rumpold aus, der verzweifelt versuchte anzugreifen. Doch Joris hatte am Ende einen Turm mehr und gewann das Endspiel schnell. Unsere u10ner sitzen jedoch weiter an den Spitzenbrettern. Neben Anton war das in dieser 3. Runde vor allem Georg Spinka. Er traf auf Luke Fathke (SK Dessau 93). Nach leichten Figurenverlusten streckte Georg, nach 48 Zügen „die Waffen“.

Als erster hatte jedoch Janosch Berger (Foto li. am Brett re.) seine Partie gegen Jason Beck erfolgreich beendet. Allerdings hatte sein Gegner kräftig mit der Öffnung der Königsstellung mitgeholfen. Und last but not least kam auch Johann Pietsch (Foto re. re am Brett) gegen Wenn Tao Lin (Cöthener FC Germania 03) zum zweiten Sieg. Hier ist noch eine Menge möglich, das Feld liegt sehr eng zusammen.

Spektakulär auch das „hallesche Derby“ in der AK u10w (schön das es dieses endlich gibt!) zwischen Anastasia Voigt und unserer Nelly Adelmeyer. Am Ende gab es furchtbare Mädchentränen. Doch für diese gibt es Nullgrund. Beide schenkten sich in einer anspruchsvollen Partie nichts und waren absolut gleichwertig. Beide wollten das Bauernendspiel mit Läufer (Nelly) gegen Springer (Anastasia) gewinnen. Fehler waren nicht zu entdecken. Am Ende schaffte es Nelly, mit Randbauer und „falschem Läufer“ nicht zu gewinnen und so deute ich die Tränen bei der Bezirksmeisterin mehr als Freudentränen für einen mehr als verdienten halben Punkt in einer würdigen 100 Minutenpartie!

In der AK u12m gab es wieder einen kleinen Rückschlag für Julius Pietsch, der gegen Pascal Neuber (SG 2011 Sennewitz) hoffnungslos, mit Turm weniger, unterlegen war. Auch Eugen Kuppes Stellung gegen Maximilian Pignot (1. SC Anhalt) war eigentlich hoffnungslos. Im turbulenten Endspiel vergaben wohl beide Siegchancen, doch der Dessauer hatte zwei Bauern mehr und so rettete sich Eugen listig, nach 72 Zügen, mit Plan ins Dauerschach und ins Remis, nach langem Kampf. Gar zwei Punkte gab es von Lars und Matti. Matti verkündete, nach starkem Spiel, seinen Schwarzsieg gegen Dominik Wilhelm (VfL Gräfenhainichen) und liegt aktuell auf Platz 5 mit Anschluss zur Spitze. Auch Lars erfüllte seine „Pflichtaufgabe“ in 30 Zügen gegen Stephan Scherping (VfB Ottersleben) und ist derzeit Vierter. Für beide könnte das Turnier heute zu Ende sein.

Am Abend wurde noch vorbereitet, gemeinsam analysiert. Ein anstrengender Tag geht zu Ende!

***

Eröffnung/ Der erste Tag:  Es wieder einmal tiefster Winter in Güntersberge. Unsere Kinder trafen nach und nach pünktlich ein und nach einer kurzen Eröffnungsveranstaltung ging es los. Vereinspaarungen gab es auch, aber nicht überall. Fest steht, es ist gar nicht so einfach, die Übersicht zu behalten.

In der AK u10m gab es an Tisch 1 gleich eine Spitzenpartie. Johann Pietsch traf auf Alexander Walter. Eine ausgeglichene Partie bis Johann eine Gabel übersah und Alexander dann gewann. Jaron bekam mit Finn Prudlik (GW Granschütz) auch einen „schweren Brocken“, war völlig ohne Chance und gab nach 23 Zügen auf. Janosch unterlag, nach Fehler in der Eröffnung, gegen Wen Tao Lin (Cöthener FC Germania). Doch es gab auch Lichtblicke von unserem „Sechser“. Joris Wähler bot einen großen Kampf gegen Arne Herter (USC Magdeburg) stand mehrfach auf Gewinn und hatte im Endspiel einen Mehrbauern, allerdings am Rand. Doch als die Türme getauscht waren, war das Remis und die Enttäuschung schnell da. Anton hingegen verbuchte den ersten Sieg unserer Jungs. Er gewann, mit guten Ideen, gegen Jason Beck (SG Einheit Staßfurt). Am längsten spielte Georg Spinka gegen Tawilah Joussef (Cöthener FC Germania), am Ende erfolgreich, muss ich mir aber noch ansehen... Weiterlesen >

 

 
Jugendeinzelmeisterschaften 2016
 
9.2.2016 | von JD:  Vom 5. bis 9. Februar 2016 wurden in den Altersklassen u8 bis u25 die Einzelmeisterschaften Sachsen-Anhalt in der JH Wernigerode ausgetragen. In der Altersklasse u10 starten aus unseren Arbeitsgemeinschaften Eugen Kuppe, Johann Pietsch (beide GS Neumarkt Halle/SV Roter Turm Halle) und Gero Schulemann (GS Frohe Zukunft Halle/USV Volksbank Halle) vertreten. Unser Partnerverein SV Roter Turm Halle stellt 11 Teilnehmer und USV Volksbank Halle 9 Teilnehmer in den Altersklassen.
 

Tagesberichte von Rüdiger Schneidewind (SV Roter Turm Halle)

5. Februar 2016:  Oh, du schöne, unbekannte Stadt im Harz, wir kommen! Vieles war neu an diesem ersten Tag bei den diesjährigen Jugendlandeseinzelmeisterschaften im Schach. Güntersberge ist out, Wernigerode Mega in. Toll was die Organisatoren um Turnierleiter Detlef Friedrich in dieser nicht leichten Situation geleistet haben. In jedemfall, auch die 11 Starter des SV Roter Turm sind hier, bei Nieselregen, gut angekommen, am Eingang der Jugendherberge war sogar ein Schneeglöckchen zu sehen. Also Romantik pur, vorausgesetzt, man hat nicht nur Schachfiguren im Kopf.
Pünktlichkeit wurde groß geschrieben, ganz pünktlich begrüßte der „Herbergsvater“ die Teilnehmer, dann der Koch und dann Herr Friedrich, kein Präsident zwar, dafür ging es aber schneller. Detlef Friedrich appellierte an „Fairplay“, Vorstellung der Schiedsrichter, die Auslosung und der Einzug in schöne helle Wettkampfräume, die hier Musikzimmer heißen.
In der AK u8 fehlte bei der Auslosung zunächst ein Kind, aber 14.00 Uhr waren alle da und es konnte losgehen. Nur etwas mehr als 10 Minuten benötigte einer der Favoriten, der Bezirksmeister Halle, Hieu Tran Minh, um seine Partie mit Springer und Dame gegen Lieselotte Neumann vom VfB Ottersleben zu gewinnen. In den restlichen vier Partien war zum Teil gutes Schach zu sehen, so in der
Partie von Pit Stockmann gegen Linus Budich, wo Linus mit konsequenter und guter Mattidee gewann. Etwas überraschend der Sieg von Jonathan Schlange gegen Nare Khanbeykan. Am längsten aber dauerte das Rote Turm- Vereinsduell. Georg Spinka griff mit fast allem, was er hatte am Königsflügel an, doch Jaron Rumpold verteidigte sich geschickt und gewann, nach über einer Stunde.
Kurz zuvor hatte Nelly Adelmeyer mal kurz reingeschaut und durfte sich deshalb „Erster Sieger(in)“ für den Roten Turm bei dieser LEM 2016 nennen. Sie hatte, in der AK u10, mit Weiß gegen Joyce Eleni Kallies (SG Einheit Staßfurt) auf Angriff gesetzt und dies, nach 41 Zügen und 45 Minuten, mit Erfolg. So konnte es eigentlich weitergehen, ging es aber nicht. Die Enttäuschung war Eugen Kuppe anzusehen, der schon in der Eröffnung gegen Thaddeus Mirschel deutlich in Nachteil geriet, zwar kämpfte, aber ab dem 23. Zug faktisch mit einem Turm weniger spielte. Die interessante Analyse (mit Lukas und Malte Hundrieser) ergab, dass es im 36. Zug mit dem Springeropfer 36. ...Sf4+ eine Remis- vielleicht sogar Gewinnchance gab (Dauerschach), doch die muss man erstmal finden. Nachdem Dametausch schenkte Thaddeus Eugen noch einen Turm und so entschied ein Freibauer die Partie, schade. Unser zweiter Vertreter, Johann Pietsch, spielte zu dieser Zeit noch gegen Gianluca Currenti (Schachzwerge Magdeburg) aber mit mehr Material. Als er mir auf der Treppe entgegenkam meinte er: „Ich habe gewonnen!“ „Wollen wir uns die Partie anschauen?“ „Brauchen wir eigentlich nicht, ich habe doch gewonnen!“
Gewonnen hatte auch Charlotte Derling gegen Luisa Geschütz, doch Luisa war zu Beginn klar besser und machte, mit Weiß, nichts aus ihren Chancen. Charlotte wurde aktiver, dann kamen die groben Fehler von Luisa und über den Rest decke ich lieber den Mantel des Schweigens, auch weil ich Mädchenreferent bin und Trainer der beiden.
In der AK u12m kam Malte zu einen sicheren Sieg gegen Areg Khanbeykan (USC Magdeburg) nach 54 Zügen, Julius Pietsch hingegen unterlag, nach langem Kampf den an Nummer 3 gesetzten Simon Hoffmann (USC Magdeburg).
Unsere beiden „Großen“ kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Während Matti Adelmeyer zum Matt im 31. Zug gegen Leon Kühne kam, unterlag Alexandra Sinner Alina Mirschel (SG Aufbau Elbe Magdeburg/ DWZ: 908). Bereits in der Eröffnung hatte Alexandra einen Bauern verloren, im Mittelspiel kam ein weiterer hinzu und am Ende sorgten zwei verbundene Freibauern am Dameflügel für einen leichten Magdeburger Sieg. Na ja, Hauptsache, sie schläft in der Jugendherberge im Zimmer mit Kamila Frank.
Jens Adelmeyer rechnete am Abend kurz zusammen: 6 aus 9 möglichen Punkten, das nenne ich einen guten Auftakt für den SV Roter Turm. Gekrönt wurde der Tag durch ein tolles gemütliches Abendessen. Es ist unglaublich, was unsere eigentlich schlechten Esser alles gefuttert haben – ein Sieg der Küche!

6. Februar 2016:  Jetzt geht`s los! Der heutige Tag hielt für alle Altersklassen ein volles Programm bereits, bei wunderbaren Frühlingswetter übrigens.
Katastrophal allerdings, wie diejenigen, die am Nachmittag des Vortages mein Spiellokal bevölkerten, dieses hinterlassen hatten. Ich hatte erstmal eine Viertelstunde zu tun, um wieder Ordnung herzustellen. Ich beschwerte mich bei der Turnierleitung und bekam Recht.

In der AK u8 bedeutete dies einen Dreirundentag und der hatte gleich am Morgen einen echten Höhepunkt: die Partie zwischen Lieselotte Neumann und Pit Stockmann. Ich fand es toll, wie beide um den Sieg kämpfen. Pit, materiell fast die gesamt Partie im Nachteil, griff trotzdem mutig an und Lieselotte versuchte, Matt zu setzen. Und dies auch noch, als nur noch ihre zwei Läufer und der König gegen Pits König kämpften. Pit hatte seinen Turm gegen einen Freibauern geopfert, in der Hoffnung, dass Lieselotte mit zwei Läufern nicht Matt setzen konnte. Doch die junge Dame aus Ottersleben lehnte alle Remisangbote ab, versuchte alles, setzte auf die Zeit und hatte letztlich Erfolg.
Georg Spinka erkämpfte gegen den Schachzwerg Jonathan den ersten Punkt und kam im weiteren Tagesverlauf zu zwei weiteren Siegen gegen Linus Budich (SV 51 Zerbst) und Lieselotte Neumann (VfB Ottersleben). Georg spielte aggressiv gegen den Versuch eines Königsgambits von Lieselotte und gewann vor allem, weil Lieselotte ihre Dame gegen einen Turm tauschte nach nur 18 Zügen. Ansonsten beachtete er alle Hinweise, kombinierte gut und schob sich auf Platz 2. Weiterhin gut im Rennen ist auch unserer zweiter Vertreter, Jaron Rumpold. Zunächst schaffte er ein Remis gegen Fredrik Ebers (SG Einheit Staßfurt), das eigentlich keines war. Allerdings fiel Fredrik, mit Mehrfigur (und +7,3), nicht mehr ein, als laufend die Dame anzugreifen. So nahm er Jarons Angebot schnell an. Eine Niederlage gab es dann, in Runde 3, gegen Jonathan Schlange (SZ Magdeburg). Die Niederlage war unnötig, weil Jaron, nach einem Turmgeschenk des Magdeburgers, zwei verbundene schwarze Freibauern unterschätzte und einen zur Dame kommen ließ. Stark hingegen war hier die Idee, einfach auf Matt zu spielen, war leider nicht ganz gelang. Eine starke Angriffspartie, mit vielen Ideen von beiden Seiten, gab es auch gegen Linus Buddich, die Jaron letztlich auch deshalb für sich entschied, weil der Königsspringer immer das Mattfeld h7 abdeckte und drei Figuren (Dame, Turm, Läufer) geschickt zusammenspielten. Leider hatte ich heute auch noch eine Verletzte. Ronja Kühne musste mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht werden und die Partie gegen Nare Khanbeykan musste vertagt werden. Allerdings war es wohl nicht so schlimm und die Partie konnte am frühen Abend nachgeholt werden. Nare gewann.
In der AK u10m hatten wir Eugen Kuppe auf Robin Schiffner (USC Magdeburg) vorbereitet. Eugen opferte auf h6 und war, nach 34 Zügen, erfolgreich. Magdeburger Nr. 3 bescherte ihm der Computer in Runde 3. Arne Herter (ebenfalls USC) bedeutete kein Problem. Nach dem frühen Dametausch im 14. Zug entschied ein Qualitätsgewinn und am Ende war die Überlegenheit total. Dafür erhielt er in Runde 4 dann Magdeburger Nr. 4 – Michael Pikalow?!
Johann Pietsch startete heute mit einer starken Partie gegen Finn Prudlik (GW Granschütz), der hier scheinbar keinen „Lauf“ hat, wie man so sagt. Johann gewann diese Partie und traf am Nachmittag auf Michael Pikalow, unterlag aber.
Wie sah es denn heute bei unserer „Vereinsmeisterschaft u10w“ aus, stand doch das erste Finale an? Zunächst erfüllten aber Nelly Adelmeyer und Charlotte Derling ihre „Pflichtaufgaben“. Nelly gewann, mit Schwarz, gegen Luisa Gaschütz, nach nur 19 Zügen, wieder mit etwas Glück. Charlotte musste gegen Joyce Kallies (SG Einheit Staßfurt) lange kämpfen, setzte dann aber, nach 52 Zügen Matt. Am Nachmittag kam es dann zum ersten „Showdown“ zwischen den beiden. Doch richtig zufrieden war am Ende keiner. Nelly stellte im 22. Zug einzügig einen Turm ein und nach dem Abtausch der letzten Leichtfigur; wenige Züge später; stand Charlotte mit 7,0 klar im Plus. Im 37. Zug erzwang sie den Dametausch und ab da spielten zwei Türme von Charlotte gegen einen von Nelly, bei gleicher Anzahl Bauern. Doch Nelly kämpfte unverdrossen weiter, ärgerte Charlotte mit dem aktiven Turm und Charlotte fiel wenig ein. Im 56. Zug gewann Nelly, nach einem Fehler, den Turm zurück. Doch beim Remisangebot von Nelly im 62. Zug stand Charlotte, mit Randbauer, noch deutlich im Plus, nahm es aber an. So bleibt alles offen, obwohl Charlotte im „Rückkampf“ mit Weiß wohl die besseren „Karten“ hat. Luisa verlor ihr erstes „kleines Finale“ um Platz 3 gegen Joyce Kallies leider.
Spannung und große Beachtung gibt es hier für die AK u12m. Hier gibt es nach dem 2. Tag einen deutlichen Spitzenreiter: Malte Hundrieser und Überraschungen. Sein heutiger Gegner in der Frührunde hieß Fabian Eschner (SZ Magdeburg). Nach langem Kampf (nach 73 Zügen) und auch mit etwas Glück, gewann Malte diese Partie. Sein Problem waren 6 gefährliche schwarze Bauern, die mit Turm und Läufer bekämpft werden mussten. Gegner Nr. 3 war ein „alter Bekannter“. Vor wenigen Wochen war Malte in der Landesliga in Dessau auch auf Niclas Rohde (SK Dessau 93) getroffen und auch dieses Mal musste Niclas aufgeben. Ein erfolgreicher zweiter Tag war es auch für Julius Pietsch. Zunächst schaffte er gegen Richard Ackermann ein Remis und dann gewann er gegen den (von Malte wohl „entnervten“ Fabian Eschner. In dieser 3. Runde schaffte Tobias Morgenstern mit Schwarz gegen Hugo Post die Überraschung und gewann.
In der AK u14m hadert Matti Adelmeyer, nach diesem 2. Tag mit sich und der Welt. Gute Partien gegen haushohe Favoriten, aber nichts Zählbares in „der Tasche“. Nach dem Auftaktsieg unterlag er, nach langer Partie, Marvin Henning (Reideburger SV 1990) und auch gegen Lennard Hoffmann (SG Aufbau/Elbe Magdeburg).
Kaum besser sieht es in der AK u18w, im Mädchen-Open, aus, wo Alexandra Sinner in der Frührunde Luise Buchheim (Cöthener FC Germania 03) unterlag und am Nachmittag dann „spielfrei“ hatte. Ich konnte mit Alexandra nicht mehr analysieren, wegen des (sehr leckeren) Abendessen im Gästehaus und der Vorstandssitzung der Landesschachjugend. Da musste ich zurück in die Jugendherberge, ein Funktionär schläft eben nie! Doch was bringen Sitzungen heutzutage (und früher) außer plattgesessenen Popos, viel Diskussion um nichts, vielleicht ein paar wichtige Infos und Posten und Aufgaben, die zu vergeben sind? So war es auch dieses Mal und ich wurde eigentlich nur zweimal „richtig wach“. Da gab es einen (scherzhaften) Vorschlag für drei geworbene Mädchen, die bei der LEM, besonders in der u10 starten, einen Freiplatz bei den Jungs zu bekommen als Verein. Da habe ich mich gleich gemeldet!
Und dann ging es noch im die skandalösen Zustände im Schulschach in unserem Bundesland. Hoffentlich packen wir das im März in Halle? Ach so, Mädchendiskriminierungen gab es natürlich auch reichlich von den üblichen Verdächtigen. Nach rund drei Stunden durfte man dann gehen, weil die Biere ausgetrunken waren. Für die anderen gab es keine Getränke.

7. Februar 2016:  Neuer Tag – neues Glück! Doch heute gab es nur eine Runde und man weiß gar nicht, ob man sich über den halben Ruhetag freuen soll. Ein schönes Frühstück (natürlich auch am Sonntag mit frischen Bäckerbrötchen und Frühstücksei) lässt einen fröhlich in den Tag starten. Und auch in einem hier „geteilten Verein“ kann man Spaß haben. Aber zum Schach in der einzigen Runde, von ganz klein zu ziemlich Erwachsenen.
In der AK u8 hatten unsere Jungs heute „Mädchenaufgaben“. Georg traf auf die wieder genesene Ronja, doch Mattdrohungen sieht sie immer noch nicht und so benötigte Georg nur knapp 20 Minuten und 16 Züge zum Matt auf g7. Für Jaron war die Aufgabe mit einer offensiv ausgerichteten Lieselotte weitaus schwerer. Doch Lieselotte brachte ihren Mattangriff nicht zu Ende und Jaron, der sich wieder recht gut verteidigte, gewann am Ende. Somit SV Roter Turm gegen Mädchen 2:0.
Traurige Nachrichten und auch sehr schnelle hingegen aus der AK u10m. Trotz intensiver Vorbereitung, der Trainer war extra früher aufgestanden, unterlag Eugen Kuppe Michael Pikalow. Eugen ließ im 8. Zug einfach die angegriffene Dame stehen und damit war die gesamte Vorbereitung dahin. Mit einer Dame weniger „quälte“ er sich noch 22 Züge bis zum Matt. Johann Pietsch hingegen stand sehr gut gegen Friedrich Lautenschläger (1. SC Anhalt/ DWZ: 968), hatte zwei verbundene Freibauern, vom Turm unterstützt. Doch auch er unterlag noch an diesen rabenschwarzen Tag in der u10. In die Enttäuschung kann ich die Mädchen, zu mindestens spielerisch, gleich mit einbeziehen. Die u10- Mädchen waren heute die einzigen mit zwei Runden und das war nicht gut. War die Frührunde (Runde 4) mit Charlotte gegen Luisa im Turmendspiel (1:0 nach 77 Zügen) und Joyce Kallies gegen Nelly (0:1 nach 51 Zügen) soweit okay, wurde die 5. Runde zum spielerischen Fiasko! Sie dauerte nur 14 Minuten, beide Partien waren fast zeitgleich zu Ende und keine dauerte länger als 21 Züge. Es schien so, als wenn alle schon im freien Nachmittag waren. Übersehene Drohungen ohne Ende, eben schnell und damit schlecht! Dennoch: die Finals bei den Mädchen sind „bereitet“. Deshalb wurde vorsichtshalber nochmal Blitz geübt, kann ja alles sein.
Besser läuft es weiterhin in der AK u12m. Malte entledigte sich der Aufgabe gegen WM-Teilnehmer, Tobias Morgenstern, eigentlich relativ sicher. In Endspielen mit verbundenen Bauern und je zwei Türmen ist er taktisch sehr stark. Doch der Kampf dauerte weit über drei Stunden, ähnlich wie bei Hugo Post, der so seine erneuten Problemchen mit Till Stockmann (VfL Gräfenhainichen) hatte. Till hatte zeitweise einen Bauern mehr, war aber am Ende in arger Zeitnot und soll aber dann einen Turm eingestellt haben. So kommt es auch hier morgen zum vorweggenommene Finale zwischen Malte und Hugo, leider wieder Malte mit Schwarz, so wie immer!
Julius Pietsch schaffte gegen Niclas Rohde ein Remis und schlägt sich hier auch weiter sehr achtbar.
Gut gespielt und doch verloren. Matti Adelmeyer traf in der 4. Runde der AK u14m auf Jonas Roseneck (SG Aufbau/Elbe Magdeburg). Großer Kampf, Bauern weniger, Aufgabe nach 43 Zügen ist die Kurzbilanz dieser vierten Partie von Matti, schade.
Ein halbes Pünktchen zur Tagesbilanz steuerte heute auch Alexandra Sinner gegen Jessica Hintze (SV Rochade Magdeburg 96) bei. Doch es hätte wohl ein ganzes sein müssen, denn in einem Leichtfigurenendspiel besaß Alexandra das Läuferpaar und einen Mehrbauern. Vasil Paskalev half freundlicherweise und wirklich fachmännisch bei der Endspielanalyse, doch es gab eigentlich nur ein Ergebnis: 1:0.
Dann war es Zeit, Frank Pietsch zum Geburtstag zu gratulieren: Alles Gute!
Nach dem Mittagessen hatten sich dann über 80 Prozent unserer etwas veränderten Delegation (zwei Elternteile wurden einfach ausgetauscht!) für die Wanderung zum Schloß Wernigerode entschlossen. Das Wetter spielte mit und es hat viel Spaß gemacht in den historischen Räumen herumzulaufen.
Morgen wird es nun sehr spannend und erste Siegerehrungen stehen an.

8. Februar 2016: Also dann hinein in einen Tag mit vollem Programm mit wichtigen Entscheidungen für unseren Verein. Zuvor hatten alle Annette Adelmeyer zum Geburtstag gratuliert. Draußen herrschte dann ein beachtlicher Sturm.
In der Altersklasse u8 waren heute wieder 3 Runden zu absolvieren, die 6., 7. und 8. Runde und es stand gleich am Morgen ein wichtiges Spiel auf dem Programm: Hieu Tran Minh gegen Georg Spinka. Es war ansonsten eine schnelle 6. Runde, nach 35 Minuten waren alle Partien zu Ende. Jaron hatte mit Ronja Räubertochter, äh, Kühne, keine Probleme, setzte mit Plan auf f7 Matt. Dann richteten sich alle Blicke zum Spitzenspiel der Jungs. Doch zunächst lief es so wie immer: Hieu griff mit vielen Ideen an, hatte zwei Bauern mehr. Doch plötzlich gab es einen Ruck im Spiel von Georg, der auf einmal wie verwandelt wirkte. Während Hieu überhaupt keine Ideen mehr hatte ging Georg mit Springer und Dame zum Gegenangriff über. Er fand tolle Züge, überlegte lange, erkannte die allerletzte Drohung, gewann die Leichtfigur (Läufer) und schmiedete einen tollen Mattplan. Sein Springer leistete die Vorarbeit und die Dame und der Turm erledigten, unter leichter Mithilfe seines Gegners, den Rest nach über 90 Minuten und 39 Zügen war der Favorit besiegt in einer Klassepartie von unserem Georg und seiner kleinen Kanone. „Für diese Altersklasse richtig stark“, lobte der Landesspielleiter des Landesschachverbandes, Roland Katz, und lobende Worte für diese Leistung gab es auch von anderen Trainern, die diese Partie erleben konnten. Leider konnte Georg diese Leistung in den nächsten Runden nicht wiederholen.
Ohnehin begann um 11.30 Uhr die „Stunde der Mädchentränen und Enttäuschungen“ für unseren Verein, zwar nicht für alle, aber lest meine Geschichte:
Gegen einen stark spielenden Pit Stockmann (VfL Gräfenhainichen) war Georg schnell ohne Chance und hatte Glück, dass Pit seine Chancen (wieder) nicht nutzte. Allerdings bot Georg in einer Phase Remis, wo die Partie kippte und für ihn gewonnen war. Ohnehin war der Schluss nicht ganz so einfach. Nach dem 39. Zug von Georg 39. Dxe4+ stand Georg mit 6,5 im Minus, weil er eigentlich nicht geht. Doch nach 39. ...Kf8 steht Georg mit 17,6 im Plus und bot (ungültig) Remis an ohne den Gewinnzug 40. Ta8+ auszuführen, unglaublich. Ein verschenkter Sieg. Ähnlich ging es Jaron kurz vorher. Er war besser gegen Hieu, gewann einen Turm (für einen Läufer) und griff immer wieder an. Doch dann folgten vier passive Züge und plötzlich war Hieu wieder vorn und fand das schnelle Matt, sehr schade.
Wenn ich über diese merkwürdige und schreckliche Stunde berichte, muss ich mich kurz, oder besser etwas länger, der Mädchen in der u10 zuwenden. Hier standen die Entscheidungen an. Ich war, kurz vor 9.00 Uhr extra zum Abklatschen bei allen und hatte die Hoffnung, dass es die Mädchen nicht zum Äußersten kommen lassen. Doch wie sooft, Mädchen hören nicht auf ihren Trainer und machten genau das Gegenteil. Nelly hatte in der 2. Finalpartie gegen Charlotte dieses Mal einen Springer mehr, doch ein schönes 0:1 wäre ja wohl doch zu langweilig gewesen. Remis nach 65 Zügen, nach Angebot von Nelly, das sagt wohl alles, wie ich hier geärgert werde. Doch keine Angst, das war es noch lange nicht! Beim Schach will man doch Spaß haben und deshalb gewann Luisa ihre zweite Partie gegen Joyce Kallies. Jens Adelmeyer kommentierte auch noch: „Sie hat richtig stark zu Ende gespielt...“ Na prima, noch ein Blitzentscheid!
Aber das war es noch lange nicht. Es gab jetzt also vier Blitzpartie. Für alle Mädchengegner muss das eine Zumutung gewesen sein. Und vielleicht gerade deshalb trieben es unsere und die Staßfurter Dame jetzt auf die Spitze. Es gab nur Schwarzsiege und nur einen Blättchenfall, sonst Matts (können Mädchen denn so schnell Matt setzen??) und das heißt nichts anderes, als das nach knapp einer halben Stunde „Quälerei“ wieder alles gleich war. Trotzdem kam Charlotte um 11.35 Uhr strahlend zu mir ins Zimmer: „Ich bin Landesmeisterin!“ Und dann: „Wir haben gewürfelt!“ Häh, was??? Trainer quälen und dann wird man auch noch verschei... Es klingt in der Tat unglaublich und der geschätzte Leser dieser Zeilen wird mir diese Info vielleicht auch nicht abkaufen. Aber es ist wahr: Um den Landesmeistertitel der AK u10w und Platz 3 wurde 2016 in Wernigerode gewürfelt!! Jeder durfte dreimal (mit Becher oder ohne??) Charlotte würfelte zuerst eine 6, dann eine 1 und zuletzt eine 5. Das sind 12 Augen und damit gewinnt man in Sachsen-Anhalt den Titel, denn Nelly schaffte nur 7 Augen. Die Bronzemedaille ging mit 13 Augen weg! Hätte Luisa da nicht Landesmeisterin werden müssen, mit einem Auge mehr? Also das glaubt einem wirklich kein Mensch. Ich sprach mit völligen Unverständnis in der Turnierleitung vor. Dort gab es wahrscheinlich eine längere Beratung. Dann informierte mich Micheal Zeuner nach dem Mittagessen, dass für die immer noch weinende Nelly Adelmeyer ein zweiter Pokal bestellt wird und es 2016 zwei Landesmeisterinnen gibt. Ich versprach einer bitter enttäuschten Joyce aus Staßfurt, dass ich mich auch für eine zweite Bronzemedaille einsetzen werde. Anders geht es doch nicht, liebe Schachfreunde, wenn wir uns nicht völlig lächerlich machen wollen. Auf jedenfall, der Brüller der LEM!
Nebenbei haben wir jetzt drei Medaillen.
Aber weiter aus der Stunde der Tränen, denn das war es noch immer nicht. In der AK u12m lief ja das Spiel zwischen Malte und Hugo. Für Malte war es von Anfang an keine Wohlfühlpartie. Mit Schwarz über die gesamt Partie im Minus. Nach 40 Zügen ging er in ein kompliziertes Bauernendspiel und wusste trotzdem nach dreieinhalb Stunden nicht so recht, warum er verloren hatte. Im 48. Zug gab er auf und blieb trotzdem, von allen enttäuscht, zunächst an der Spitze.
Bleiben wir also in der AK u8, wo sich Georgs Unglück leider fortsetzte. In der Partie gegen Nare Khanbeykan hatte die Magdeburgerin auf f7 mutig einen Läufer geopfert. Georg hielt mit seinen Angriff dagegen, war aber nicht zur Rochade gekommen. Er gewann zwei Türme, musste dann einen Bauern auf a2 schlagen und dann schlug Nare zurück. Noch ein falscher Königszug und Matt mit Bauer und Dame im 23. Zug machten Hieu Tran Minh vorzeitig zum neuen Landesmeister! Verschenkter Sieg Nummer 2 und wahrscheinlich auch ein verschenkter Titel? Jaron hingegen gewann das „Lehrerduell“ gegen Pit Stockmann mit seiner Lieblingseröffnung, viel Druck und etwas Glück. Wir haben mit viel Freunde gemeinsam analysiert, eine wirklich interessante und gute Partie von beiden, die wahrscheinlich für Jaron eine Medaille bedeutet. Beide liegen mit 5,5 Punkten aus 8 Runden auf den Plätzen 2 und 3.
Freude hingegen gab es über Eugen Kuppe in der AK u10m. In der Frührunde besiegte er Carl-Friedrich Dornheim (SZ Magdeburg). Mit schöner Kombination gewann er, im 34. Zug eine Leichtfigur und am Ende sehr deutlich die Partie. Dann saß er, in der Nachmittagsrunde, am Spitzenbrett gegen Alexander Walter (SF Bad Schmiedeberg). Es war eine Partie mit nur 20 Zügen, aber nicht wenig unterhaltsam, weil Eugen bereits im 11. Zug grundlos auf h3 einen Läufer opferte und Alexander dann 9 Züge lang gemütlich zusah, wie ein zweiter Springer vom Dameflügel mal kurz rüberhüpfte, um Matt zu setzen! Plötzlich ist Eugen, als Vierter, wieder mitten im Medaillenkampf und trifft auf den neuen Sensationslandesmeister, Pascal Neuber (SG 2011 Sennewitz)! Kein guter Tag war es auch für Johann Pietsch. Gegen Arne Herter (USC Magdeburg) unterlag er überraschend in der Frührunde und Probleme gab es auch in der Nachmittagsrunde gegen Willi Weber (SZ Magdeburg), wo es am Ende ein Remis gab.
Kehren wir zurück zur Tragik in der AK u12m. Hier gab es in Runde 5 noch eine weitere Niederlage. Julius Pietsch unterlag Ole Zeuner, war aber mit seiner Partie ganz zufrieden. In Runde 6 gewannen dann aber wieder beide. Malte, mit starkem Springer Mehrbauern und besserer Bauernstruktur im Endspiel überlegen und auch Julius gegen den Tabellenletzten, David Csonka (TSG Guts Muhts 1860 Quedlinburg) kam zu seinem dritten Punkt. Es ist eine unglaubliche spannende Konkurrenz, die nun aber wahrscheinlich durch die Feinwertung entschieden wird, Überraschungen nichts ausgeschlossen.
Matti Adelmeyer hatte in der AK u14m Erfolgserlebnis Nummer 2. Mit starkem Angriff auf die Rochade von Hannes Buchheim (Cöthener FC Germania 03) gewann er, im 22. Zug eine Figur und wenig später die Partie. Doch dann kam die weit schwere Aufgabe gegen Bennet Biastoch (SG Aufbau Elbe Magdeburg) mit Weiß. Matti ging mit zahlreichen Bauernzügen zu Beginn hohes Risiko, stand kurzzeitig sogar im Plus, hatte aber einen mausetoten weißfeldrigen Läufer, den keiner haben und auch nicht mitspielen wollte. Sowas ist immer schlecht und Bennet nutzte erbarmungslos diese Schwächen und Matti gab nach 41 Zügen. Nach der Analyse durfte ich dann mit Mattis weißen Figuren zu Ende spielen um unseren „Großen“ das Erfolgserlebnis zu gönnen und seine Aufgabe zu rechtfertigen. Ist eben Trainerschicksal.
Bleibt noch unsere neue Vizelandesmeisterin, Alexandra Sinner, in der AK u18w. Sie wurde mit jeder Partie besser, was beweist, dass ihr Spielpraxis (und Training) fehlt. Sie durfte in der Schlussrunde ausgerechnet gegen ihre Freundin spielen. War das Zufall? Die Partie der 5. Runde gegen Kamila Frank (SK Oschersleben 1948) habe ich mit ihr und der u18w Landesmeisterin, Anika Kreitmeier (TSG Wittenberg) analysiert, was beweist, dass ich als Mädchenreferent immer aktiv mit der „Basis“ aus dem ganzen Bundesland arbeite. Ein wenig mehr Bereitschaft zum Angriff von beiden wäre hilfreich und unterhaltsam gewesen, trotzdem gab es einige gute Ideen, um es diplomatisch auszudrücken, weil ich ja alle schachspielenden Mädchen in Sachsen-Anhalt mag. Auch hier gab es mit Anne Gläser (GW Granschütz) eine Überraschungssiegerin für mich. Sie besiegte in Runde 2 die Favoritin, Cecilia Cejda (SG Aufbau Elbe Magdeburg) und gewann das Open.
Um 14.00 Uhr gab es dann die Siegerehrung in den Mädchenaltersklassen mit den vier Medaillen für unseren Verein. Habe ich leider nichts mitbekommen, musste arbeiten.
Am Abend wurde trotzdem in unserem Vereinshaus, Außenstelle Wernigerode, mit Sekt auf den Geburtstag von Annette Adelmeyer angestoßen (uns war es sogar gelungen, Blümchen aufzutreiben), auf die bisherigen Erfolge und unsere tollen Kinder. Vielleicht kommen morgen noch einige dazu?

9. Februar 2016: Der letzte Tag hier in Wernigerode, ein Tag mit Chancen bei den Jungs.
In der AK u8 gaben unsere beiden noch einmal alles. Jonathan Schlange legte mit dem Sieg gegen Pit Stockmann vor. Doch Jaron und Georg waren völlig unbeeindruckt auf Angriffskurs. Georg setzte schnell Grundreihenmatt und Jaron spielte eine tolle Partie gegen die Landesmeisterin bei den Mädchen, Nare Khanbeykan. Es gelang ihm, die Dame zu fangen, denn b2 war „vergiftet“ und auch er kam zum vollen Punkt. Nun hatten beide Angst, blitzen zu müssen und wollten sich schon zweimal auf Remis und würfeln einigen, als Herr Friedrich mit der Abschlusstabelle die Sache auflösen konnte. Georg ist Vizelandesmeister und Jaron beachtlicher Dritter. Gutes Ende also in der AK u8.
Doch die Hoffnungen in den anderen Altersklassen erhielten, nach über zwei Stunden, zwei herbe Dämpfer. Eugen, mit leichten gesundheitlichen Problemen, kam in der AK u10m gegen Pascal Neuber nie ins Spiel. Am Ende übersah er eine „tödliche“ Springergabel und wurde im 51. Zug sogar Matt gesetzt. Auch Johann verlor seine letzte Partie gegen Franz Neumann (VfB Ottersleben) und fällt weiter zurück.
In der AK u12m bekam Malte gegen Simon Hoffmann (USC Magdeburg) erhebliche Probleme, schon in der Eröffnung, und ging mit zwei Bauern weniger ins Mittelspiel. Nach 35 Zügen gab Malte auf, zwischen Hugo und Ole Zeuner gab es ein Remis. Es war nicht die Meisterschaft von Malte, der sich soviel vorgenommen hatte. Einen Glanzpunkt für unseren Verein gab es dann aber doch noch. Julius krönte seine gute Turnierleistung mit einem Sieg gegen Tobias Morgenstern (Schachzwerge Magdeburg). Nach drei Stunden hätte er, im Schwerfigurenendspiel einen vorher gefesselten Turm gewonnen und das Endspiel wollte sich Tobias nicht mehr zeigen lassen.
Auch die Hoffnungen von Matti Adelmeyer in der AK u14m erfüllten sich nicht. Gegen Benjamin Wagner (SG Aufbau/Elbe Magdeburg) ging es ins Bauernendspiel mit zwei Türmen. Doch Matti hatte zwei Bauern weniger und gab schließlich auf.
Dann hieß es Warten auf die Siegerehrung. Es ist auf jedenfall gut, wenn man dahin geht, denn man erfährt dort immerhin, dass Johann Pietsch als neuer Kader aufgenommen wurde. Vor der Siegerehrung der AK u8 bedankte ich mich bei der Turnierleitung für die sehr guten Spielbedingungen und übergab Pokale an Nare und Hieu, Medaillen an Lieselotte, Georg, Ronja und Jaron.
Zur Siegerehrung erfuhr man dann auch die anderen Platzierungen. Eugen Kuppe als Sechster (obwohl in der Rangliste auf der Internetseite des LSV auf Platz 5 geführt wird???), Malte als Dritter in der u12m (mit drei Buchholzpunkten weniger gegenüber Simon Hoffmann), Julius Pietsch noch auf einem sehr guten 6. Platz und Matti Adelmeyer in der u14m auf Platz 7 (zwei Buchholzpunkte Rückstand zu Leon Kühne).
Dann war nach der Siegerehrung vor der Siegerehrung. In einer internen Siegerehrung des SV Roter Turm überreichte ich Nelly die Goldmedaille als Landesmeisterin u10w, auch wenn es oben erwähnte LSV Seite nicht wahrhaben will. Dort steht am 8. Februar 2016: „Im wahrsten Sinne des Wortes sind die Würfel gefallen, um über einen der zu vergebenden Landesmeistertitel zu entscheiden. Im kleinsten Teilnehmerfeld gab es die größte Aufregung, um die Entscheidung über den Titel. Als Landesmeisterinnen wurden ermittelt: AK u10w Charlotte Derling (SV Roter Turm Halle)
AK u12w Yara Mathilda Stowicek (USV Volksbank Halle)...“ mit einem Siegerfoto der u10w.
Trotzdem ziehen wir natürlich ein absolut positives Fazit dieser LEM aus Sicht des SV Roter Turm Halle. Nicht alle Hoffnungen haben sich erfüllt. Es war schön, turbulent und erfolgreich

* * *

Jugendeinzelmeisterschaften Sachsen-Anhalt 2015

14.2.2015 | von JD:   Vom 10. bis 14. Februar 2015 ​trugen die Vereinsjugend Sachsen-Anhalt ihre diesjährige Einzelmeisterschaft in den U8 bis U25 in Güntersberge aus. Dabei starteten auch aus Grundschule Neumarkt Halle Johann Pietsch (u8), Anton Kageler (u8), Kristin Dietz (u10w), Lea Fritsch (u12w) und aus Grundschule Frohe Zukunft Halle Joris Wähler (u8) und Yara Stowicek (u10w) sowie Nachwuchsspieler unserer Partnervereine SV Roter Turm Halle und USV Volksbank Halle.
Foto U8/U10w: Steffen Kageler
 
Alle Einzelergebnisse :   u8 w+m     |     u10w     u10m     |     u12w      u12m    |    Mehr...>
 
Herzliche Gratulation den LandesmeisterInnen Sachsen-Anhalt im Schach 2015!
 
Landesmeisterin
 
u 8w:
Nelly Adelmeyer
SV Roter Turm Halle
u 10w:
Kristin Dietz
Reideburger SV
u 12w:
Annika Kirsten
SG Aufbau Elbe Magdeburg
u 14w:
Cecilia Cejda
SG Aufbau Elbe Magdeburg
u 16w:
Nathalie Wächter
SK Dessau 93
u 18w:
Anika Kreitmeier
TSG Wittenberg
 
Landesmeister
 
u 8m:
Johann Pietsch
SV Roter Turm Halle
u 10m:
Ole Zeuner
Schachzwerge Magdeburg
u 12m:
Marvin Henning
Reideburger SV
u 14m:
Bennet Biastoch
SV Roter Turm Halle
u 16m:
Gedeon Hartge
USV Volksbank Halle
Open u25:
Viet Long Hoang
USC Magdeburg
 
 
+++SV Roter Turm LEM Telegramm +++ SV Roter Turm LEM Telegramm+++

14.2.2015 | Tag 4 Teil 2 von Rüdiger Schneidewind: Der letzte Tag in Güntersberge ein Wechselbad der Gefühle +++ Nach etwa einer halben Stunde konnte ich unseren zweiten Landesmeister gratulieren. Johann Pietsch sprach die Zauberworte: „Ich habe meinen Gegner Matt gesetzt…“ Ich hatte die Endstellung nicht gesehen, doch Finn Prudlik aus Granschütz war ohne Chance +++ Gleichzeitung lehnte Nelly gegen Alexander Walter cool ein erstes Remisangebot ab. Doch dann kam die erste Meldung, die die Hoffnung zunächst sinken ließ. Julius hatte gegen Niclas Rohde (SK Dessau 95) verloren und alles schien verloren, doch plötzlich kam wieder neue Hoffnung auf: Tobias Morgenstern hatte gegen Till Stockmann verloren. +++ Aber dann wurde es wieder tragisch in der u8: Anton hatte gegen Tobias Röther aus Zerbst konzentriert und stark begonnen (+3,4), Doch dann konnte ich sehen wie die Konzentration nachließ, vielleicht war auch Nellys Partie wichtiger. Was in seiner Partie wie ein Läufertausch aussah, war ein klassisches Beispiel von „Ablenkung“. Es schlug auf f2 ein, es kam die Faust von Tobias und das Matt in zwei Zügen! Dabei hätte ein Remis für Bronze gereicht. +++ Als die Stimmung ganz unten war kam die Medaille dann doch. Es verbreitete sich die Nachricht Julius wäre Dritter. Ich wollte es nicht glauben, doch es bestätigte sich: wir haben Bronze in der u10m und Julius fährt zur Deutschen Meisterschaft. Julius musste mich dann zur Siegerehrung kneifen, aber als es wehtat, war die Wolke gelandet und ich begann zu glauben+++ Entschädigt wurde ich aber für dieses Wechselbad der Gefühle durch die Partie zwischen Nelly und Alexander (96 Züge!). Zuschauer waren unter anderen Herr Friedrich, Patricia, Herr Kageler und sie bekamen eine unterhaltsame Partie zu sehen bei der Nelly einen Turm mehr hatte. Ich glaube, man hätte Eintritt für diese beste Partie des u8 Turniers nehmen können, zudem sind es mindestens drei Trainingseinheiten. Auch Alexander leistete mit mehreren Mattdrohungen, ausgelassenen Dauerschach und dem zurückgewonnenen Turm auch seinen Beitrag und schließlich lief der f- Bauer dem schwarzen König davon. Nelly kostete dann noch 32 Züge das Dameendspiel aus und wurde noch Dritte im Gesamtturnier! +++ Inzwischen hatte auch Calvin gegen Til Joppich (Schachzwerge Magdeburg)  verloren, trotz Bruder Knut, schaffte aber trotzdem mit 3 Punkten die Topten +++ In der u12m hatte Matti noch einmal Riesenspaß mit der Partie gegen Norman Hohenstein aus Zerbst +++ doch Malte Hundrieser unterlag nach langem Kampf dem neuen Landesmeister u12, Marvin Henning, verteidigte aber einen tollen und nicht undankbaren trotzdem 4. Platz ++++ Drei Medaillen also für unseren Verein, ein tolles Abschneiden +++ Malte Hundrieser wieder im Kader +++  

14.2.2015 | Tag 4 Teil 1 von Rüdiger Schneidewind:   Der vierte Tag brachte erste Entscheidungen +++ doch nach viel Jubel kommt, trotz anhaltender Sonne in Güntersberge, wieder etwas Enttäuschung. +++ völlig unspektakulär verlief das Finale der AK u10w +++ Charlotte begann  wieder stark gegen Kristin Dietz, geriet aber ins Bauernendspiel und hatte keine Chance. Durch diese Niederlage fehlte ihr ein winziger halber Punkt gegen Uta Gärtner in der 2. Wertung. +++ Etwas Enttäuschung auch in der AK u16w: Alexandra verlor ihre Schlussrundenpartie um die Medaillen gegen Anne Gläser (GW Granschütz) nach gutem Beginn und wurde Vierte +++ In der AK u8 gab es heute wieder anstrengende 3 Runde, na ja eigentlich nur zweieinhalb. In der Frührunde gewannen vor allem die Favoriten. Nur der bisherige Spitzenreiter, Johann Pietsch, erlebte gegen Gianluca Curentti, im Schwerfigurenendspiel eine böse Überraschung und verlor. Damit könnte es nochmal spannend werden. Doch die 11.00- Uhr Runde wurde die kürzeste bisher überhaupt und dauerte nur 38 Minuten. Und 11.24 Uhr stand Landesmeisterin Nr. 2 fest: Nelly Adelmeyer ist drei Runde vor Schluss nicht mehr einzuholen, trotz ihrer Niederlage in überlegener Stellung gegen Finn Prudlik. Nach ihrem Sieg in Runde 8 gegen Tobias Röther hat sie sogar 4 Punkte Vorsprung. Bei den Jungs gewannen Alexander Walter und Johann Pietsch ihre Spiele und auch der Kampf um Bronze ist hochspannend zwischen Anton Kageler und Finn Prudlik. +++ große Hoffnungen bleiben auch in der u10m: unsere Beiden unterlagen in der Frührunde den Schachzwergen Ole Zeuner und Thadeus Mirschel. Julius war bitter enttäuscht, doch in der Nachmittagsrunde strahlte er wieder: „Mein Gegner (Siegfried Hoffmann) hat aufgegeben!“ und gab freudig seine Partie ein. Julius ist jetzt Zweiter, da Ole Zeuner heute auch gegen Tobias Morgenstern das Vereinsduell gewann. +++ Auch Calvin besiegte am Nachmittag Richard Rothe (Reideburger SV 1990). Für unseren Verein scheint es ohnehin fast nur noch diese beiden Vereine zu geben. +++ Das zeigte sich auch in der u12m. Doch zunächst trugen unsere Beiden das Vereinsduell aus, das Remis endete +++ Trotzdem schwere Gegner: Malte traf auf Hugo Post und Matti auf Benjamin Wagner. Die Partie Hugo gegen Malte war spannend, gutklassig, auf sehr hohem Niveau. Malte schleppte einen Minderbauern mit ins Endspiel, musste gegen einen Läufer kämpfen und hatte einen Doppelbauern. Doch wie er kämpfte und Hugo durch einen Freibauern auf der c- Reihe in Bedrängnis brachte, war einfach toll und so werde ich ein Fan for ever bleiben. In der nachfolgenden Analyse mit Tatjana Melamed und den Reideburgern gab es viel Lob für Malte und die Computeranalyse exklusiv mit mir zeigte, das bei Maltes Remisangebot im 37. Zug er nur wenig im Minus stand. Hugo überlegte lange, nahm dann aber lieber an +++ Matti Adelmeyer unterlag leider, viel zu passiv, nach über 3 Stunden. +++ Die Aufgabe für Malte für Morgen scheint trotzdem unlösbar zu sein. Er trifft auf Marvin Henning, natürlich (Hugo spielt gegen Martin Gärtner!) und braucht „Schützenhilfe“ für die Medaille, die gleichbedeutend ist mit der Qualifikation +++
 
 
13.2.2015 | Tag 3 von Rüdiger Schneidewind: Was für ein 3. Tag in Güntersberge: herrliches Wetter, strahlender Sonnenschein und Trainer, 8 Siege aus 9 Partien unserer Kinder – phantastisch +++ doch zunächst gab es unzählige Glückwünsche und Geschenke für ein Geburtstagskind: Johann Pietsch reckte 8 Finger in die Höhe +++ Er gewann seine Partie mit starkem Angriff gegen Nare Khanbeykan und führt weiter +++ Nelly Adelmeyer baute, nach Figurengewinnen gegen Joris Wähler (USV VB Halle) seine Führung bei den Mädchen aus +++ aufregend, lang und dramatisch die Partie von Anton Kageler gegen Gianluca Currenti: „Ich habe noch nie solange gespielt…“ , meinte er nach 90 spannenden Minuten und erhielt viel Lob vom Schiedsrichter, der jetzt wieder Trainer war und 60 Minuten mit ihm auswertete. Er ist jetzt neuer Dritter! +++ Eine gute und eine schlechte Meldung aus der u12m: die gute zuerst: beide gewannen ihre Partien souverän. Malte, mit starker Partie gegen Simon Hoffmann (USC Magdeburg) und auch Matti, mit viel Spaß gegen Eduard Gertz. Die schlechte: beide spielen morgen gegeneinander! +++ „I have a dream…“ heißt es weiter bei Julius Pietsch: Mit Superangriff am Dameflügel und unglaublicher Leichtigkeit besiegte er mit Till Stockmann (VfL Gräfenhainichen) einen weiteren Mitfavoriten. Stolz präsentierte er mir kurz nach der Runde diese Partie. Wo soll das noch hinführen? Nach Willingen?? Ich sitze mit ihm auf einer Wolke, glaube aber inzwischen, nicht mehr das ich runterfalle . Er führt nach der 4. Runde – „Man fasst es nicht!“  +++ Auch Calvin gewann seine Partie gegen einen deutlich unterlegenen Pascal Neuber (SG 2011 Sennewitz) +++ Einzige und deshalb schmerzliche Niederlage für Alexandra Sinner gegen Vivien Merker nach kleiner Ungenauigkeit in der Eröffnung, die sich bis ins Endspiel zog +++ wunderschöne Wanderung und Geburtstagsfeier mit fast allen und Kindern vom USV (Lea und Joris), dann ging es wieder an die Arbeit ++++
 
12.2.2015 | Tag 2 von Rüdiger Schneidewind: Weiter erfreuliche Kunde aus Güntersberge +++ Gegner waren Deutsche Meister, Teilnehmer an der Deutschen Meisterschaft, mehrfache Landesmeister usw. +++ In der AK u8 zieht Johann Pietsch weiter souverän seine Schachkreise +++ Er erkämpfte heute alle der Punkte, gewann auch das Vereinsduell gegen Nelly und das Spitzenspiel gegen den bisher ungeschlagenen Alexander Walter aus Bad Schmiedeberg +++ Doch auch Nelly hatte heute ihren großen und ungeheuer wichtigen Tag. Sie dreht das Mädchenfinale vom klaren Verlust bis zum Supermatt mit zwei Springern und gewann dann auch noch gegen Gianluca Currenti +++ unsere Beiden vorn in der u8 +++ auch Anton steigerte sich in Runde 4 +++ unglaublicher Julius Pietsch:  er trotzt den Schachzwergen! In einer Galapartie besiegte er, nach über zwei Stunden Tobias Morgenstern und kam dann in der Nachmittagsrunde etwas glücklich zum Remis gegen Til Joppich, ebenfalls Schachzwerge. Nicht ganz so gut lief es bei Calvin. Nach dem hart erkämpften Pflichtsieg gegen Leon Mechler (SV Rochade Magdeburg) unterlag er Ole Zeuner recht deutlich +++ Supergegner auch für unsere beiden Jungs in der u12 ++++ Malte Hundrieser, mit großen Kampf gegen Florian Dietz, ärgerte sich über den „ausgelassenen Gewinn“ (Tatjana Melamed), gewann dann sicher gegen Leon Kühne +++ weniger Glück hatte heute Matti Adelmeyer. Er unterlag zweimal gegen Spieler des Reideburger SV 1990, so gegen Marvin Henning und auch Arne-Christian Seidel, nach Fehler im Endspiel +++ Tränchen der Freude und der Enttäuschung auch bei Charlotte Derling: Sie hatte heute ihren USV Tag. In der Morgenrunde besiegte sie in einer starken Partie Uta Gärtner, am Nachmittag war sie ohne Chance gegen Yara Stowicek, nach übersehener Springergabel +++ und nicht zuletzt Sieg und Niederlage auch für Alexandra Sinner, die hier ein überraschend gutes Turnier spielt. Ohne Chance gegen das Skandinavisch von Nathalie Wächter (SK Dessau 93), kam sie am Nachmittag zu einem hart erkämpften Sieg gegen Emely Blumentritt (SV Merseburg) ++++ Ansonsten sind wir alle guter Dinge, klar bei den Ergebnissen!
 
10.2.2015 | Tag 1 von Rüdiger Schneidewind:  Sehr guter Auftakt für unsere Kinder in Güntersberge +++ Johann Pietsch gewinnt erste Partie souverän +++ Vereinspaarung Nelly gegen Anton gewinnt überraschend Anton, der jeden Fehler ausnutzt +++ Nelly gewinnt zu Beginn zwei Bauern +++ Anton stärker im Schwerfigurenendspiel +++ Überraschung in der u10w: nach nur 15 Zügen gewinnt Uta Gärtner gegen Yara Stowicek +++ Charlotte unterliegt, nach gutem Beginn, nach übersehener Drohung (Dh7) Elita Heutling von den Schachzwergen Magdeburg +++ Vereinsduell auch in der u10m: Julius Pietsch entscheidet das sicher gegen Calvin Meurer +++ zwei Siege auch in der u12m +++ Malte und Matti lösen lösbare Auftaktaufgaben souverän, erhielten aber für morgen mit Florian Dietz und Marvin Henning (beide Reideburger SV 1990) starke Gegner +++ unerwartet gute Kunde auch vom Mädchen OPEN: Alexandra Sinner gewinnt ihre Auftaktpartie gegen Anika Kreitmeier nach 52 Zügen +++ 
 

Landesjugendeinzelmeisterschaften Sachsen-Anhalt 2014

Die Schachjugend Sachsen-Anhalt trägt vom 4. bis 8. Frebruar 2014 ​ihre Einzelmeisterschaft in den Altersklassen U8 bis U25 in Güntersberge aus. Dabei sind Teilnehmer unserer Arbeitsgemeinschaften Johann Pietsch (AK u8) und Yara Stowicek (AK u10w) sowie Nachwuchsspieler unserer Partnervereine USV Volksbank Halle und SG Döllnitz.  Ergebnistabellen und Fotos beim LSV >
  Endergebnisse LJEM 2014                                           Fotos re: Norbert Hartge
AK
Spieler
DWZ
R1
R2
R3
R4
R5
R6
R7
Sp.
Ges.
in %
Rang
U8
Johann Pietsch
795
1,0
1,0
0,0
0,0
0,0
1,0
1,0
7
4
57%
6
U8w
Uta Gärtner
0
0,0
1,0
0,0
0,0
1,0
1,0
1,0
7
4
57%
7
U8w
Nelly Adelmeyer
758
1,0
1,0
1,0
0,0
0,0
0,5
0,0
7
3,5
50%
8
U8w
Charlotte Derling
0
0,0
0,0
1,0
1,0
0,5
0,0
1,0
7
3,5
50%
10
U8w
Luisa Gaschütz
0
0,0
0,0
0,0
1,0
0,0
1,0
0,0
7
2
29%
11
 
U10w
Yara Stowicek
0
0,0
1,0
0,5
1,0
0,0
x
x
5
2,5
50%
3
U10w
Kristin Dietz
724
1,0
0,0
1,0
0,0
0,0
x
x
5
2
40%
4
 
U10
Malte Hundrieser
1306
1,0
1,0
1,0
1,0
1,0
0,5
1,0
7
6,5
93%
1
U10
Calvin Meurer
968
0,0
1,0
0,0
1,0
0,0
0,5
1,0
7
3,5
50%
10
U10
Marten Wittig
973
0,0
1,0
1,0
0,5
0,0
0,0
0,0
7
2,5
36%
13
U10
Martin Gärtner
819
0,5
1,0
0,0
0,0
0,5
0,0
0,0
7
2
29%
14
 
U12
Matti Adelmeyer
1242
1,0
1,0
0,0
0,0
1,0
0,0
0,0
7
3
43%
10
U12
Lars Jungklaus
1019
0,0
0,0
0,0
1,0
1,0
1,0
0,0
7
3
43%
12
 
U14
Maksym Perekhouhuk
1763
1,0
0,5
0,0
1,0
0,5
1,0
1,0
7
5
71%
2
 
U16w
Alexandra Sinner
962
0,0
1,0
0,0
0,0
0,5
x
x
5
1,5
30%
2
 
U16
Felix Schulte
1764
0,5
1,0
0,5
0,0
0,5
1,0
1,0
6
4,5
75%
3
U16
Gedeon Hartge
1803
0,5
0,5
0,5
0,0
1,0
0,5
1,0
6
4
67%
4
U16
Karl-Simon Altstadt
1745
0,5
0,5
0,5
1,0
0,5
0,0
1,0
6
4
67%
5
 
Wir gratulieren herzlich den LandesmeisternInnen  2014
 
AK u8m: Thaddeus Mirschel (Schachzwerge Magdeburg)
AK u8w: Uta Gärtner (USV Volksbank Halle)
AK u10m: Malte Hundrieser (SG Döllnitz)
AK u10w: Celina Delgado (SV Einheit Halberstadt)
AK u12m: Bennet Biastoch (SG AE Magdeburg)
AK u12w: Trine Maja Bierfreund (SG AE Magdeburg)
AK u14m: Alexander Kitze (Grün-Weiß Granschütz)
AK u14w: Nathalie Wächter (SK Dessau 93)
AK u16m: Niklas Geue (USC Magdeburg)
AK u16w: Anika Kreitmeier (TSG Wittenberg)
AK u18m: Christian Zimmermann (Cöthener FC Germ.)
AK u18w: Annika Priese (SG 1871 Löberitz)
 
Siegerehrung u8w  

 

Schachtrainer Rüdiger Schneidewind (SG Döllnitz) berichtet aus Güntersberge: 

5. Tag (Schlußtag), 8. Februar 2014:

Der Tag der letzten Entscheidungen und Spannung ohne Ende. Unser Blick richtete sich natürlich zunächst auf die u8w. Nelly und ihr Teddy, der Uta vom Fensterbrett anlächelte, hatten sich viel vorgenommen. Doch nach knapp 20 Minuten lächelte 

Uta Gärtner. Nelly hatte eine einfache Mattdrohung mit Dame und Läufer übersehen. Uta nutzte diese einmalige Chance zur Entscheidung und Nelly blieb untröstlich zurück. Wenig später gewann Charlotte sicher, mit gutem Plan, gegen Klara von Pokrzywnicki (Schachzwerge Magdeburg) und auch Johann dominierte gegen Luisa im vorletzten Vereinsduell dieser Meisterschaft. Und  dann war es soweit: 8. Februar, 10.03 Uhr! Die SG Döllnitz hatte ihren neuen Landesmeister. Malte Hundrieser hatte Thorben Voß, der einiges versuchte, aber am Ende klar unterlegen war, gewonnen. Nun konnte gejubelt werden. Doch der Wechsel der Gefühle ging weiter. Nur wenig später kam ein trauriger Marten Wittig, der doch ein so starkes Turnier gespielt hatte und das letzte Vereinsduell gegen Calvin Meurer unbedingt gewinnen wollte. Doch Calvin diktierte mit mächtigem Angriff das Spiel und Marten bekam überhaupt kein Gegenspiel und unterlag am Ende deutlich. Niederlagen, trotz guter Partie gab es auch für Lars und Matti in der u12m.

Vor der Siegerehrung gab es noch jede Menge zu tun. Zum Beispiel letzte Partien analysieren, Geburtstagsständchen singen, Geburtstag feiern. Luisa und Charlotte sangen wunderschön „wie schön, dass Du geboren bist, wir hätten Dich sonst sehr vermisst“ für Frau Adelmeyer und das mit allen Strophen! Dann wurde angestoßen, auch auf Lukas Hundrieser und unsere erfolgreichen Kinder und alle waren sich einig: Es war eine tolle Zeit in Güntersberge. Dann konnte Charlotte Derling das 3. Mal jubeln, nachdem es auch dort wieder zwei Tränchen gegeben hatte. Nach ihrem Sieg in der 7. Runde, der sicheren Bronzemedaille waren die erbitterten Verhandlungen mit dem Vati dann doch erfolgreich: Charlotte durfte zur Siegerehrung bleiben!

Ja, die Siegerehrung. Natürlich überwog der Stolz über diese anderthalb Landesmeistertitel. Frau Gärtner und Uta bedankten sich ganz lieb, ich gratulierte Hugo Post, okay. Dann wurde aber Malte als Kader aufgerufen (ohne Antrag!) und da bin ich lieber gegangen, um mit Luisa und Johann fertig auszuwerten und mich nochmal bei allen zu bedanken.

Und das war sie dann, die LEM 2014, eine gute Meisterschaft, die letzte für die SG Döllnitz, mit vier Medaillen. Ein gutes Ende, finde ich!

 

4. Tag, 7. Februar 2014:

Dieser vorletzte Tag war ein „komischer Tag“. Einerseits steigt die Spannung in fast allen Altersklassen, andererseits gab es 14.00 Uhr die Siegerehrung der Mädchen.

Doch zunächst musste eine Runde gespielt werden. Nicht ganz  so gut lief es am Vormittag in der AK u8. Vor allem war diese 5. Runde eine sehr kurze. Luisa stand in der wichtigen Partie gegen Uta Gärtner (USV VB Halle) eigentlich mit eigenem Angriff sehr gut, doch sie war zu keiner Zeit konzentriert. Als sie die Schutzfigur von der g- Linie zog, wurde sie von Uta mit Dame, Springer und Turm einfach Matt gesetzt. Nelly Adelmeyer fand gegen Leon Mechler keine Mittel gegen eine Dame auf h3 und unterlag deutlich. Auch Johann, mit kleineren Fehlern zu Beginn gegen Willi Weber (Schachzwerge Magdeburg), war gegen Dame, Türme und Läufer in seiner Königsstellung fast ohne jede Chance. Am längsten spielte noch Charlotte Derling gegen Timon Howitz (SF Hettstedt). Charlotte war überlegen, unterschätzte den weißen Angriff am Königsflügel, doch ihr Gegner spielte den Mattangriff viel zu schnell, zog die Dame auf h6 und rief plötzlich „Schach Matt!“. Doch Charlotte nahm einfach mit den Springer von g8, kassierte beide weiße Türme und konnte mit acht verschiedenen Zügen einzügig Matt setzen, wie Herr Michael in der Kurzanalyse erklärte. Doch Charlotte fand nicht den Mattzug, sondern den einzigen Zug zum Patt. Timon rief sofort „Patt“ und kam doch noch zu einem halben Punkt, kurioses Schach.

Doch der Blickpunkt richtete sich heute auf die AK u10m, wo es die Superpartien gab. Leider gehörte die Partie Marten Wittig gegen Hugo Post nicht dazu. Marten verlor schnell eine Figur und Hugo gewann schnell. Auch Calvin Meurer war gegen Richard Devyatov (Stendaler SK) ohne Plan. Und als ein Turm und ein Springer in seine Stellung rückten, stellte er wieder eine Figur ein und verlor. Doch das Wichtigste: Malte Hundrieser siegte weiter!!! Simon Hoffmann (USV Magdeburg)  spielte stark, doch mit schönen Ideen gewann Malte Figuren und die Partie.

Eine wechselvolle Partie spielte Matti Adelmeyer in der AK u12m gegen Arne-Christian Seidel. Doch am Ende konnte Matti mal wieder jubeln und schaffte den 3. Punkt. Und auch Lars siegt weiter! Gegen John Bahr (TuS 1860 Magdeburg) war er deutlich überlegen.

 
 
Landesmeister U10m  Malte Hundrieser
 
Siegerehrung U10w
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Siegerehrung U16w  
 
U8 Johann - Charlotte
 
U10 - Calvin rechts
Alexandra Sinner erreichte in der letzten Runde des Mädchenopens noch eine Punkteteilung gegen Tina Kümmel (Cöthener FC Germania) und wurde bei der Siegerehrung als Vizelandesmeisterin AK u16 geehrt, ist okay. Bei dieser Siegerehrung übergab ich an Pia Ahrendt (Cöthener FC Germania) einen Sonderpreis für Fairness und die Medaillen an Celina Delgado (SV Einheit Halberstadt), von der ich ja immer noch Fan bin, Elina Heutling (Schachzwerge Magdeburg)  und Yara Stowicek (USV VB Halle). Pia hatte in der letzten Runde in einer Schnellpartie Kristin Dietz besiegt, und Yara zur Bronzemedaille verholfen (Fortsetzung der Geschichte am Vortag in der u10w).

Von der Siegerehrung ging es zurück zum Turnier, der Nachmittagsrunde. Eine 6. Runde, die es in jeglicher Hinsicht in sich hatte. In der u10m hatte die Partie Malte Hundrieser gegen Hugo Post begonnen. Sein Bruder konnte schon gar nicht mehr hinschauen, doch ein Trainer muss das aushalten. Malte setzte von Anfang an alles um, was wir vorbereitet hatten, Hugo war auf die „Englische Eröffnung“ sehr gut eingestellt. Eine Angriffswelle lief nach der anderen. Doch Malte behielt immer die Übersicht, hatte zwei Bauern mehr und wohl auch einmal Glück bei einer Ungenauigkeit, die Hugo nicht nutzte. Die Partie dauerte zweieinhalb Stunden. Zweimal hatte Marten Remis angeboten, zweimal lehnte Hugo ab, bevor er dann selbst Remis anbot, doch da war Hugos Stellung wohl verloren, doch wir waren zufrieden mit dem halben Punkt. Wird nach zwei Jahren wieder ein Traum wahr?  Der u10m Titel ist zum Greifen nahe!

Marten Wittig blieb heute leider ohne Punkt. Trotz großen Kampf unterlag er Till Stockmann und auch ein, im Leichtfigurenendspiel zunächst überlegener

Calvin Meurer stellte im Endspiel einen Springer ein und kämpfte dann mit zwei Bauern am Dameflügel gegen eine Dame zum Remis.

In der AK u8 steigt die Spannung vor allem in der Mädchenwertung. Während bei den Jungs Thaddeus Mirschel (Schachzwerge Magdeburg) überlegen seine Kreise zieht, wird es bei den Mädchen ein „Herzschlagfinale“ geben. Eine konzentrierte Luisa strahlte. Sie zauberte gegen Timon Howitz wieder eine Mattkombination aufs Brett, wobei der Gegner kräftig mithalf. Unsere anderen Kinder befanden sich nach 70 Minuten in erbitterten Bauernendspielen. Eine spannende Partie war zwischen Nelly Adelmeyer und Gianluca Currenti (Schachzwerge Magdeburg) zu sehen. Nelly kämpfte mit einem Springer gegen einen Bauern und einen weißen Turm. Ihr Gegner tauschte den Turm und war sich wohl sicher, das Bauernendspiel zu gewinnen. Doch er hatte nicht mit Nellys Training im „Fritz und Fertig“ gerechnet. Nelly strahlte schon zwei Züge vor dem Patt und erkämpfte einen sehr wichtigen halben Punkt 1,06 Minuten vor dem Blättchenfall ihres Gegners. Doch am längsten, fast schon traditionell, lief das Vereinsduell zwischen Johann Pietsch und Charlotte Derling. Charlotte begann stark und konnte nach dem Zug h5 mit Turm und Dame auf der g- Linie (Schwarzer König auf f4!!) einzügig Matt setzen. Johann lächelte noch, als Charlotte das Matt übersah.  Doch dann kam die Zeit von Johann. Sein Gegenschlag mit Dame und Läufer „war geplant“ und stark. Was blieb war ein turbulentes Bauernendspiel, das längst nicht gewonnen war. Johann spielte etwas ungenau und so hatte Charlotte drei Pattchancen. Johann gewann nach 75 Minuten dieses wichtige Spiel. 

In der u8 kommt es morgen zu einem echten Mädchenfinale zwischen Nelly Adelmeyer und Uta Gärtner! Wir freuen uns drauf!

Pech mit der Auslosung hatte erneut Matti Adelmeyer. Benjamin Wagner (USC Magdeburg) hieß der Gegner. Matti hielt lange mit und am Ende musste er eine Leichtfigur opfern. Dafür siegt Lars weiter. Gegen Tobias Wirth (SK Dessau 93) gab es einen Schwarzsieg. Und auch morgen darf  Matti gegen den Fastlandesmeister Bennet Biachstoch  (SG Aufbau/Elbe Magdeburg) ran und auch für Lars beginnt mit Marvin Henning nochmal der „Ernst des Lebens“!

3. Tag, 6. Februar 2014:

In der Altersklasse u8 gab es in der einzigen Runde am 3. Tag trafen Nelly Adelmeyer und Thaddeus Mirschel direkt aufeinander und zunächst war die totale Mädchenpower zu sehen. Nelly spielte stark, hatte zum Teil klare Vorteile. Sie wehrte alles ab und hatte zunächst zwei Bauern mehr. Man staunte, was sie für Züge fand. Im Damenendspiel hatte Nelly einen Springer mehr, lief dann aber in eine Mattfalle. Michael Pikalow (USC Magdeburg)  dominierte im Turmendspiel klar gegen Johann Pietsch. Seine verzweifelten Remisangebote halfen nichts. Konzentriert, mit starken Plänen, spielten auch Charlotte gegen Anton Palfi (Mattplan mit Dame, Springer und Turm) und Luisa.  Im direkten Vergleich gegen Klara von Pokrzywnicki (Schachzwerge Magdeburg) hatte Luisa schnell einen Läufer mehr. Dann spielte Luisa eine starke vierzügige Kombination mit Dameopfer (unter dem macht sie es eben nicht!) zum Matt.

Zwei spannende Partien gab es an diesem Vormittag auch in der u10w mit einer Geschichte.

Zunächst machte Elina Heutling kurzen Prozess mit Emely Reglinski. Kristin Dietz kämpfte in Bauern-Turmendspiel verzweifelt um gegen Celina Delgado ins Remis zu kommen. Celina wollte die Türme nicht tauschen, doch ihre Taktik ging mit zwei Freibauern am Ende auf. Mit 3,5 Punkten steht sie kurz vor dem Titelgewinn.

Die Partie Pia Ahrendt gegen Yara Stowicek musste sogar für 20 Minuten unterbrochen werden. Yara ging es nicht so gut und ihre Gegnerin bat den Schiedsrichter die Partie (in überlegener Stellung und mit Zeitvorteil) zu unterbrechen. Trotz der Bedeutung dieser Partie kümmerte sich Pia fair um ihre Gegnerin, wartete geduldig auf die Fortsetzung der Partie. Im Endspiel war der Materialvorteil noch deutlicher, doch dann kam der Höhepunkt dieser tragischen Geschichte: Yara setzte ihre Gegnerin (gegen Dame und Turm) mit Springer, Bauer und König Matt. Ich bin der Meinung, dass Pia Ahrendt den Fairnesspreis der Landesmeisterschaft verdient!

Fast 100% gab es für die SG Döllnitz in der immer dramatischer werdenden u10m. Zunächst erkämpfte Marten ein am Ende kurioses und trotzdem verdientes Remis gegen Fabian Eschner. Er hatte zu Beginn Leichtfigur und Turm verloren, stellte aber eine unglaubliche Drohung am Königsflügel auf mit Abzugs- und Mattdrohung. Fabian half sich mit unzähligen Schachs, doch er fand keine Lösung und so gab es eigentlich eine dreifache Zugwiederholung. Trotzdem ging die Partie weiter und Marten bot dann im 47. Zug Remis an, dass Fabian sofort annahm. Einen tollen Kampf  lieferte Calvin gegen Martin Gärtner. Er hatte zu Beginn eine Leichtfigur gewonnen, stellte diese im Endspiel aber wieder ein. Trotzdem entschieden dieses Mal Mehrbauern für Calvin. Damit Herr Schneidewind nicht schimpft, weil er so schnell fertig ist, wünschte er sich erstmal einen Turm, um noch etwas zu spielen. Doch er gewann und ich konnte am Abend wieder mit beiden auswerten.

Blieb noch Malte, mit seinen ärgsten Verfolger Till Stockmann (VfL Gräfenhainichen). Malte hatte eine aktive Stellung, verpasste jedoch einig Chancen. Doch Till lief zunehmend die Zeit davon. Im 36. Zug hatte er noch 2 Minuten 40 Sekunden und trotz Fischerzeit waren 5 Züge in 300 Sekunden zu machen. Til kam nicht mehr zum 37. Zug. Malte reklamierte Blättchenfall und hat jetzt 4 Punkte und liegt weiter an der Spitze. Erneut ein Supertag in der u10m und morgen wird der Wunsch von Marten erhört: „Ich möchte gegen Hugo spielen!“

Und auch Lars kam endlich gegen Jan Niklas Brademann (SV 51 Zerbst) zum ersten Sieg. Matti hingegen unterlag Marvin Henning und verabschiedet sich damit aus der Spitze.

Schließlich unterlag auch Alexandra Sinner im Bauern-Turmendspiel ihrer Freundin Kamila Frank (SK Oschersleben) nach langem Kampf. Unübersehbar waren aber in der gemeinsamen Analyse taktische Schwächen.

Der Nachmittag war dann frei und die SG Döllnitz „teilte“ sich in verschiedene Aktivitäten. Wanderung bei herrlichem Wetter, die Fahrt zur Hermannshöhle mit einer Aufführung von „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ waren gute Ideen in der Freizeitgestaltung.  

2. Tag - 5. Februar 2014:

Die 2. Runde begann für die Kinder der SG Döllnitz vielversprechend. Vor allem in der Altersklasse u10m gab es unglaublich 100% und das gegen durchaus starke Gegner. Als erster hatte Marten seine Partie gegen Til Joppich (Schachzwerge Magdeburg)  gewonnen. „Er hat sehr stark und fehlerfrei gespielt“, meinte Lukas Hundrieser, der mit ihm die Partie analysierte.

In der AK u8 hatte Johann mächtige weiße Türme auf der 7. Reihe gegen Gianluca Currenti (Schachzwerge Magdeburg). Nelly hatte wieder eine Dame geschenkt bekommen und auch Luisa und Charlotte standen gut.

Johann und Nelly kamen jeweils mit Schwerfiguren zum schnellen Erfolg, während Luisa unterlag. Charlotte hatte gegen Willi Weber (Schachzwerge Magdeburg) stark gespielt, lehnte nach einer Stunde ein Remisangebot mit Läufer und Bauern mehr ab und wurde gnadenlos Grundlinienmatt gesetzt. Das gab (zwei) Tränchen und Tränen lügen ja bekanntlich nicht!

Sagenhaft dann das Ende der 2. Runde in der u10m. Malte war mit Mehrbauern ins Bauernendspiel gegen Fabian Eschner (Schachzwerge Magdeburg) gekommen und „erledigte“ das sehr routiniert. Das wurde nur noch von einem toll kämpfenden und spielenden Calvin Meurer übertroffen, der tatsächlich das „Kunststück“ fertigbrachte, nach über zwei Stunden den u8 Landesmeister 2013, Tobias Morgenstern (Schachzwerge Magdeburg) zu besiegen. Nach Kombination mit Springer, Dame und Turm setzte er den verzweifelten Tobias Matt.

Freude auch in der u12m. Matti besiegte in einer sehr guten Partie Justin Schlosser vom  Reideburger SV 1990 und auch Alexandra Sinner kam gegen Julia Faust mit Weiß, nach zwei Stunden,  zum ersten Punkt. Bilanz dieser 2. Runde: 7 aus 10!

In der 3. Runde, die am Nachmittag gespielt wurde, kam es in der AK u8 zum Gipfeltreffen! Thaddeus Mirschel traf mit Weiß auf Johann Pietsch. Ich hatte Johann speziell auf den Angriff mit Springer und Läufer auf f7 hingewiesen, doch tatsächlich tauchte da ein Springer auf g5 und wenig später auf f7 auf. Er stark weisse Angriff kostete weiter Material, auch durch einfache Fehler. Kurzum: Thaddeus war klar überlegen und gewann schnell verdient. Nelly, am Nebenbrett hingegen überspielte Anton Palfi (SF Hettstedt). Dirk Michael hatte zwar an der Qualität der Partie viel auszusetzen, aber Nelly kam zum 3. Punkt und führt nach drei Runden sogar in der Gesamtwertung. Luisa und Charlotte spielten zu dieser Zeit noch im 2. Vereinsduell. Charlotte hatte plötzlich, auf der offenen a- Linie eine Mattidee, setzte diese konsequent um und ist damit jetzt Dritte bei den Mädchen. Doch es bleibt spannend.

Unbeirrt und souverän zieht Malte Hundrieser in der u10m seine „Kreise“. Auch Richard Ackermann (1. SC Anhalt) war klar überlegen. Schon wurde Frau Hundrieser wegen „Kader“ gefragt. Doch wir wissen ja, wie Kaderanträge enden! Mit den Anträgen gibt man am besten gleich erneut unseren besten Spieler ab. Deshalb ein dreifaches Nein!

Auch Marten kam gegen Thorben Voß (Schachzwerge Magdeburg) mit starken Ideen zum zweiten Sieg. Doch am längsten spielte wieder Calvin, gegen Hugo Post. Und Calvin spielte auch hier sehr stark. Hugo öffnete geschickt Linien und gewann am Ende sicher. Trotzdem ein toller Tag für die u10m.

Null-points leider am Nachmittag für die u12m. Lars Jungklaus musste ich nach der Niederlage gegen Justin Schlosser davon abhalten, einfach nach Hause zufahren, er braucht dringend ein Erfolgserlebnis! Matti hingegen, in der Gesamtwertung Vierter, machte ein gutes Spiel gegen den Favoriten, Jonas Roseneck (SG Aufbau/Elbe Magdeburg), löste auch knifflige Situationen, hatte aber sei seiner Aufgabe zwei Bauern weniger.

Und auch Alexandra Sinner unterlag im Mädchen-Open Vivien Merker (USC Magdeburg) in einer guten Partie  

1.Tag - 4. Februar 2014:

Schon vor Beginn dieser Meisterschaft erfüllte sich für den Trainer der SG Döllnitz ein kleiner Traum. Der gesamte Verein im „Roten Haus 2“ in Güntersberge unter einem Dach. Das Wetter schwankt derzeit zwischen Winter und Frühling, also genau richtig zum Schachspielen.

Zunächst gab es eine leicht verspätete Eröffnung mit einigen blumigen Ehrungen, Werbeblocks, der Vorstellung der Schiedsrichter. Übrigens bei den Schiedsrichtern ist eine deutliche Verjüngung eingetreten. Komisch ist nur, dass der wahrscheinlich älteste Schiedsrichter (wie das klingt!) die jüngste Altersklasse betreut…

Womit ich gleich bei der ersten Runde wäre, die einzige, die heute in allen Altersklassen gespielt wurde.

Die SG Döllnitz schaffte heute 4 aus 10, das heißt, es gab vier Sieger. Einer davon war Johann Pietsch. Er hatte mit dem Hettstedter Neuling Timon Howitz eine unbekannte Aufgabe und löste diese mit Bravour. Klare Pläne, schnelles Matt, sehr gut. Ansonsten gab es bei den Mädchen meist lange Gesichter. Charlotte Derling, mit Schwarz gegen Tim Mechler (SV Rochade Magdeburg) war gerade nach vielen Problemen in eine Dame-Bauernendspiel gekommen, um einfach die Dame einzustellen. Zwei Magdeburger Damen setzten unsere Bezirksmeisterin nach 40 Minuten einfach Matt. Etwas länger spielte Nelly Adelmeyer. Auch sie hatte irgendwann einfach die Dame eingestellt, doch im Endspiel hatte sie plötzlich zwei Türme gegen einen und einen „dicken“ Freibauern. Sie leistete sich den Luxus, zwei Türme gegen den einen zu tauschen, um dann mit der Dame Matt zu setzen. Sie sollte das einzige Mädchen bleiben, die gewinnen konnte, weil Luisa, nach einer rund einstündigen Chaospartie deutlich gegen Anton Palfi (SF Hettstedt) unterlag, den sie in Sittendorf noch klar besiegt hatte, eine durchwachsene Bilanz also.

Ähnlich war es auch in der AK u10m. Hier gab es (natürlich) ein Vereinsduell: Marten gegen Malte! Und Marten spielte stark, hatte zwischenzeitlich einen Bauern mehr und Malte musste alles aufbieten, um am Ende mit Freibauer und Läufer, nach einer Stunde und 40 Minuten, zu siegen. Noch länger spielte Calvin Meurer gegen Richard Ackermann (1. SC Anhalt), vor allem gegen eine starke schwarze Dame war er, nach fast 2 Stunden ohne Chance. Die Sensation war aber die Niederlage von Hugo Post und anderer…

In der AK u12m landete Matti Adelmeyer einen schnellen Sieg gegen John Bahr (TuS 1860 Magdeburg). Schwerer hatte es da schon Lars Jungklaus in seiner Partie gegen Florian Dietz. Doch Lars spielte sehr ordentlich, doch ein weißer Springer war am Ende zu stark.

Ähnlich erging es Alexandra Sinner gegen Cecilia Cejda (SG Aufbau/Elbe Magdeburg). Auch ihre Partie war soweit okay, doch die fehlende Spielpraxis war deutlich zu spüren.

Auswertung mit allen, etwas Vorbereitung, Betreuerbesprechung – ein sehr langer Tag geht zu Ende.

 
 
 

Einzelmeisterschaft der Vereinsjugend Sachsen-Anhalt 2013

Vom 5.2. bis 9.2.2013 wurde die Landeseinzelmeisterschaft Sachsen-Anhalt der Vereinsjugend U8 bis U25 in Güntersberge ausgetragen.
 Resultatauswahl
AK Spieler DWZ R1 R2 R3 R4 R5 R6 R7 R8 R9 Sp. Ges. in % Rang TN
U8w Anna Fromme - 0 + 0 0 0 0 0 1 0 9 2,0 22% 14 15
U8w Kristin Dietz - 0 0 0 + 1 1 0 1 0 9 4,0 44% 2 15
U8 Calvin Meurer 844 1 1 0 0 1 0 1 0 0 9 4,0 44% 9 15
U10 Hugo Post 1170 1 1 0 1 0 0,5 0,5 x x 7 4,0 57% 5 16
U10 Florian Dietz 1165 1 1 1 1 1 1 1 x x 7 7,0 100% 1 16
U10 Matti Adelmeyer 1095 1 0 0 - 1 0,5 1 x x 7 3,5 50% 8 16
U10 Malte Hundrieser 1062 1 0 1 0 1 1 0 x x 7 4,0 57% 6 16
U10 Liam Klaus 799 0 0 0,5 1 0 1 0,5 x x 7 3,0 43% 12 16
U14w Alexandra Sinner 932 0 0 0 0,5 0,5 x x x x 5 1,0 20% 6 6
 
 
 
Wir gratulieren den LandesmeisternInnen  2013:
AK
U8m
 
Tobias Morgenstern, Schachzwerge Magdeburg
AK
U8w
 
Elina Heutlingern, Schachzwerge Magdeburg
U10m
Florian Dietz, Reideburger SV U10w Trine Bierfreund, SG AE Magdeburg
U12m
Robert Stein, GW Ranschütz U12w Vivian Merker, USC Magdeburg
U14m
Sebastian Pallas, SG 1871 Löberitz U14w Nathalie Wächter, SK Dessau 93
U16m
Felix Knopf, SV Merseburg U16w Annika Priese, SG 1871 Löberitz
U18m
Martin Sieber, SV Sangerhausen U18w Patricia Lehmann, SG 1871 Löberitz
U25
Kevin Fritsch, SV 1925 Helbra
   
 
 
 Siegerehrung U8w:   1.Elina Heutling,
2.Kristin Dietz, 3.Laura-Marie Bielke
 
 Siegerehrung U10:    1.Florian Dietz,
2.Marvin Henning, 3.Benjamin Wagner